Die Pandemie, von der niemand spricht:
Kinder und Jugendliche, die täglich die Zeit eines Arbeitstages vor dem Smartphone oder Tablet verbringen.
Unbeaufsichtigte WhatsApp-Gruppen in der vierten Klasse, inkl. Mobbing.
Eltern, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass wenigstens die Schule ein Schutzraum vor Social Media und TikTok ist.
Gestern sah ich wieder ein Kind im Buggy, mit Schnuller, mit iPhone.
Schule kann nicht alles leisten, wir erwarten aber immer mehr von ihr.
Ich war kürzlich beim Tag der offenen Tür einer meiner Kunden, habe mit Pädagog:innen, Erzieher:innen, Schulsozialarbeiterinnen, Kräften vom Jugendamt, ... geredet, in allen erdenklichen SGB VIII Maßnahmen, Betreutes Wonnen, Tagesgruppen, Intensiv-Tagesgruppen, SSA, stundenlang.
Gefragt nach dem größten Problem unserer Zeit, was die psychische Gesundheit unserer Kinder gefährdet, alles nach unten zieht, war die Antwort eindeutig, überragend geradezu:
Medienkonsum. Handy. Social Media.
Ich glaube nicht, das sage ich auch als Vater einer Elfjährigen, dass es ausreicht, immer nur zu fragen, was in der Schule schiefläuft.
Ohne Eltern, die ihrer Verantwortung gerecht werden, wird Schule alleine das nicht schaffen.
Kinder, die nach der Schule praktisch ihr gesamtes Leben im Internet verbringen:
Das ist die Pandemie, die keiner sieht.