Hier twittert ein Hobbyfotograf und Wanderer durch die linkselbische Sächsische Schweiz, das Osterzgebirge und Dresden. Alle Fotos von mir (außer RT).

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26 Jul 2025
Die weiträumige Umgebung des Bielatals in Sachsen und Böhmen ist mein Lieblingswandergebiet. Trotzdem gelingt es mir immer noch, romantische Orte zu finden, in denen ich bisher noch nicht war. Wie gestern hier, nördlich des historischen Mühlsteiges, auf dem jetzt der Forststeig entlang führt, auf der östliche Seite des Eiländer Kessels, in dem die Biela weiter westlich entspringt.
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Wanderung durch das Gelobtbachtal in der Sächsischen Schweiz Nachdem ich nun auf der Strecke von Rosenthal zum S-Bahnhof Schöne den oberen Teil zwischen Fuchsteich und Hühnerberg (Kristin Hradek), vorgestern, und den mittleren vom Krippenbachtal bis zum Böhmischen Tor beschrieben hatte, gestern, heute nun der Weg herunter zur Elbe durch das Gelobtbachtal. Der Gelobtbach (Klopotský potok) entspringt in der Nähe des Großen Zschirnsteins auf böhmischem Gebiet und bildet auf dem größten Teil seines Verlaufes die Grenze. Dabei geht es auf den 4 km seines Verlaufes etwa 300 Höhenmeter abwärts. Spannend wird es weit unten, wo er auf kurzer Strecke die etwa 200 m Höhenunterschied des Elbcanons überwindet. Dieses Tal ist weit abgelegen, man trifft hier kaum Wanderer. Der Forststeig Elbsandstein führt ein Stück am Gelobtbach vorbei. Ich bin aber konsequent am (und im) Bach das Tal herunter gegangen, wobei man da teilweise nette Überraschungen erlebt, wie z.B. im Bild rechts oben, wo man irgendwie runter rutschen musste. Im unteren Bereich, dort, wo das Tal recht eng ist, sieht man noch Reste eines mit Sandsteinen gebauten Fahrweges, teilweise extrem steil. Allerdings hat der Zahn der Zeit (und das Wasser) diesem Weg schon sehr zugesetzt (rechts unten). Weiter oben führt dieser Weg dann ein ganzes Stück oberhalb des Tales weiter zum Böhmischen Tor. Ich finde diesen Teil dann weniger interessant, ist das doch heute eine simple Forststraße mit durch eine Kahlschlaggegend, weil hier die Fichten in den letzten Jahren den Borkenkäfern zum Opfer gefallen sind. Im engen Tal nicht, da ist es feucht genug, so dass aus Fichten sehr gut gedeihen. Deshalb bin ich am Bach herunter. In den beiden angehängten Tweets folgen die letzte sehr steile Strecke zur Gelobtbachmühle und die Karte mit der Wanderstrecke.
Wandertipp im Forststeiggebiet zum Samstag Mein absoluter Favorit im Forststeigrevier ist die Strecke vom Fuchteich bis zur Elbe herunter, immer auf der Grenze entlang, egal, ob dort ein offizieller Weg ist. Auf Teilen der Strecke führt der Forststeig Elbsandstein darauf entlang. Nahe der Elbe, wo es auf kurzer Strecke ein ziemliches Gefälle gibt, wird es etwas kribblig, das werde ich morgen beschreiben. Heute der erste Teil, vom Fuchsteich zum Hühnerberg. Dort führt ein unscheinbarer Pfad entlang, bis auf dem Hühnerberg der Forststeig erreicht wird. In der Coronazeit, als die Grenze geschlossen war und diese elendige und unverständliche 15-km-Ausgangssperrenregel nicht mehr galt, konnte man wieder auf dem Forststeig wandern. Man legte damals eine Umleitung des Forststeiges genau auf diesem Pfad an, um den Teil des Forststeigs auf tschechischen Territorium zu umgehen. Befand man sich nur in der Gegend der Grenze, bekam man gleich eine SMS aufs Händy: "Die Bundesregierung: Willkommen! Bitte beachten Sie die Test/Quarantäneregeln!". In dieser Zeit sah man dort auch Bundespolizei patrouillieren, die man sonst nie sieht, auch jetzt bei den Grenzkontrollen nicht. Hinter dem Fuchsteich, der im 16. Jahrhundert zur Holzflößerei angelegt wurde, beginn an der Grenze der unauffällige Pfad. Er führt auf der Grenze entlang, bis der Striebsbrunnenbach (Studniční potok), der nun die Grenze bildet, erricht wird. Dieser Bach entspringt am Hühnerberg. 