Fabian Reese. Einer, der nach Berlin gepasst hat, wie vielleicht noch Marcelinho, Pantelic oder Kiraly. Ein Typ. Ein Star. Aber auch ein Anführer, ein bemerkenswerter Fußballer, Motivator und letztlich Kapitän. Er wurde hier zum Helden. Nur ohne zählbaren Erfolg. Den Aufstieg hat er in zahllosen Interviews heraufbeschworen. Aber man steigt eben nicht am Mikrofon auf. Er wollte mehr. Mit Hertha. Notfalls ohne. Und das ist okay. Er hat sich drei Mal für Hertha entschieden. Klar, wer sich als Sohn dieser Stadt inszeniert, ohne Not, der muss nun ein wenig Wut, Häme oder Enttäuschung ertragen. Das wird er verstehen. Aber zur Wahrheit gehört auch: wir können uns diesen Star nicht mehr leisten. Und das ist nicht seine Schuld. Das haben andere zu verantworten. Wolfsburg ist zwar ebenfalls zweitklassig, aber eben eine komfortable Lösung für sein Privatleben. Und sportlich ambitioniert. Was wir, wenn wir ehrlich sind, schon lange nicht mehr sind. In diesem Sinne, mit gemischten Gefühlen, aber auch Dankbarkeit: Mach’s gut, Fabi.
#HaHoHe