Zu natürlich, sobald es draußen heißer ist als innen.
Ich weiß, das wird wieder Ärger mit Kachelmann-Fans geben. Er hat aber keine Bauphysik studiert und ich schon.
Wer Warmluft durch die Wohnung strömen lässt, erwärmt die Bauteile und dann sind Wände, Decken, Böden danach wärmer. Genau das, was man auf keinen Fall braucht.
Nachts auf, damit die kühle Nachtluft die Energie aus den Baustoffen aufnehmen und nach außen abtransportieren kann.
Und sollte es trotz geschlossener Fenster innen wärmer werden als außen, dann braucht man mehr Verschattung (immer auf der Außenseite!) und/oder bessere Dämmung auf den Wänden.
Wenn man einen Rollladen runter lässt, dann müssen die Schlitze unbedingt offen bleiben und unten ein Spalt offen bleiben, weil sich sonst die Luft zwischen Rollladen und Fenster auf Temperaturen erhöht, die über der Außenlufttemperatur liegen und dann käme noch mehr Wärme in den Innenraum.
Jalousien halten ein Haus viel kühler als Rollläden.
Und wenn all das immer noch nicht funktioniert, braucht man eine Klimaanlage.
Sollten Sie meinen, dass Durchzug kühlt, dann kommt jetzt der Trick:
Fenster zu und Ventilator an funktioniert besser, solange es außen wärmer ist als innen. 😉
Und bei all dem, weil es ja sonst zu einfach wäre, überwacht man den CO₂-Gehalt im Raum und lüftet immer dann kurz, wenn er über 800 ppm liegt.
Wenn Sie all das beachten, kommen Sie mit einem kühlen Kopf durch den Sommer.
In unseren Gebäuden machen wir das natürlich so. Und die letzten Tage habe ich hier - gänzlich ohne Klimaanlage - mit einer Jacke gesessen, weil es im Haus herrlich kühl ist.