50 Höhenmeter tiefer und einige hundert Meter weiter mündet er in den Fuchsbach, der in den Cunnersdorfer Bach mündet. Dann geht es in die Biela und die Elbe und irgendwann ist das Wasser von hier oben in der Nordsee angelangt. Die Strecke auf der Grenze am Striebsbrunnenbach ist eine meiner Lieblingsstrecken, weil sie einfach so schön ist. Über den Hühnerberg verläuft genau die Grenze, die mit 488 m höchste Stelle liegt in Böhmen. Witzigerweise hat der Hühnerberg keinen tschechischen Namen, er heißt auf Tschechisch auch schlicht "Hühnerberg". Nicht weit vom Gipfel entfernt befindet sich das ehemalige barocke Jagdschloss Christianenburg (Kristin Hrádek), das 1734 der Grundbesitzer Graf Johann von Thun errichten ließ, heute Hotel. Die Namen in der Gegend sind übrigens ganz lustig. Es gibt den Fuchsteich, den Hühnerberg, den Taubenteich und den Viehsterbeberg. Wer weiß, was diese Namen alles erzählen könnten, wenn man tiefer gräbt. Man kommt in diese Gegend gut aus drei Richtungen: Rosenthal, Cunnersdorf, oder aus Böhmen. Ich bin bei dieser Wanderung von Böhmen gekommen, hatte das Auto an der Straße unter dem Hohen Schneeberg abgestellt. Natürlich kann man auch nach Rosenthal mit dem Bus fahren und dann herunter zur S-Bahn in Schöna laufen. Da hat man dann alle drei Teilstrecken, die ich hier vorstelle, die von gestern, die heutige und die von morgen, in einem Ruck erledigt. Die Wanderung machte ich am 22. Juni 2023.
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Auf den letzten paar hundert Metern überwindet der Gelobtbach etwa 200 m Gefälle. Eine absolut reizvolle Gegend. Unten an der Elbe direkt an der Grenze befand sich die Gelobtbachmühle, eine Brettschneidemühle, die 1856 errichtet wurde. Witzigerweise musste der Müller für die Nutzung des gemeinsamen deutsch-böhmischen Baches und des gemeinsamen deutsch-böhmischen Wassers (einmalig) 100 Gulden an den Österreichischen Fiskus als Wassernutzungsgebühr bezahlen. Man war auch damals schon findig beim Erfinden von Steuern. Das Bild links unten zeigt ein Wasserbecken, durch das der gesamte Gelobtbach fließt. Es befindet sich 40 Höhenmeter über der Mühle und diente dem Wasssermanagement. Damit hatte man auch in Trockenzeit genug Wasser zum Betreib der Schneidemühle. Die Mühle selbst war noch bis in die Sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in Betrieb, heute leider eine Ruine. Rechts unten die letzten Meter bis zur Elbe. 2 km flußabwärts dann der S-Bahnhof Schöna. Hier verläuft die etwa 180 Jahre alte und heute noch extrem wichtige Bahnverbindung von Dresden nach Prag, die die Elbe entlang das Elbsandsteingebirge quert. Hier geht es unter der Bahnstrecke hindurch. Rechts hinter dem Tunnel die Grenze nach Tschechien. Die neue geplante Verbindung Dresden Prag wird in einem Tunnel unter dem Osterzgebirge führen und die Fahrzeit nach Prag extrem verkürzen.
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Zum Abschluss der Streckebeschreibung meine Tour. Ich bin mit dem Bus bis Rosenthal und dann immer auf der Grenze entlang herunter bis ins Elbtal, dann zur S-Bahn. Eine sehr schöne Strecke durch völlig abgelegenes Gebiet.
