Ich freue mich sehr über den „Goldenen Schuster“, den ich von der KulturSchusterei in Barmstedt erhalten habe.
Die KulturSchusterei ist ein wunderbarer Ort. Ein privat geführtes Theater, entstanden aus dem ehemaligen Saturn-Kino, mit einem familiären Ambiente und einer Leidenschaft für Kunst, die man heute leider nicht mehr überall findet.
Besonders bedanken möchte ich mich bei Matthias Grütz, dem Kopf hinter der KulturSchusterei.
Matthias und ich ticken politisch in vielen Dingen unterschiedlich. Umso mehr schätze ich ihn. Denn er gehört zu den Menschen, die verstanden haben, dass Kunstfreiheit nicht bedeutet, nur die Künstler auftreten zu lassen, die die eigene Meinung vertreten.
Als ich vor einigen Jahren erstmals nach Barmstedt kam, wurde vor mir gewarnt. Manche wollten verhindern, dass ich dort überhaupt auftrete. Es wurde zum Boykott aufgerufen, und die üblichen Verdächtigen erklärten den Leuten, warum sie bloß nicht zu einer "Kay Ray Show" gehen sollten.
Das Ergebnis kennen wir heute: volle Häuser, großartige Abende und jede Menge lachende Menschen.
Matthias hat sich nie einschüchtern lassen. Er hat durchgehalten. Nicht, weil er musste, sondern weil er an etwas glaubt, das heute leider selten geworden ist: dass freie Kunst auch die Kunst sein muss, die einem persönlich vielleicht nicht gefällt.
Dass ich nun ausgerechnet von diesem Haus und von diesem Mann den „Goldenen Schuster“ bekomme, bedeutet mir deshalb sehr viel.
Für mich ist dieser Preis nicht nur eine Auszeichnung. Er ist auch ein Zeichen dafür, dass sich Toleranz am Ende gegen Intoleranz durchsetzen kann. Und vielleicht ist er sogar ein kleiner Schlag ins Gesicht all jener, die Künstlern am liebsten die Bühne wegnehmen würden, weil ihnen deren Meinung nicht passt.
Danke an Matthias Grütz.
Danke an die KulturSchusterei.
Und danke an das wunderbare Publikum in Barmstedt.
Ich freue mich auf viele weitere Abende mit Euch.
Herzlichst Ihr Kay Ray ❤️❤️❤️