Author of Jud Süß, das lange Leben eines Propagandafilms (2022), and Du bleibst da: ein Abschied (2024)

Joined August 2009
2,032 Photos and videos
Bill Niven retweeted
"The return of metaphysics: Hegel vs Kant German Idealism and the fate of philosophy." By Robert Pippin. iai.tv/articles/the-return-o…
21
144
5,442
Bill Niven retweeted
Elisabeth Abegg, a brave German teacher who openly opposed the Nazis, saved over 80 Jews by hiding them in her Berlin apartment throughout the war. Honoured as Righteous Among the Nations in 1967:
20
377
2,069
12,674
Bill Niven retweeted
Kohn wird in Moskau verhaftet. Der Richter fragt: “Angeklagter, warum haben Sie versucht, das Land zu verlassen?” Der Mann antwortet: “Aus zwei Gründen. Der erste: Mein Nachbar kommt jeden Abend betrunken nach Hause und sagt, wenn die Sowjetunion untergeht, werden die Juden daran schuld sein.” Der Richter: “Aber die Sowjetunion wird nicht untergehen.” Der Mann: “Das ist der zweite Grund.“
8
61
728
62,674
Bill Niven retweeted
Wenn es eine Israelin in Köln wagt, über die Bedrohung jüdischen Lebens zu sprechen, wird sie kurzerhand ausgeladen. Was ist bloß in Köln los? Die COMEDIA in Köln hat entschieden, eine Veranstaltung der phil.COLOGNE mit der Autorin Mirna Funk kurzfristig nicht im eigenen Haus stattfinden zu lassen. Zur Begründung wurde erklärt, mehrere Äußerungen Funks seien pauschalisierend und diskriminierend. Als Beispiel wurde unter anderem eine frühere Aussage angeführt, in der Funk davon sprach, dass die größte Gefahr für die jüdische Community derzeit von in Deutschland lebenden Arabern, Türken und deren Sympathisanten ausgehe. Mit großer Empörung und Fassungslosigkeit habe ich von dieser Entscheidung erfahren. Ich halte diese Entscheidung für einen skandalösen Vorgang und für einen Akt offener Diskriminierung gegen eine Frau, die öffentlich ausspricht, was derzeit in jüdischen Gemeinden – nicht nur in Deutschland – tagtäglich erlebt wird: dass Judenhass, Bedrohung und Gewalt heute in erheblichem Maße aus einem kulturellen Milieu kommen, das islamisch geprägt ist. Mirna Funk hat beschrieben, was sie bewegt, was sie besorgt und was sie bedroht. Dafür wird sie nun faktisch bestraft. Sie wird ausgeladen, weil sie etwas ausspricht, das der COMEDIA offenbar nicht gefällt. Glauben die Leute, die Mirna Funk ausgeladen haben, wirklich, Mirna Funk gefalle es, sich ständig Sorgen um ihre Sicherheit machen zu müssen? Glauben sie wirklich, es sei angenehm, als Jüdin immer wieder mit offenem, mörderischem Judenhass konfrontiert zu sein? Niemand sucht sich diese Realität freiwillig aus. Aber viele jüdische Menschen erleben sie derzeit täglich. Und nun geschieht etwas, das ich für besonders erschütternd halte: Ein Theater beschließt nicht etwa, sich schützend vor eine bedrohte Stimme der jüdischen Community zu stellen, sondern lädt diese Stimme aus, weil sie über die Bedrohung spricht. Damit ist eine neue Grenze überschritten. Hier geht es nicht mehr um einen „offenen Debattenraum“, von dem öffentlich gesprochen wird. Hier geht es um die aktive Herabsetzung einer jüdischen Frau, die ihre Erfahrungen und ihre Ängste artikuliert. Wer eine Israelin sanktioniert, weil sie über antisemitische Bedrohungen spricht, beteiligt sich an der gesellschaftlichen Ausgrenzung der Betroffenen. Das ist kein Beitrag gegen Diskriminierung. Das ist Diskriminierung. Ich bin seit über einem Vierteljahrhundert in der Kölner Theaterszene tätig. Ich habe Inszenierungen wie „Bruder Eichmann“ oder „Der Stellvertreter“ gesehen, in denen klar artikuliert wurde, dass das Christentum Verantwortung oder Mitverantwortung für die Verfolgung von Juden getragen hat. Es wurden Stücke gezeigt, in denen deutlich benannt wurde, aus welchen kulturellen und gesellschaftlichen Hintergründen der Hass auf Juden kam – ob aus dem Christentum oder aus Deutschland selbst. Nie wäre jemand auf die Idee gekommen, diese Stücke auszuladen, weil sie kulturelle oder religiöse Ursachen von Judenhass benennen. Wenn heute jedoch jemand ausspricht, dass auch der Islam und die arabische Kultur, in der sich der Islam ausgebreitet hat, Verantwortung tragen – vielleicht sogar derzeit die Hauptverantwortung – für die massive Bedrohung jüdischen Lebens, dann soll darüber plötzlich nicht mehr gesprochen werden dürfen. Wer nicht hören will, was offenkundig ist, wer verhindern will, dass darüber gesprochen wird, macht sich schuldig: des Wegsehens, des Verharmlosens und letztlich auch des Ermöglichens. Denn gesellschaftliches Schweigen schützt niemals die Bedrohten, sondern immer diejenigen, die bedrohen. Als Mitglied der Theatergemeinde in Köln empfinde ich diese Entscheidung als beschämend. Ein Theater sollte ein Ort der Freiheit, der Debatte und auch der Zumutung sein. Stattdessen demonstriert die COMEDIA, dass bestimmte Erfahrungen und bestimmte jüdische Stimmen offenbar unerwünscht sind, sobald sie nicht in ein ideologisch bequemes Weltbild passen. ksta.de/kultur-medien/phil-c…