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Der Gang der Dinge Die Pfotenhauerstraße ist eine zentrale Straße in Dresden Johannstadt-Nord. Vor 135 Jahren fuhr hier die erste elektrische Straßenbahn Sachsens. Nach dem Krieg im westlichen Bereich von der Fetscherstraße bis zum Sachsenplatz stillgelegt, der Bereich östlich der Fetscherstraße war noch bis zur Jahrtausendwende in Betrieb. Heute wichtige Verkehrsachse mit sehr dichtem Busverkehr (Linie 62), so dass man darüber nachdachte, hier wieder eine Straßenbahnlinie einzurichten. Wurde aber nichts, kein Geld. Dafür gibt es eine andere Entwicklung. An den Schulen in der Mitte der Straße war schon länger ein großer Bereich Tempo 30-Zone, von 6 bis 17 Uhr (Bild links oben), Rest Tempo 50. Da das irgendwelchen Leuten im Wohngebiet nicht gefiel, wurden Unterschriften gesammelt (Bild rechts oben). 2026 wurde dann im restlichen Bereich der Straße Tempo-30-Schilder aufgestellt, alle im gleichen Zeitfenster (Mo-Fr 6 bis 17 Uhr). Begründung für die Einschränkungen waren die Schulwege. Heute fiel mir nun auf, dass einige der Schilder, die die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Mo-Fr und 6-17 Uhr begrenzen, weg sind. Völlig unlogisch, auf einer Seite sind die Schilder noch da, in Gegenrichtung fehlen sie. Wenn man sich das genauer ansieht, fällt auf, dass an den Stellen, an denen die Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder recht hoch hängen, die einschränkenden Schilder noch da sind, bei den tiefer hängenden nicht. Links unten ist mal so ein Beispiel zu sehen, man hat bei Entfernen des Zusatzschildes sogar das 30-Schild so umgebogen, dass man es gar nicht mehr richtig sieht. Ist das nun alles mit rechten Dingen zugegangen?
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Die Walderdbeeren sind reif und leuchten einen fröhlich an. Allerdings wachsen die gar nicht im Wald, sondern mitten in der Stadt. Wo wird das wohl sein? Auflösung unten.
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Auflösung des Rätsels: Direkt zwischen Zwingerteich und Wallpavillon des Dresdner Zwingers, der hier über den Wall lugt.
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Da der Tweet über das Boofen doch einiges Interesse hervorgerufen hat, möchte ich noch ein paar Bilder von schön versteckten Boofen nachreichen. Die Boofe links oben befindet sich im östlichen Teil des Bielatals auf böhmischen Gebiet. Sie ist gut versteckt. Sehr romantische Gegend. Der Fels heißt Brückenturm (Mostová), weil er ein markantes Loch besitzt. Die anderen drei Boofen befinden sich am Müllerstein, ein wenig bekannter und wenig dramatischer Tafelberg in der linkselbischen Sächsischen Schweiz zwischen Katzstein und Spitzstein. Hier gibt es keine ausgewiesenen Wanderwege, nur schmale Pfade. Links unten kann man an der Schwärzung des Steins gut sehen, dass man es mit dem Feuerverbot nicht so eng sah. Die Boofe rechts unten ist schön geräumig, da könnten Völkerstämme lagern. Wenn man oben auf dem Plateau des Müllersteins ist, hat man eine schöne Aussicht. Dieser Müllerstein ist nicht mit dem gleichnamigen Müllerstein in den Schrammsteinen, ein echter Kletterfelsen im Nationalpark, rechtselbisch, zu verwechseln.
