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Heute erzähle ich euch mal abwechselnd über die Anatomie einer digitalen Auslöschung …
es ist sozusagen eine Geschichte über Macht, Narrative und das plötzliche Schweigen eines unbequemen Accounts.
In der Geschichte der Öffentlichkeit gibt es ein wiederkehrendes Muster zu sehen, es handelt über die Stimmen die nicht widerlegt werden können, und diese einfach zum Verstummen gebracht werden durch Zensur!
Der jüngste Fall betrifft den X-Account
@spaceloop23 einen User, der sich über Jahre eine respektable Reichweite aufgebaut hatte und zuletzt vor allem eines tat, die öffentlich sichtbare Widersprüche in Medienberichten zu dokumentieren, auf deutsch gesagt … zu entlarven.
Fast 17.000 Menschen folgten dieser Arbeit, und dann heute plötzlich … Boom … erschien der nüchterne Satz:
„Account gesperrt.“
Ein digitaler Grabstein.
Kurz vor der Sperre beschäftigte sich der Account intensiv mit einer Grafik aus der Nachrichtensendung .
@ZDF bzw. dem Format .
@ZDF heute.
Es ging um eine Darstellung zu Umfragewerten oder Wahlergebnissen rund um die .
@AfD bei einer Landtagswahl in
#Baden_Württemberg.
Die Kritik lautete nicht, „Diese Partei ist gut oder schlecht“, sondern „Die Darstellung stimmt so nicht“! Legitim, oder?
Wer sich mit Medienanalyse beschäftigt, weiß dass Grafiken extrem mächtig sein können 😉
Ein paar Pixel Verschiebung, ein verkürzter Balken, noch eine Skala, die bei 20 statt bei 0 beginnt etc. und voila,plötzlich entsteht ein völlig anderes politisches Bild.
Der Account tat also etwas, das früher eigentlich Kernjournalismus war:
👉 Er überprüfte eine Darstellung.
Doch die Sperre kam nicht wegen der Grafik-Debatte, oh nein, offiziell geschah sie wegen eines Bildes … ob ihr glaubt oder nicht, wegen ein verf… Bild!
Das Bild zeigt offenbar eine Überwachungskamera-Szene aus einem Treppenhaus, indem ein Paketbote uriniert in den Hausflur, omg… jemand sollte dafür den
#Verfassungschutz rufen 😡
Solche Aufnahmen kursieren im Netz häufig, verflixt und zugenäht, meist als Kritik an respektlosem Verhalten.
Die Begründung der Plattform könnte nicht schäbiger sein:
📍Ein Verstoß gegen die Regeln über das „Veröffentlichen oder Teilen privat produzierter oder verbreiteter intimer Medien ohne Zustimmung der betroffenen Person“, mit anderen Worten, ein Video, das einen Paketboten zeigt, der in ein Treppenhaus uriniert, das Bild das auch von deutschen Medien wie z.B RTL auf Instagram geteilt wurde, wird von der Plattform in dieselbe Kategorie eingeordnet wie intime Aufnahmen, die ohne Einwilligung verbreitet werden.
Die lächerliche Begründung lautet: 👉Schutz der Persönlichkeitsrechte.
Man kann darüber nachdenken, ob jede Veröffentlichung aus einer Überwachungskamera legitim ist, und diese Frage wäre berechtigt, doch ebenso berechtigt ist auch eine andere Frage:
👉Wie plausibel ist es, eine dokumentierte Alltagsszene aus einem Hausflur plötzlich als „intimes Medium“ zu klassifizieren?
Und genau in dieser Verschiebung beginnt das Problem, denn sobald Regeln so elastisch werden, dass sie praktisch jede unbequeme Veröffentlichung erfassen können, entsteht ein Zustand, den Medienforscher seit Jahren beschreiben, in Form einer „Nicht offene Zensur, sondern regelbasierte Entfernung missliebiger Inhalte“, und so …
hier beginnt die eigentliche Geschichte.
Dahinter steckt offenbar eine Attacke linker Accounts um
@spaceloop23 mundtot unter falschem Vorwand mundtot zu machen.
Daher meine Frage:
👉Warum wird ein Account genau in dem Moment entfernt, in dem er eine mediale Darstellung öffentlich infrage stellt?
Ist das Zufall? … oder doch ein sehr bekanntes Muster?
Wer das digitale Ökosystem kennt, weiß mit Sicherheit, dass Plattformregeln sind oft nicht nur Regeln, sondern Zensur-Werkzeuge, die unterschiedlich angewendet werden können.
Diese verflixte moderne Zensur funktioniert perfekt mit Verfahren wie, Meldungen, automatisierte Moderation, algorithmische Priorisierung, Regelinterpretation etc.
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