„Ständig ist die Rede von
#Entökonomisierung. In Wahrheit ist in den vergangenen zwei Jahren alles stets noch ökonomisierter geworden. Aufgrund der divergierenden Kosten- und Erlösentwicklungen findet eine Rationierung von Versorgungsangeboten statt, die auf dem Rücken der Patienten und der Mitarbeitenden ausgetragen wird. 2022 sind die marktwirtschaftlich bestimmten Kosten für Krankenhäuser um zehn Prozent gestiegen, die vom Bund planwirtschaftlich festgelegten Preise für Krankenhäuser durften dagegen nur um 2,3% steigen. 2023 setzte sich die Preis-Kosten-Schere fort, so dass die Preis-Kosten-Differenz für beide Jahre kumuliert 13% betrug. Nur Krankenhäuser, die vorher 13% Gewinn ausgewiesen haben, schreiben jetzt noch schwarze Zahlen. Da die große Mehrheit der Krankenhäuser diesen Gewinn vorher nicht ausgewiesen hat, schreibt sie nun rote Zahlen. Fazit: Uns fehlen 13% der Kostenfinanzierung. Das hat bewirkt, dass Krankenhäuser derzeit Versorgungsangebote einstellen müssen. Über 50 von Insolvenz betroffene Krankenhäuser stellen ihren Betrieb größtenteils vollständig ein. Dabei steht den Häusern das Geld zu. Nicht als Rettungspaket, sondern vielmehr schreibt das Krankenhausfinanzierungsgesetz die auskömmliche Finanzierung der Krankenhäuser vor. Leider verstößt die Bundesregierung jedoch gegen dieses Bundesgesetz", sagt Dr. Axel Paeger, CEO der AMEOS Gruppe.