Der Inhalt sorgte deshalb für die BSW-Kritik, da die MBJS-Dienstanweisung die "Verfassungsschutz-Warnung vor der Schulstreik-Bewegung gegen die Wehrpflicht" weiterleitete, dies in Verbindung mit "der Warnung vor Linksextremisten". Weiter heißt es dazu:
"Das Ministerium sei verpflichtet, für die Schulen relevante Hinweise anderer Behörden weiterzugeben. Schulleitungen müssten auf einer derartigen grundsätzlichen Kenntnislage die konkrete Situation vor Ort im Sinne des Schutzes von Kindern und Jugendlichen einschätzen können."In dem Schreiben wurde demnach laut Berliner Zeitung "zudem vor einer 'fortlaufenden Instrumentalisierung der Kampagne Schulstreik gegen Wehrpflicht durch Linksextremisten' gewarnt". Die Formulierung stammt laut MBJS aus der "weitergeleiteten behördlichen Information und ist keine Einordnung" seitens des Ministeriums. Zur Rechtfertigung heißt es weiter seitens der Brandenburger Behörde, dass wie bei früheren, thematisch anders gelagerten sogenannten Schülerstreiks auch jetzt das Ministerium "keine Bewertung der Inhalte oder der politischen Absicht vornehme".Der Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecher des BSW im brandenburgischen Landtag, Niels-Olaf Lüders, kommentiert zur Agitation des Inlandsgeheimdienstes, dieser mache "Jagd auf politisch engagierte Jugendliche". Junge engagierte Menschen, Kriegsgegner, die sich gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht positionieren, würden "unter Extremismusverdacht gestellt", so Lüders, Schulleiter zudem zu "Hilfssheriffs des Verfassungsschutzes degradiert". Die Landesregierung müsse daher "diese staatliche Einschüchterungstaktik sofort beenden", so die BSW-Forderung.