65
269
1,010
14,443
Bill Niven retweeted
In der Geschichte der Phil-Cologne sei das ein einmaliger Vorgang, „der unserem Verständnis eines kontroversen, aber offenen Debattenraumes diametral entgegensteht“, sagt die Festivalleitung. ksta.de/kultur-medien/phil-c…
10
10
30
8,029
Bill Niven retweeted
Safe to say the Tartan Army were impressed by this Boston officer's keepie-uppie skills 😅👮
264
1,903
22,670
1,896,088
Bill Niven retweeted
Igor Levit hat nach dem 7. Oktober 90 Prozent seiner (linken) Freunde/sozialen Kontakte verloren. That tells a lot
147
206
1,361
48,818
Bill Niven retweeted
„Den Sinn des Lebens weiß keiner so genau. Aber es hat jedenfalls wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.“ #AusGruenden - Peter Ustinov
5
38
149
3,137
Bill Niven retweeted
Moroccan Jewish women wearing traditional jewelry. Jean Besancenot, 1934. Talaint, Morocco.
10
124
795
18,546
Bill Niven retweeted
Jun 13
„Die Kunst des Träumens ist schwer, denn sie ist eine Kunst der Passivität, in der wir unser Bemühen darauf konzentrieren, uns nicht zu bemühen." Gute Nacht mit Fernando Pessoa
2
21
91
1,158
I got criticized for changing my mind. But that’s what’s great about the mind. You can change it without replacing it. It’s not a hip. So saying you shouldn’t change your mind is denying you the right to do what your mind is there for: exercising the power of reconsideration.
60
Kindertransport Memorial, Hamburg Dammtor
4
19
571
Beängstigend
4
563
Bill Niven retweeted
Das "rot-braune Phänomen". Eva Illouz im Perlentaucher über die Annäherung der "antizionistischen" Linken an den Faschismus. perlentaucher.de/interventio…
2
3
18
3,183
Bill Niven retweeted
Ein Zeitgenosse der Romantiker war er. Aber hatte Arthur Schopenhauer mit der Romantik auch etwas am Hut? Eine Frankfurter Ausstellung schafft Klarheit. faz.net/aktuell/feuilleton/k…
4
7
1,799
Bill Niven retweeted
Will Europe Save Hamas in Gaza? I recently met with a high-ranking European official from a country deeply involved in the Israel and Palestine file to discuss Gaza’s future and immediate options for relieving civilians trapped under Hamas’s grip. I presented a simple proposal: create safe zones across the "Yellow Line" into the Israel‑controlled green zone and support new, organized, secure, Hamas‑free communities where Gazans could finally begin rebuilding their lives. Whether the issue is humane living conditions, deradicalization, education, healthcare, or shielding civilians from both Hamas or Israeli strikes, the green zone is the only place where meaningful action is possible. Instead of engaging, the official launched into a long monologue about their country’s contributions to the Palestinian Authority, UNRWA, and other institutions, all while insisting on their own “humility” as a faraway European nation. Then came the truly alarming part: a casual normalization of Hamas. The official proudly described how easy it had been to work with Hamas before October 7, praising the group for providing “excellent security” and being “easier to work with than others.” What they called pragmatism was, in reality, a twenty‑year pattern of enabling a violent terrorist organization responsible for immense civilian suffering. When I explained that any Hamas‑free zones would require vetting at the Yellow Line to prevent weapons or operatives from entering, the official reacted with shock. “This vetting would violate international law,” they repeated, insisting that their country could not fund projects with any checks on who enters. I noted the absurdity: I had undergone extensive vetting just to enter their country, and even this building, yet they believed Hamas fighters should be able to walk into new civilian safe zones unimpeded. Their only response was vague appeals to “international law,” which, in their interpretation, seems to require allowing terrorists to hide among civilians. The meeting ended on an even more surreal note. When the official asked what would happen to Hamas fighters left in the red zone, I said I didn’t care; they could fight the Israeli military on their own all they wanted once they no longer held two million civilians hostage. The official lamented that “this isn’t the old American West” and expressed concern for what would happen to Hamas without human shields. Disgust doesn’t begin to describe my feelings and reactions. I left convinced of something long suspected: Hamas’s twenty‑year rule was sustained not only by its own brutality but by an ecosystem of NGOs, donor nations, Western European governments, journalists, academics, activists, lawyers, and even self‑styled human‑rights defenders who normalized Hamas, treated it as a legitimate authority, or tolerated its abuses because their hostility toward Israel outweighed their concern for Gazans.
123
726
1,841
151,070