Die neue Kaufprämie für E-Autos kennt keine Preisgrenze für das Auto, sondern nur eine Einkommensgrenze für den Käufer, gefördert werden bis zu 6.000 Euro bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 80.000 Euro plus 5.000 Euro je Kind, höchstens für zwei Kinder.
Die Basisprämie für ein reines Elektroauto liegt bei 3.000 Euro, die vollen 6.000 Euro erreicht nur, wer über die soziale Staffelung und den Familienbonus aufstockt.
Wer unter der Einkommensgrenze liegt, kauft in aller Regel im günstigen Segment, und dort sind deutsche Modelle bislang dünn vertreten. So stammen die preiswertesten Elektroautos auf dem deutschen Markt derzeit überwiegend von ausländischen Anbietern wie Dacia, Leapmotor, Hyundai oder Citroën, mehrere davon aus chinesischer Produktion.
Volkswagens eigenes Einstiegsmodell, der ID. Polo, ist seit Ende April bestellbar, die günstige Basisversion für 24.995 Euro folgt aber erst im Sommer und wird ab dem Spätsommer ausgeliefert.
Insgesamt stehen 3 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit, verteilt auf die Jahre 2026 bis 2029 und gerechnet für rund 800.000 Fahrzeuge, im Schnitt etwa 3.750 Euro je Auto.
Weil diesmal auch Plug-in-Hybride und Range-Extender förderfähig sind, kann ein Teil der Summe nach Einschätzung des Deloitte-Experten Harald Proff ebenfalls bei chinesischen Herstellern landen, er fordert deshalb Kriterien zum lokalen Wertschöpfungsanteil.
Ökonomen, die Kaufprämien kritisch sehen, argumentieren, ein wettbewerbsfähiges Produkt setze sich auch ohne Zuschuss durch, während Subventionen vor allem Mitnahmeeffekte erzeugten.
Befürworter halten dagegen, die Prämie senke gerade für Haushalte mit kleinerem Einkommen die Einstiegshürde und beschleunige den Umstieg.
Wie viel der 3 Milliarden Euro am Ende deutsche Wertschöpfung verbilligt und wie viel importierte, vielfach chinesische Fahrzeuge, hängt davon ab, für welche Modelle sich die Käufer entscheiden.
Quellen: BAFA (Fördervoraussetzungen) · BMUKN/KTF · ADAC · mobile · ecomento · auto-motor-und-sport · Business Insider (Deloitte/Proff)