AKW-Laufzeitverlängerung
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Können die Reaktoren in Gösgen und Leibstadt tatsächlich 80 Jahre durchhalten?
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DAS WAREN DOCH DIESE SCHEISS-BÜRGERLICHEN,
UND SIE WOLLEN NOCH MEHR
😩😱😔😱😔
ABER WIR - DAS (VERNÜNFTIGE) VOLK - WERDEN ES VERHINDERN
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Der Bundesrat bezeichnet den Betrieb als technisch möglich, Kritiker warnen vor Materialalterung an nicht ersetzbaren Komponenten. Das Ensi hält neue AKW für sicherer – und sieht ein Problem beim Langzeitbetrieb.
In Kürze:
- Die Meinungen über die Sicherheit des Langzeitbetriebs von Kernkraftwerken sind gespalten.
- Kritiker warnen vor Materialalterung, insbesondere beim nicht ersetzbaren Reaktordruckbehälter.
- Weltweit laufen 205 Reaktoren im Langzeitbetrieb, die Schweiz gilt dabei nicht als Vorreiterin.
- Fachkräftemangel in der Nuklearbranche gilt laut Ensi als grosse strategische Herausforderung.
Die Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt könnten bis zu 80 Jahre in Betrieb bleiben. Das gab der Bundesrat im Mai bekannt. Er gibt sich überzeugt, dass dies technisch möglich wäre. Und gemäss einer aktuellen Umfrage zur Kernenergie im Auftrag des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen unterstützen 79 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer eine längere Laufzeit.
Doch wie sicher und wie zuverlässig sind Anlagen aus den 1970er- und 1980er-Jahren, wenn diese bis 2059 (Gösgen) oder 2064 (Leibstadt) laufen würden? Die Meinungen hierzu sind gespalten.
Die beiden Kernkraftwerke (KKW) Gösgen und Leibstadt entstanden in den 1970er- und 1980er-Jahren. Also in einer Zeit, in der sich gerade der Röhrenfarbfernseher in den Schweizer Wohnstuben etablierte. Der Kassettenrekorder machte die Musik mobil, und die ersten Heimcomputer kamen auf den Markt. Rund 25 Jahre später, 2007, präsentierte Apple das erste iPhone.
Die ursprünglich geplante Laufzeit von 40 Jahren haben die beiden Kernkraftwerke vor wenigen Jahren überschritten: Gösgen 2019 und Leibstadt 2024. Wie lange sie am Netz bleiben dürfen, ist im Prinzip offen: Mit der Energiestrategie 2050 erlaubt die Schweiz einen Betrieb der Kernkraftwerke, solange die Sicherheit gewährleistet werden kann. Aktuell rechnen die Betreiber mit einer Laufzeit von rund 60 Jahren.
Sicherheitsbedenken beim Langzeitbetrieb von Kernkraftwerken:
«Diese Grossanlagen wurden nach den Standards der 1980er-Jahre für eine Laufzeit von 40 Jahren ausgelegt», sagt Nils Epprecht, Geschäftsführer der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES), die sich für erneuerbare Energien und gegen Atomkraft einsetzt. Deshalb würden gewisse Aspekte von Gösgen und Leibstadt vom Design der Anlage her nicht mehr den neuesten Sicherheitsstandards entsprechen. «Daran können auch Nachrüstungen nichts ändern», sagt Epprecht.
Wie jede Maschine altere auch ein Kernkraftwerk, insbesondere die stark beanspruchten und der Strahlung ausgesetzten Materialien und Bereiche.
Ähnlich sieht das Patrick Hofstetter, Energieexperte des ebenfalls kernkraftkritischen WWF Schweiz. «Die Sicherheit nimmt mit der Materialalterung kontinuierlich ab», sagt er. Je nach Bauteil und Beanspruchung beginne dieser Prozess schon nach 20, sicher aber nach 40 Jahren. Von der in der Fachsprache «Versprödung» genannten Variante der Alterung sei insbesondere der im Zentrum des Kraftwerks angeordnete Reaktordruckbehälter betroffen. Dafür verantwortlich ist die Neutronenstrahlung, die bei der Kernspaltung freigesetzt wird. Der Reaktordruckbehälter lasse sich jedoch nicht ersetzen.
Mit zunehmender Überschreitung des Auslegealters von 40 Jahren steigt laut Hofstetter zudem die Ausfallwahrscheinlichkeit weiter an, was wegen der Grösse eines Kernkraftwerks ein erhebliches Klumpenrisiko darstelle.
«Hinzu kommt, dass auch die Wahrscheinlichkeit für eine sicherheitsbedingte Abschaltung oder gar einen Unfall eines bauähnlichen Kraftwerks stetig steigt.» Selbst wenn sich ein solcher Unfall im Ausland ereigne, müsste das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi)