Buchhändlerin, Redakteurin. Themen: Bildung, Literatur, Geschichte, Soziologie, Pflege, Betreuung, Garten und Landschaft (Fotographie)

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5 Oct 2025
Trauern ist der Preis, den wir zahlen, wenn wir den Mut haben, andere zu lieben. Mein Ältester ist 24jährig nach kurzer, schwerer Krankheit gut begleitet u. verabschiedet von uns friedlich eingeschlafen. Das Foto entstand beim letzten Urlaub am Meer (Ausflug nach Norderney).
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Zu sensibel für Kinder. Zeitgeistiges am Sonntagmorgen.
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Ich bin hochsensibel, deshalb wurde die Kinderfrage zur schwersten Entscheidung meines Lebens to.welt.de/YzYx1Lo
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Die großen Schauspieler sind alle auf dem Friedhof und die lebenden sind nichts
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Replying to @janaviktoriana
Man lehrt #GenZ die vorigen Generationen zu verachten. Das steht in den Schulen auf dem Programm. Dort sieht es nämlich genau so aus. Eltern kommen ihrer Erziehungspflicht zum „Benehmen im öffentlichen Raum“ nicht nach.
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Ich war dieser Tage beruflich an der Technischen Universität Berlin und fragte mich: Wie konnte man den Verfall eines derart geschichtsträchtigen Gebäudes so weit kommen lassen? Auf der Toilette steht ein Anti-AfD-Eimer – politische Botschaften scheinen also ihren Platz zu haben. Doch entlang einer wunderschönen Jugendstiltreppe zieht sich Graffiti, die schweren Flügeltüren wirken heruntergekommen, und ganze Gebäudeteile machen den Eindruck, als stünden sie kurz vor dem Abriss. Dabei stammt dieser Campus aus der Zeit der einstigen Königlich Technischen Hochschule. Gerade ein solcher Ort sollte Respekt vor Architektur und Geschichte ausstrahlen. Stattdessen wirkt vieles verwahrlost. Selbst einen Platz zum Hinsetzen musste ich suchen, weil mir vieles schlicht dreckig vorkam. Man muss keine Monarchie zurückwollen, um sich zu fragen, ob an unseren Universitäten nicht etwas verloren gegangen ist. Es fehlt die Wertschätzung für Schönheit, Ordnung und der sorgsame Umgang mit dem, was frühere Generationen geschaffen haben.
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Laubengang
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Ich habe bei dieser Veranstaltung in der ersten Reihe gesessen und das ist vermutlich mein Hinterkopf 👇 Das grüne und das rote Mikrofon gingen abwechselnd nicht vernünftig, und es wurde daher nur eins benutzt. Die beiden sind locker miteinander umgegangen (so wie mit den anderen Teilnehmern auch, einschließlich der von SPD und Grünen), aber keinesfalls verkumpelt, wie es das Bild glauben machen könnte. Den Satz aus dem @cdulsa-Statement hat @GuidoHeuer an einer Stelle wörtlich so von der Bühne herunter gesagt. Und in der gezeigten Szene ist er @UlrichSiegmund tatsächlich ins Wort gefallen, wozu er sich das Mikrofon gegriffen hat.
