Die gestrige Monitor-TV-Reportage über die vermeintliche rechte „Unterwanderung“ von Fankurven im deutschen Fußball ist für mich ein groteskes Lehrstück propagandistisch motivierter Realitätsverdrehung:
Während ein (je nach Stadt/Region verschiedenartiges) Geflecht aus Antifas, Sozialarbeitern, Journalisten und Fußballfunktionären von Liga 1 bis in den Amateurbereich hinunter über viele Jahre hinweg einigermaßen deutschlandweit eine feingliedrige linksorientierte Hegemonie errichteten (von Bremen bis München, von Potsdam bis Bochum), werden einzelne Rechte im Fußball als Bedrohung nach dunklem Masterplan inszeniert.
Die Art der massiv überzeichneten, unverhohlen diffamierenden, wo nicht sogar teils hysterischen Berichterstattung spricht für die Angst vor einem nahenden Hegemonieverlust der linken Lebenswelten im Sport. Man hat sich nach den erfolgreichen Kämpfen längst eingerichtet, mitunter lukrative, jedenfalls stets meinungsprägende und einflussnehmende Posten besetzt und Andersdenkende (= meistens schlicht Nicht-Linke) dabei ausgegrenzt oder gar vollkommen aus den Kurven verdrängt.
Dass diese Situation der linken Hegemoniesicherung in einzelnen Gegenden aufgebrochen wird, ist ein Ausdruck sich derzeit wandelnder gesamtgesellschaftlicher Realitäten: Links ist nicht vorbei, aber eben nicht mehr selbstverständlich!
Über die Formen linker Hegemoniepraxis im bundesdeutschen Sport schreibe ich ausführlich in meinem neuen Buch „Der Hegemonie entgegen“ bei
@Jungeuropa_2016.👇🏻