Wer noch daran zweifelt, dass die Klimaideologie in ihrer herrschenden Form nichts anderes als ein manifester Wahn ist, der sollte Dr. Fabian Kahl von der Linkspartei zuhören. Er spricht hier in einer vor drei Wochen von der AfD beantragten „Aktuellen Stunde“ im Bundestag, nachdem das IPCC-Horrorszenario RCP 8.5 ausrangiert wurde. Ich bin kein Freund der Pathologisierung, aber diese Rhetorik ist geisteskrank: Fahl vergleicht die aus seiner Sicht nun immer noch klimatisch „katastrophal“ bedrohte Erde mit einem „Krebsgeschwür“ und sagt dann: „Wir müssen die Chemotherapie sein.“ Dabei führt er mehrfach an, wie sehr er doch „die Fakten“ auf seiner Seite hätte. Die glauben das auch. „Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt“, wie Freud sagte.
All die kleinen Verrücktheiten, wie den heute ins Wasser gefallenen „Hitzeaktionstag 2026“, sind letztlich Ausdruck einer größeren Wahnvorstellung, die sich seit der Jahrtausendwende sukzessive institutionalisiert hat. Es ist die Weltklimakirche IPCC gewesen, die hier als Spinne im Netz zu begreifen ist. Sie hat „Gewissheiten“ etabliert, an denen ihre Gläubigen festhalten, selbst nachdem das Horrorszenario abgeblasen wurde. Noch immer sehen sie „Milliarden Menschen“, „ja!“, er habe bewusst „Milliarden gesagt!“, die infolge des Klimawandels „leiden, verhungern, verdursten, flüchten“ würden. Anders als in klinischen Begriffen ist diese Entrücktheit nicht mehr zu fassen.
Deshalb sind IPCC und ähnliche Themen auch keine „Schwurbelthemen“, wie die einen ernsthaft und die anderen ironisch und aufrichtig freundlich meinen. Auch wenn man augenzwinkernd die Sprache von Verrückten übernimmt, bleibt etwas von der Ideologie daran haften; die Wortwahl suggeriert letztlich, es handle sich um etwas Nischiges. Das stimmt jedoch nicht. Dieser Wahn hat den Westen und insbesondere Deutschland bis in die tiefsten Verästelungen durchdrungen – so weit, dass er öffentlich als Vernunft durchgeht.