Denn Menschenrecht gilt auch digital. Wir engagieren uns für Betroffene von Online-Hass und die Demokratie im Netz. Unterstütze hier: hateaid.org/spenden
Aus aktuellem Anlass haben wir uns entschieden, X zu verlassen. Meinungsfreiheit und gewaltfreier Dialog sind für uns existentiell. Die letzten Monate haben gezeigt: Das ist hier nicht mehr möglich.
Wir unterstützen das nicht und gehen. Es ist Zeit, dass die Bundesregierung & Behörden folgen. Durch unsere Anwesenheit legitimieren wir diese Plattform. Es gibt Alternativen, auf denen Gespräche möglich sind und der Algorithmus Hass & Menschenverachtung nicht belohnt.
Unser Account wird stillgelegt, bleibt aber z. B. für Monitoring aktiv. Ihr könnt uns natürlich weiterhin erreichen, wenn ihr hier von digitaler Gewalt betroffen seid. Wir sind für euch da.
Achtung: Unsere Telefonsprechstunde dienstags findet nicht mehr statt. Am Donnerstag erreichen uns Betroffene digitaler Gewalt künftig 15 - 18 Uhr. Der Grund: Kürzungen im Haushalt und damit fehlende Ressourcen. So könnt ihr uns außerdem kontaktieren. ⬇️
Täglich Hass und Hetze. Viele möchten das nicht. Sie wünschen sich ein Netz, in dem konstruktive Debatten stattfinden und sich alle wohlfühlen. Junge Nutzende haben konkrete Vorstellungen davon, wie das ideale Internet aussehen könnte:
Quelle: Christina Seeger und Marlis Stubenvoll. Universität Klagenfurt. (2024). The Cosy Internet-Project: Wie wünschen sich Nutzer*innen digitale Diskussionsräume?
Auf Musk folgt Zuckerberg: „Freie Rede” statt Meinungsfreiheit. Meta kündigt Richtungswechsel bei Facebook und Instagram an. Das passiert, wenn der öffentliche Diskurs in den Händen von Konzernen liegt, die von Entscheidungen Einzelner abhängen. (1/2) spiegel.de/netzwelt/netzpoli…
Meinungsfreiheit endet dort, wo die Grundrechte Anderer verletzt werden. Community Guidelines und AGBs können leicht abgeändert werden. Diese Entwicklung zeigt, dass Regulierungen wie der DSA so wichtig sind. (2/2)
Unsere Klientin googelte ihren eigenen Namen. Was sie erwartete: Informationen zu ihrem neuen Job. Was sie fand: Intime Aufnahmen im Urlaub, beim Sex, in Unterwäsche. Für sie begann ein Albtraum. Denn: Google reagiert nur dann, wenn Betroffene die Inhalte immer wieder neu melden.
Das ist kein Einzelfall. Wir unterstützen zahlreiche Frauen, die auf ähnliche Weise betroffen sind. Zeit, die Verantwortung dorthin zurückzugeben, wo sie hingehört. Zu den Plattformen. Deshalb unterstützen wir die Abmahnung gegen Google.
Über ein Jahr gingen wir gemeinsam gegen die gestohlenen Aufnahmen vor. Sie wurden ständig neu veröffentlicht: auf zwielichtigen Websites, in frauenfeindlichen Foren – und reichweitenstark in den Suchergebnissen von Google. Eine enorme Belastung für unsere Klientin.
Freiheitsstrafe oder Geldstrafe – das droht nicht nur denen, die Morddrohungen auf Social Media posten, sondern auch denen, die solche Beiträge liken. Ein Daumen hoch kann als Zustimmung gewertet werden und damit rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
ALT Die Grafik zeigt einen Daumen hoch und drei Icons eines Richterhammers. Darunter steht: Ein Klick mit Folgen. Daumen hoch kann strafbar sein.
Gegen die Erinnerung: Gedenkstätten stärken mit ihrer Arbeit unsere Erinnerungskultur – und damit unsere offene Gesellschaft. Dafür werden sie immer häufiger digital angegriffen. Mehr im Interview mit J.-C. Wagner, Direktor der Gedenkstätte Buchenwald. #Wissenschaftsfeindlichkeit
Historische Chance verpasst: Die Ampel hat das Gesetz gegen digitale Gewalt verschleppt – der Gesetzentwurf wird vor der Wahl nicht mehr in den Bundestag eingebracht. HateAid fordert die zukünftige Regierung auf, das Gesetz zügig zu verabschieden. Mehr: hateaid.org/gesetz-gegen-dig…
Rechtliches Schlupfloch kommt teuer: Die Gerichte in DE haben entschieden, dass Datenanalyst Travis Brown in Irland gegen die Sperrung seines Accounts vorgehen müsste. Weil das teuer ist, müssen wir den Fall #FreeTravisFreeResearch leider aufgeben. (1/2)
Stattdessen wenden wir uns an die EU: Wir fordern, dass Betroffene Plattformen an ihrem Wohnsitz verklagen können. Die EU muss gewährleisten, dass Nutzerrechte nicht nur bestehen, sondern auch unter zumutbaren Bedingungen durchgesetzt werden können. (2/2)