Wenn man bei der CDU in Sachsen-Anhalt nachfragt, wie dieses Foto entstehen konnte, das den CDU-Fraktionsvorsitzenden Guido Heuer und den AfD-Spitzenkandidaten @UlrichSiegmund zeigt, bekommt man folgendes Statement: „Das Foto ist entstanden, weil es nur zwei Mikrofone gab und ich bei einer Falschaussage von Herrn Siegmund intervenieren musste. Ich habe Herrn Siegmund das Mikrofon aus der Hand genommen, und dabei ist diese unglückliche Aufnahme entstanden. Das war allerdings keine Kumpelei, sondern politische Konfrontation. Das Wort ‚Brandmauer‘ habe ich noch nie genutzt. Für mich gilt der Fraktionsbeschluss: ‚Abgrenzen, aber nicht ausgrenzen‘.“ Ich lasse das mal so stehen … (Fotograf: Christian Schroedter)
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Das ist kein Milchshake.😌
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Wer verstehen möchte, wie salonfähig eine radikal neulinke und anti-weiße Haltung im Westen geworden ist, und wie sie Gesellschaften von innen heraus zerstört, sollte sich mit der Journalistin und Universitätsprofessorin Dr. Stacey Patton auseinandersetzen. Patton, die an der Howard University Journalismus lehrt, erlangte jüngst Bekanntheit wegen eines Artikel über die Ermordung des 17-jährigen Austin Metcalf durch Karmelo Anthony. Darauf komme ich gleich zu sprechen. Der Fall Anthony/Metcalf hatte im April 2025 für großes Aufsehen gesorgt: Während eines Leichtathletik-Wettbewerbs in Texas erstach der schwarze Karmelo Anthony auf einer Zuschauertribüne den weißen Austin Metcalf. Zuvor hatte Metcalf Anthony aufgefordert, den für seine Schule reservierten Platz zu verlassen. Anthony behauptete, aus Notwehr gehandelt zu haben. Diese Darstellung wurde jedoch vor Gericht widerlegt. Eine umfassende Zeugenbefragung ergab, dass Anthony selbst der Aggressor gewesen war. Vor wenigen Tagen wurde das Urteil verkündet: Karmelo Anthony wurde zu 35 Jahren Haft verurteilt. Daraufhin kam es vor dem Gerichtsgebäude zu Protesten von »Black Lives Matter«-Aktivisten und Anhängern der »Black Panthers«. Die Demonstranten forderten die Freilassung des Täters, trugen Plakate mit der Aufschrift »Free Karmelo«, verhöhnten die Familie des Opfers, behaupteten, Anthony hätte auch Austins Bruder töten sollen, und drohten mit Rassenkrieg. Am Tag der Urteilsverkündung veröffentlichte die eingangs erwähnte Journalismus-Professorin Stacey Patton auf ihrem Substack-Kanal einen Beitrag, der aufhorchen lässt: Darin vertritt sie die These, der Vater des ermordeten Austin Metcalf sei für den Tod seines Sohnes (mit)verantwortlich, weil er ihn nicht gelehrt habe, dass »schwarze Jungs Grenzen haben«. Patton stellt den Tod Metcalfs nicht als direkte Folge des Messerstichs dar, sondern als Konsequenz daraus, dass der weiße Junge »die Grenzen des schwarzen Jungen nicht respektiert« und versucht habe, »weiße Kontrolle« über den »Körper des Schwarzen« auszuüben. Ich erfinde das nicht, das steht dort wirklich, und zwar (besonders zynisch!) als Brief an den Vater des Verstorbenen verfasst, mitsamt des unglaublichen Satzes: »Your Son Is Dead Because You Failed to Teach Him That Black Boys Have Boundaries.« Patton interpretiert Jeff Metcalfs Beschreibung seines Sohnes als echten Kämpfer (»true warrior«), der gerne jagen und fischen ging, als Hinweis auf eine toxische weiße Männlichkeitserziehung: »In your own memorial language, you told us about the kind of white boyhood Austin was raised inside. It was a boyhood steeped in conquest language, hunting rituals, warrior fantasies, masculine toughness, and the romance of force«, also: »Mit deinen eigenen Worten der Erinnerung hast du uns von der Art weißer Jungenkindheit erzählt, in der Austin aufgewachsen ist. Es war eine Jungenkindheit, die von der Sprache der Eroberung, Jagdritualen, Kriegerfantasien, männlicher Härte und der Romantik der Gewalt durchdrungen war.« Wer das alles nachlesen will, wird hier fündig: drstaceypatton1865.substack.… Dann googlet man weiter und erfährt, dass der ermordete »Turning Point«-Konservative Charlie Kirk Patton bereits 2024 auf eine »Professor Watchlist« gesetzt hatte, weil diese in Vorlesungen gegen jedwede konservative Positionen agitiert hatte. Daraufhin habe die Frau Hass und Online-Drohungen erhalten. Nachdem Kirk ermordet worden war, bezeichnete ihn Patton als »hasserfüllten Rassisten« und schrieb, Kirks habe nun dafür bezahlt, dass er erschossene Menschen als »Preis für Waffenfreiheit« gelabelt hatte. Das klingt alles Wahnsinn? Patton lehrt nicht nur jungen Journalismusstudenten das Handwerk, sondern ist selbst angesehene Publizistin, die neben großer Social-Media-Reichweite (50k auf Substack, 300k auf Facebook) bereits für BBC, »New York Times«, »Washington Post« und »Al Jazeera« geschrieben hat. Diese Weltanschauungen sind pathologisch und legen Zeugnis darüber ab, dass unsere liberale Gesellschaften inzwischen massive Probleme haben, die nicht von außen kommen, sondern von innen heraus erwachsen.