Was bedeutet „Boofen“? Ich hatte einige Nachfragen erhalten, was Boofen eigentlich ist. Nun, das ist ein typisch sächsischer Brauch, eng mit dem Klettersport in der Sächsischen Schweiz verbunden. Man übernachtet ohne Zelt im Freien, in Felsspalten, unter Überhängen oder kleinen Höhlen. Der Name kommt von sächsisch „Pofen“, schlafen. Räuber oder Bewohner in Kriegssituationen nutzten diese Art der Übernachtung bereits seit dem Mittelalter, aber richtig etablierte sich das Boofen erst nach dem Krieg. Für viele DDR-Bürger war das Freiluftübernachten in der Sächsischen Schweiz, in romantischer Umgebung, ein Rückzugsort, eine Art kleine Freiheit, Flucht aus der Realität. Wenn schon nicht die Alpen, dann wenigstens ne Boofe. Darf man heute noch Boofen? Ja, aber! Heutzutage ist natürlich alles reglementiert. Im Nationalpark Sächsische Schweiz darf man an 58 ausgewiesenen Boofen übernachten, alle außerhalb der Kernzone, aber nur, wenn man wirklich Felsklettern betreibt. Nicht aus Spaß! Außerdem ist im Nationalpark das Boofen zeitlich eingeschränkt, nur vom 16. Juni bis 31. Januar, Vogelbrutschutz. Im Landschaftsschutzgebiet, zu dem auch die Forststeigregion gehört, darf man grundsätzlich überall boofen, ohne Zelt. Es gilt ein prinzipielles Feuerverbot, auch Kerzen, Kocher, Rauchen sind nciht erlaubt. In Böhmen gelten analoge Regeln. Ich glaube aber, dass man sich in Böhmen weniger an das Feuerverbot hält. Nicht umsonst stammt der verheerende Waldbrand 2022, der große Bereiche des Nationalparks beiderseits der Grenze verheerte, von einer Feuerstelle wilder Boofer im böhmischen Nationalpark, wo eigentlich sowohl das Boofen als auch Feuer generell untersagt ist. Die Bilder zeigen ausgewählte Booten: (1) Im böhmischen Krippental (2) Am Rotstein am Forststeig (3) An den Ochsensteinen im böhmischen Teil des Bielatales (4) An den Nikolsdorfer Wänden direkt am Forststeig
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Bunte Fussball-Eier. Man glaubt, es geht nicht absurder zu dieser eigenartigen Fussball-WM 2026. Weit gefehlt! Das ist doch mal der Knüller, schwarz-rot-goldene Eier! Bescheidene Frage am Rande, wozu sind die eigentlich gedacht? Verstecken, werfen, vernichten? Muss man drei Stück hintereinander in der richtigen Reihenfolge weg essen?
Wird ja immer besser! Jetzt gibt es sogar kostenlose WM-Trikots, diesmal mit dem Logo des Sponsors. Läuft das?
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Wandertipp im Forststeiggebiet zum Samstag Mein absoluter Favorit im Forststeigrevier ist die Strecke vom Fuchteich bis zur Elbe herunter, immer auf der Grenze entlang, egal, ob dort ein offizieller Weg ist. Auf Teilen der Strecke führt der Forststeig Elbsandstein darauf entlang. Nahe der Elbe, wo es auf kurzer Strecke ein ziemliches Gefälle gibt, wird es etwas kribblig, das werde ich morgen beschreiben. Heute der erste Teil, vom Fuchsteich zum Hühnerberg. Dort führt ein unscheinbarer Pfad entlang, bis auf dem Hühnerberg der Forststeig erreicht wird. In der Coronazeit, als die Grenze geschlossen war und diese elendige und unverständliche 15-km-Ausgangssperrenregel nicht mehr galt, konnte man wieder auf dem Forststeig wandern. Man legte damals eine Umleitung des Forststeiges genau auf diesem Pfad an, um den Teil des Forststeigs auf tschechischen Territorium zu umgehen. Befand man sich nur in der Gegend der Grenze, bekam man gleich eine SMS aufs Händy: "Die Bundesregierung: Willkommen! Bitte beachten Sie die Test/Quarantäneregeln!". In dieser Zeit sah man dort auch Bundespolizei patrouillieren, die man sonst nie sieht, auch jetzt bei den Grenzkontrollen nicht. Hinter dem Fuchsteich, der im 16. Jahrhundert zur Holzflößerei angelegt wurde, beginn an der Grenze der unauffällige Pfad. Er führt auf der Grenze entlang, bis der Striebsbrunnenbach (Studniční potok), der nun die Grenze bildet, erricht wird. Dieser Bach entspringt am Hühnerberg. 50 Höhenmeter tiefer und einige hundert Meter weiter mündet er in den Fuchsbach, der in den Cunnersdorfer Bach mündet. Dann geht es in die Biela und die Elbe und irgendwann ist das Wasser von hier oben in der Nordsee angelangt. Die Strecke auf der Grenze am Striebsbrunnenbach ist eine meiner Lieblingsstrecken, weil sie einfach so schön ist. Über den Hühnerberg verläuft genau die Grenze, die mit 488 m höchste Stelle liegt in Böhmen. Witzigerweise hat der Hühnerberg keinen tschechischen Namen, er heißt auf Tschechisch auch schlicht "Hühnerberg". Nicht weit vom Gipfel entfernt befindet sich das ehemalige barocke Jagdschloss Christianenburg (Kristin Hrádek), das 1734 der Grundbesitzer Graf Johann von Thun errichten ließ, heute Hotel. Die Namen in der Gegend sind übrigens ganz lustig. Es gibt den Fuchsteich, den Hühnerberg, den Taubenteich und den Viehsterbeberg. Wer weiß, was diese Namen alles erzählen könnten, wenn man tiefer gräbt. Man kommt in diese Gegend gut aus drei Richtungen: Rosenthal, Cunnersdorf, oder aus Böhmen. Ich bin bei dieser Wanderung von Böhmen gekommen, hatte das Auto an der Straße unter dem Hohen Schneeberg abgestellt. Natürlich kann man auch nach Rosenthal mit dem Bus fahren und dann herunter zur S-Bahn in Schöna laufen. Da hat man dann alle drei Teilstrecken, die ich hier vorstelle, die von gestern, die heutige und die von morgen, in einem Ruck erledigt. Die Wanderung machte ich am 22. Juni 2023.
