BREAKING NIUS: Ein Foto wird innerhalb von Stunden zum Politikum, weil es zeigt, was nicht sein darf. CDU-Fraktionschef Guido Heuer kumpelhaft mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Hand auf Hand, die andere Hand an der Schulter, ein Augenblick des normalen Umgangs in einer Demokratie. Nun wird das Bild von der CDU damit erklärt, dass Heuer angeblich nicht an das zweite Mikro rankam, das nur eine Armlänge entfernt stand: „Das Foto ist entstanden, weil es nur zwei Mikrofone gab und ich bei einer Falschaussage von Herrn Siegmund intervenieren musste. Ich habe Herrn Siegmund das Mikrofon aus der Hand genommen, und dabei ist diese unglückliche Aufnahme entstanden. Das war allerdings keine Kumpelei, sondern politische Konfrontation."
Es ist das Prinzip Aktuelle Kamera: Den Menschen etwas einreden wollen, obwohl sie mit ihren eigenen Augen das Gegenteil sehen können. An solchen Momenten und Methoden zerbrechen Ideologien.
Ein mutiger Moment, der das Land verändern könnte. Guido Heuer, Fraktionschef der CDU in Sachsen-Anhalt, zeigt auf einer Wahlkampfveranstaltung Schulter an Schulter mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund demonstrativ, was er von der Brandmauer hält: gar nichts. Heuer ruft: "Das ist keine Brandmauer. Hört doch mal auf!“ Das Foto erscheint pünktlich zum heutigen Wahlparteitag der CDU in Sachsen-Anhalt, bei dem Friedrich Merz schon gar nicht mehr auftritt. Offenkundig glaubt die eigene Partei dem Kanzler nicht mehr, dass die AfD - wie Merz kürzlich behauptet hat - in der Tradition des Holocaust stehen würde. Der Osten wird im September die herrschenden Verhältnisse wegwählen und wegfegen.
Foto: Christian Schroedter