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Ex-Minister Hubertus Heil wollte partout nicht sagen, warum er Mio. Arbeitnehmer mit 3G drangsalierte, obwohl Pfizer, EMA und RKI Fremdschutz verneinten. Mit Hilfe der Vorsitzenden @FHoppermann illustrierte Heil erneut, dass die SPD keine Arbeitnehmerpartei ist. Hintergrund: Heil hätte einräumen können, dass er 3G am Arbeitsplatz nur zur Erhöhung des Impfdrucks wollte. Als er sah, dass viele tapfer widerstanden, forderte er die allgemeine Impfpflicht: augsburger-allgemeine.de/pol… Statt dessen unterstellte er mir zwei Fragen, obwohl ich nur eine gestellt hatte, lenkte mit Begriffen wie Federführung vom Thema ab und bezog sich zur Krönung auf die ihm unterstehende BAuA. Sie ist für Infektionsschutz nicht zuständig und hat zu SARS-Cov2 nicht geforscht, sondern dem BMAS bei der Umsetzung des politisch geforderten Wahnsinns assistiert. Gestern ging es in der Sitzung um Arbeitnehmer, Heimbewohner und ähnliche Gruppen, die von der Regierung besonders schlecht behandelt wurden. Hierzu folgt eine ausführliche Sendung mit allen Links.
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Waldidylle in #Brandenburg. Mit allergrößter Regelmäßigkeit ist der Wald am Rande unseres Dorfes Müllabladestelle. Die Gemeinde entsorgt, wir Steuerzahler zahlen. Noch nie habe ich von erfolgreicher Ermittlung der Täter gehört. Ich hasse dieses Pack.
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Knallvoll.🐝
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Erst wird ein Mitarbeiter des Bremer Jobcenters nach einer TV-Doku entlassen, jetzt muss der Geschäftsführer gehen. Er hatte eine Million Euro für Möbel ausgegeben. trib.al/nVy4vJV
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Die böse KI ist schuld! Alles nicht echt.😆🤣
Wenn man bei der CDU in Sachsen-Anhalt nachfragt, wie dieses Foto entstehen konnte, das den CDU-Fraktionsvorsitzenden Guido Heuer und den AfD-Spitzenkandidaten @UlrichSiegmund zeigt, bekommt man folgendes Statement: „Das Foto ist entstanden, weil es nur zwei Mikrofone gab und ich bei einer Falschaussage von Herrn Siegmund intervenieren musste. Ich habe Herrn Siegmund das Mikrofon aus der Hand genommen, und dabei ist diese unglückliche Aufnahme entstanden. Das war allerdings keine Kumpelei, sondern politische Konfrontation. Das Wort ‚Brandmauer‘ habe ich noch nie genutzt. Für mich gilt der Fraktionsbeschluss: ‚Abgrenzen, aber nicht ausgrenzen‘.“ Ich lasse das mal so stehen … (Fotograf: Christian Schroedter)
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„Faulheit gepaart mit Ehrgeiz ergibt Skrupellosigkeit, deshalb bedienen sich gerade in der Politik viele Textproduzenten der Maschine, wenn sie selbst zu wenig gelesen haben, um so etwas wie einen eigenen Sprachstil zu entwickeln.“ Es ist… @ntvde n-tv.de/politik/politik_wied…
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Auf den Punkt!👇
Die vergangene Woche sollte wirklich jeden Menschen nachdenklich machen, ob die heilige Erinnerungskultur an NS- und Holocaustopfer im Jahr 2026 nicht vollständig pervertiert ist, ein massives Glaubwürdigkeitsproblem hat und zur reinen Selbstdarstellungsposse verkommen ist. Zuerst wurde bekannt, dass Mario Voigts Gedenkrede im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald vollständig KI-generiert war. Voigt, CDU-Ministerpräsident in Thüringen, dessen Partei bei jeder Gelegenheit mantrahaft betont, wie wichtig ihr das Gedenken an die ermordeten Juden ist, formulierte im