Ich werde heute und in den nächsten Tagen einige meiner Liebelingswanderwege in der Forststeigregion vorstellen. Heute eine Wanderung, bei der ich mein Auto in Maxdorf (Maxičky) abgestellt habe. Es ging dann zum Böhmischen Tor, hinter dem sich der Aufstieg zum Großen Zschirnstein auf sächsischer Seite befindet, den ich damals aber ausließ. Scharf links auf den Grenzweg abgebogen, auf dem über einige Kilometer der Forststeig verläuft. Für mich eine der schönsten und definitiv abgelegensten Strecken des Forststeigs Elbsandstein. Es ging bis zum Krippenbachtal, dann wieder links nach Böhmen, den Krippenbach auf böhmischer Seite wieder zurück nach Maxdorf. Hier nun der Grenzweg (links oben). An dem Pfeiler der deutschen demokratischen Grenzschilder befindet sich die gelbe Forststeigmarkierung. Rechts oben, der Krippenbach ist erreicht. Die Grenze nach Böhmen verläuft über den Steg. Links Böhmen, rechts Sachsen. Geht man, bevor es nach Böhmen abbiegt, noch ein Stück den Weg weiter, steht dort eine imposante Felswand. Die Wand gehört zu Böhmen, die Grenze verläuft unmittelbar davor (linksunten). An der Wand wachsen eigenartige Bäume, die den Eindruck vermitteln, als wäre hier ein Urwald. Dabei wurde lediglich vor Zeiten Samen in die Wand getragen, in der der der Baum wuchs und mit steigendem Gewicht in Schneckentempo abkippte, aber immer noch hält. Ist ja auch geschützt hier, Sturm ist hier kaum zu erwarten. Die Wanderung unternahm ich am 10. Juni 2022.
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So war ich damals unterwegs. Die Gegend im böhmischen Hinterland ist auch sehr reizvoll, aber aus meiner Sicht das Highlight ist das Stück auf der Grenze.
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Was bedeutet „Boofen“? Ich hatte einige Nachfragen erhalten, was Boofen eigentlich ist. Nun, das ist ein typisch sächsischer Brauch, eng mit dem Klettersport in der Sächsischen Schweiz verbunden. Man übernachtet ohne Zelt im Freien, in Felsspalten, unter Überhängen oder kleinen Höhlen. Der Name kommt von sächsisch „Pofen“, schlafen. Räuber oder Bewohner in Kriegssituationen nutzten diese Art der Übernachtung bereits seit dem Mittelalter, aber richtig etablierte sich das Boofen erst nach dem Krieg. Für viele DDR-Bürger war das Freiluftübernachten in der Sächsischen Schweiz, in romantischer Umgebung, ein Rückzugsort, eine Art kleine Freiheit, Flucht aus der Realität. Wenn schon nicht die Alpen, dann wenigstens ne Boofe. Darf man heute noch Boofen? Ja, aber! Heutzutage ist natürlich alles reglementiert. Im Nationalpark Sächsische Schweiz darf man an 58 ausgewiesenen Boofen übernachten, alle außerhalb der Kernzone, aber nur, wenn man wirklich Felsklettern betreibt. Nicht aus Spaß! Außerdem ist im Nationalpark das Boofen zeitlich eingeschränkt, nur vom 16. Juni bis 31. Januar, Vogelbrutschutz. Im Landschaftsschutzgebiet, zu dem auch die Forststeigregion gehört, darf man grundsätzlich überall boofen, ohne Zelt. Es gilt ein prinzipielles Feuerverbot, auch Kerzen, Kocher, Rauchen sind nciht erlaubt. In Böhmen gelten analoge Regeln. Ich glaube aber, dass man sich in Böhmen weniger an das Feuerverbot hält. Nicht umsonst stammt der verheerende Waldbrand 2022, der große Bereiche des Nationalparks beiderseits der Grenze verheerte, von einer Feuerstelle wilder Boofer im böhmischen Nationalpark, wo eigentlich sowohl das Boofen als auch Feuer generell untersagt ist. Die Bilder zeigen ausgewählte Booten: (1) Im böhmischen Krippental (2) Am Rotstein am Forststeig (3) An den Ochsensteinen im böhmischen Teil des Bielatales (4) An den Nikolsdorfer Wänden direkt am Forststeig
