Wer, wie die AfD, in Putins Russland das Vorbild für Deutschland sieht, ignoriert die Realität (das ist jetzt nicht das, was weidel euch jeden Tag vorlügt):
25 Jahre Machtkonzentration ohne echte Reformen, eine winzige Oligarchen-Clique (das wäre dann im Oblast Deutschland die weidel-höcke-Clique) mit enormem Reichtum bei stagnierender Breite der Gesellschaft, explodierende Lebenshaltungskosten für Normalbürger (das seid ihr, mit einem IQ unterhalb Raumtemperatur) und eine Führung, die das Land wie eine eroberte Kolonie behandelt – nur effizienter, als jeder externe Feind es könnte.
Liebe AfD- und BSW-Wähler, und alle, die nachts nicht schlafen können, weil Deutschland so schrecklich kaputt ist und nur noch einer helfen kann: Putin. Der starke Mann. Der Retter. Der, der endlich Ordnung schafft, von Wladiwostok bis – nun ja, träumen darf man ja – bis Lissabon.
Ich habe heute etwas für euch. Ein Geschenk. Einen Text, frisch aus der russischen Staatsduma. Verfasst nicht von einem westlichen Hetzmedium, nicht von Selenskyjs Propagandaapparat, nicht von irgendwelchen Altparteien-Lakaien. Sondern von Markhaew, Kommunist der KPRF, Abgeordneter im russischen Parlament. Ein Mann des Systems. Ein Freund des Systems, könnte man sagen - so wie ihr.
Und er schreibt – haltet euch fest – folgendes über euer Traumland: 35 Jahre Putin, keine einzige erfolgreiche Reform. 155 Milliardäre mit zusammen 700 Milliarden Dollar. Eine Rentnerin mit 22.000 Rubel Rente zahlt 12.000 davon für Nebenkosten. Tarife in 25 Jahren um 366 Prozent gestiegen. Präsidialanordnungen zur Dämpfung? Zu 99 Prozent Makulatur.
Aber das Schönste kommt noch. Markhaew fragt: Was würde ein äußerer Feind tun, wenn er Russland besetzt? Ressourcen plündern, Industrie ausbluten, Tarife erhöhen, Paläste bauen. Und dann antwortet er sich selbst: Eine Invasion fand nicht statt. Die eigene Führung hat das erledigt – effizienter als jeder Aggressor.
Er meint das als Kritik. Ich lese es als Betriebsanleitung. Denn genau das ist das Modell, das eure Moskau-Pilger so bewundern und das sie – mit eurer Unterstützung – gerne nach Deutschland importieren würden.
Und jetzt der kleine Zusatz, speziell für jene, die in der DDR aufgewachsen sind und sich heute nach „sowas Ähnlichem, nur besser” sehnen: Selbst Markhaew – Kommunist, Systemmann, Duma-Abgeordneter – ruft nicht nach einer Rückkehr zum Sozialismus. Er ruft die Herrschenden auf, „zur Vernunft zu kommen”, bevor das Land explodiert. Nicht mal er will dahin, wo ihr hinwollt. Er weiß nämlich, wie das ausgeht.
Ihr wollt gerettet werden. Dann schnell hin, bevor die nächste Revolution alles zerschlägt.