Wenige Meter, nachdem man vom Forststeig Elbsandstein kommend im Krippenbachtal die Grenze Richtung Böhmen überschritten hat, stößt man auf eine Felsenformation, die sich wunderbar zum Boofen eignet. Zu DDR-Zeiten muss das eine der abgelegensten Gegenden Tschechiens gewesen sein. Wie man sieht, haben hier viele Naturfreunde gecampt. Am Sandstein über der Boofe, der von Ruß geschwärzt ist, sieht man die lange Tradition. Daneben ein Stein mit Tafeln zur Erinnerung an verstorbene Bergkameraden. Alt sind sie aber nicht geworden. (Bilder oben) Einige Meter weiter talaufwärts befand sich die Königsmühle. Bereits im 16. Jahrhundert war hier eine Gastwirtschaft, führte doch damals eine viel befahrene Verbindung von Sachsen nach Böhmen durchs Krippenbachtal. Die Mühle hatte eine wechselhafte Geschichte, brannte ab, hatte eine große Bedeutung für die Forstwirtschaft. Mit dem Aufkommen des Tourismus Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier eine große und sehr beliebte Schankwirtschaft eingerichtet. Von alledem ist heute nichts mehr zu sehen. 1945, das Gebäude war nicht sehr alt, wurden die Einwohner vertrieben und niemand von den neuen Herren hatte Lust, hier zu leben, zumal die Verbindung zu Sachsen bis zum Beitritt von Tschechien zum Schengenraum geschlossen war. Heute ist hier auch kein richtiger Weg vorhanden, die alte Straße ist komplett weg, man geht ein ganzes Stück am Bach entlang durch Kraut und Wildnis. Die Mühle "verschwand" ebenfalls, nur ein paar Mauerreste und der angestaute See, der die Mühle speiste, blieb. 2022 war der Damm des Sees aber in einem miserablen Zustand, so dass man unterhalb des Dammes Schilder aufstellte, in der auf tschechisch davor gewarnt wurde, im Tal zu campen, weil der Damm jederzeit brechen konnte. An der Stelle, an der die Mühle stand, haben Liebhaber ein kleines Wasserrad hingestellt. Neben dem See eine Tafel, in der auf deutsch und tschechisch über Seee, Mühle und Molche informiert wird. Eine Besonderheit sind nämlich die Bergmolche, die dort leben. Gibt es nicht so häufig. Ich hatte damals einen gesehen. Bilder vom 10. Juni 2022
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Neue Eskalationsstufe bei Brücke Budapester Straße in Dresden Obwohl die Brücke seit einiger Zeit verkehrsberuhigt ist, außer Radfahrer und Fußgänger, hat sich ihr Zustand dramatisch verschlechtert. Die Brücke wird durch Spanndrähte gehalten. Als der kritische Bereich über der Ammonstraße gesperrt wurde, hatte sie noch 16 Spanndrähte zur Reserve, aber ohne Last (die Fahrräder werden es ja wohl nicht gewesen sein) rissen in den letzten Tagen 8 weitere Spanndrähte. Hat man mit dem Schallmeßgeräten ermittelt, die im angehängten Tweet zu sehen sind. Damit wird es jetzt kritisch. Man will die Brücke aber noch 10 Jahre lang halten, weil ja andere Brücke, Nosserner Straße und Carolabrücke, Priorität haben. Deshalb werden jetzt mit Hochdruck 4 neue Schwerlaststützen angebracht, die bisher nicht geplant waren. Ein Wettlauf mit der Zeit. Ein Tipp für den Neubau: Bei der Carolabrücke hieß es doch, dass eindringendes Tausalz den Spannstahl angegriffen hat, weshalb es zu Korrosion und Rissen kam. Wie wäre es, wenn man die Brücke einfach überdacht? Kein Streusalz nötig, weniger Wetterlast. Das würde die Standzeit sicher verdoppeln. Bei der Ilmbrücke in Buchfart in Thüringer hat es die Standzeit verzehnfacht, anstelle von 10-20 Jahren ohne Dach steht sie schon mehr als 200 Jahre. Den Vorschlag brachte übrigens ein Follower, Followerpower hilft!
Das langsam dahingehende Erbe der DDR Die Brücke Budapester Straße, eine 850 m lange zweizügige Spannbetonbrücke, die Ende 1967 eröffnet wurde, überspannt die Ammonstraße, das westliche Gleisfeld des Dresdner Hauptbahnhofs und die Nürnberger Straße/Nossener Brücke und ist ein wichtiges Bindeglied für die Verbindung vom Dresdner Stadtzentrum nach Dresden-Plauen. Leider wurde sie mit dem gleichen Spannstahl aus Hennigsdorf wie die Carolabrücke errichtet. Im östlichen Bereich der Brücke wurden an zwei Stellen im kritischen Bereich typische Schäden am Spannstahl festgestellt. Der Rest der Brücke (u. a. über den Bahnanlagen) ist weitgehend unauffällig. Mittlerweile ist dieser Brückenteil außer für Fußgänger und Radfahrer komplett gesperrt. Man will durch provisorische und dann dauerhafte Maßnahmen (Notstützen, Betonelemente oder ähnliche Konstruktionen) die Brücke noch ca. 10 Jahre nutzbar zu halten (kein sofortiger Neubau). Jetzt ist schließlich die Nossener Brücke dran, die in Stücken komplett erneuert wird. Rechts unten ist ein Monitoringsystem zu sehen, mit dem kontinuierlich Drahtbrüche und Risse im Spannstahl/Beton überwacht werden, um frühzeitig Gefahren zu erkennen.
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Wenige Meter, nachdem man vom Forststeig Elbsandstein kommend im Krippenbachtal die Grenze Richtung Böhmen überschritten hat, stößt man auf eine Felsenformation, die sich wunderbar zum Boofen eignet. Zu DDR-Zeiten muss das eine der abgelegensten Gegenden Tschechiens gewesen sein. Wie man sieht, haben hier viele Naturfreunde gecampt. Am Sandstein über der Boofe, der von Ruß geschwärzt ist, sieht man die lange Tradition. Daneben ein Stein mit Tafeln zur Erinnerung an verstorbene Bergkameraden. Alt sind sie aber nicht geworden. (Bilder oben) Einige Meter weiter talaufwärts befand sich die Königsmühle. Bereits im 16. Jahrhundert war hier eine Gastwirtschaft, führte doch damals eine viel befahrene Verbindung von Sachsen nach Böhmen durchs Krippenbachtal. Die Mühle hatte eine wechselhafte Geschichte, brannte ab, hatte eine große Bedeutung für die Forstwirtschaft. Mit dem Aufkommen des Tourismus Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier eine große und sehr beliebte Schankwirtschaft eingerichtet. Von alledem ist heute nichts mehr zu sehen. 1945, das Gebäude war nicht sehr alt, wurden die Einwohner vertrieben und niemand von den neuen Herren hatte Lust, hier zu leben, zumal die Verbindung zu Sachsen bis zum Beitritt von Tschechien zum Schengenraum geschlossen war. Heute ist hier auch kein richtiger Weg vorhanden, die alte Straße ist komplett weg, man geht ein ganzes Stück am Bach entlang durch Kraut und Wildnis. Die Mühle "verschwand" ebenfalls, nur ein paar Mauerreste und der angestaute See, der die Mühle speiste, blieb. 2022 war der Damm des Sees aber in einem miserablen Zustand, so dass man unterhalb des Dammes Schilder aufstellte, in der auf tschechisch davor gewarnt wurde, im Tal zu campen, weil der Damm jederzeit brechen konnte. An der Stelle, an der die Mühle stand, haben Liebhaber ein kleines Wasserrad hingestellt. Neben dem See eine Tafel, in der auf deutsch und tschechisch über Seee, Mühle und Molche informiert wird. Eine Besonderheit sind nämlich die Bergmolche, die dort leben. Gibt es nicht so häufig. Ich hatte damals einen gesehen. Bilder vom 10. Juni 2022
Ich werde heute und in den nächsten Tagen einige meiner Liebelingswanderwege in der Forststeigregion vorstellen. Heute eine Wanderung, bei der ich mein Auto in Maxdorf (Maxičky) abgestellt habe. Es ging dann zum Böhmischen Tor, hinter dem sich der Aufstieg zum Großen Zschirnstein auf sächsischer Seite befindet, den ich damals aber ausließ. Scharf links auf den Grenzweg abgebogen, auf dem über einige Kilometer der Forststeig verläuft. Für mich eine der schönsten und definitiv abgelegensten Strecken des Forststeigs Elbsandstein. Es ging bis zum Krippenbachtal, dann wieder links nach Böhmen, den Krippenbach auf böhmischer Seite wieder zurück nach Maxdorf. Hier nun der Grenzweg (links oben). An dem Pfeiler der deutschen demokratischen Grenzschilder befindet sich die gelbe Forststeigmarkierung. Rechts oben, der Krippenbach ist erreicht. Die Grenze nach Böhmen verläuft über den Steg. Links Böhmen, rechts Sachsen. Geht man, bevor es nach Böhmen abbiegt, noch ein Stück den Weg weiter, steht dort eine imposante Felswand. Die Wand gehört zu Böhmen, die Grenze verläuft unmittelbar davor (linksunten). An der Wand wachsen eigenartige Bäume, die den Eindruck vermitteln, als wäre hier ein Urwald. Dabei wurde lediglich vor Zeiten Samen in die Wand getragen, in der der der Baum wuchs und mit steigendem Gewicht in Schneckentempo abkippte, aber immer noch hält. Ist ja auch geschützt hier, Sturm ist hier kaum zu erwarten. Die Wanderung unternahm ich am 10. Juni 2022.
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Ich werde heute und in den nächsten Tagen einige meiner Liebelingswanderwege in der Forststeigregion vorstellen. Heute eine Wanderung, bei der ich mein Auto in Maxdorf (Maxičky) abgestellt habe. Es ging dann zum Böhmischen Tor, hinter dem sich der Aufstieg zum Großen Zschirnstein auf sächsischer Seite befindet, den ich damals aber ausließ. Scharf links auf den Grenzweg abgebogen, auf dem über einige Kilometer der Forststeig verläuft. Für mich eine der schönsten und definitiv abgelegensten Strecken des Forststeigs Elbsandstein. Es ging bis zum Krippenbachtal, dann wieder links nach Böhmen, den Krippenbach auf böhmischer Seite wieder zurück nach Maxdorf. Hier nun der Grenzweg (links oben). An dem Pfeiler der deutschen demokratischen Grenzschilder befindet sich die gelbe Forststeigmarkierung. Rechts oben, der Krippenbach ist erreicht. Die Grenze nach Böhmen verläuft über den Steg. Links Böhmen, rechts Sachsen. Geht man, bevor es nach Böhmen abbiegt, noch ein Stück den Weg weiter, steht dort eine imposante Felswand. Die Wand gehört zu Böhmen, die Grenze verläuft unmittelbar davor (linksunten). An der Wand wachsen eigenartige Bäume, die den Eindruck vermitteln, als wäre hier ein Urwald. Dabei wurde lediglich vor Zeiten Samen in die Wand getragen, in der der der Baum wuchs und mit steigendem Gewicht in Schneckentempo abkippte, aber immer noch hält. Ist ja auch geschützt hier, Sturm ist hier kaum zu erwarten. Die Wanderung unternahm ich am 10. Juni 2022.
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Und hier für Interessenten der konkrete Wegverlauf der Wanderung.
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Stille romantische Ecken im Großen Garten von Dresden. Der Große Garten hat so viele verschiedene Ecken. Das Sommerpalais, die vielen barocken Skulpturen, der Rhododendrongarten, der Dahliengarten, die vielen wunderbaren Blumenrabatten, Alleen, der Palaisteich, der Carolas mit Kahnfahrt, Spielplätze und Gastronomie, der Kaitzbach. der Mosaikbrunnen, die Parkeisenbahn, der Zoo und leider auch die VW-Investruine am Strassburger. Aber auch solche "einfachen" Stellen.
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