Nachgang nicht mal ein Dementi, sondern nur Durchhalteparolen: Behörden nutzten eben KI, im Jahr 2026, bla bla bla. Konsequenzen blieben aus, ein Rücktritt ebenso. Aber ich will festhalten: Da hat sich ein CDU-Landesvater eine Rede für sein heiligstes Anliegen und tote Menschen von einer Maschine tackern lassen. Wenige Tage später wurde bekannt, dass Stephan-Andreas Casdorff beim »Tagesspiegel« gegangen wurde, weil er Meinungstexte mit KI erstellt hatte. Casdorff ist nicht irgendwer, sondern ein publizistisches Schwergewicht, ehemaliger Chefredakteur und Kuratoriumsvorsitzender des »Deutschen Freundeskreises Yad Vashem«, der erst kürzlich in einem Kommentar für ein Bildungszentrum im Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland geworben hatte. Welche Texte beim »Tagesspiegel« genau den Ausschlag für die Trennung gaben, bleibt offen, aber würde mich doch sehr interessieren. Und auch bei Casdorff stellte sich bei mir beim Lesen der Nachricht schon wieder direkt ein Unbehagen ein, weil es bedeuten könnte, dass moralische Überhöhung in geschichtspolitischen Kommentaren auf slop-verdächtige KI-Inhalte trifft, was nicht nur unglaubwürdig ist, sondern auch unverschämt. Die Fälle von Voigt und Casdorff folgen auf die Affäre um den Antisemitismusbeauftragten in Brandenburg Andreas Büttner, dessen Haus angezündet und mit »Hamas-Dreiecken« markiert wurde – allerdings nicht von radikalen Muslimen, sondern von Geschäftspartnern, die ihr ganzes Leben in der politischen Bildungsarbeit und im NGO-Komplex aktiv waren. Und die nach der Tat in Chatnachrichten darüber spekuliert haben, was es bedeuten würde, wenn der Antisemitismus-Czar Büttner bekannter würde. Opfer von antisemitisch motivierter Gewalt zu werden bedeutet in der Logik der Attentäter also einen Zuwachs an Bekanntheit, die sich aus Betroffenheit speist und hinter der immer die Frage steht: Wer ist der Primus, wenn es um Gedenken und real erfahrene Gewalt geht? Es ist, so hart muss ich es leider sagen, die schuldkultig-bundesrepublikanische Variante einer Opferolympiade, die gerade liberalkonservative Stimmen gerne (zurecht) bei progressiven Woken kritisieren. Die Fälle Voigt und Casdorff sind für mich deshalb auch keine »KI-Skandale« – und der von Büttner natürlich kein Fall von Antisemitismus, sondern vielmehr einer von Anti-Antisemitismus. Sie offenbaren in ihrer Gesamtheit den Verlust von Anstand und Kredibilität von denjenigen, die sich »Kampf gegen Antisemitismus« immer wieder wie ein Abzeichen ans Revers heften. Nebenbei leisten sie dem Kampf gegen Antisemitismus einen Bärendienst, weil sie zurecht den Verdacht nähren, dass in bastardmodernen Zeiten der Kampf gegen Judenhass und das ritualisierte Gedenken sich verselbstständigt haben und nur noch eine Fassade sind, hinter der sich jeder Otto an einer Art erinnerungskulturellen Weltmeisterschaft beteiligt, bei der jeder den anderen an Betroffenheit und Reichweite überbieten will, sich aber nicht mal mehr Mühe für eigene Reden oder Kommentare macht. In Wahrheit lechzen Publizisten, Politiker, NGO-Geschäftsleute nach Sprecherposition und Sichtbarkeit, und nutzen NS-Regime und deutsche Geschichte für jeden Funken Anerkennung im immer währenden Kampf, womit sie übrigens auch jedes echte, intime Gedenken, jeden persönlichen Anstand und jede ernsthafte Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit (die es braucht) torpedieren. Parallel fotografiert sich Hendrik Wüst in Auschwitz für Social-Media-Content. Ein grüner Lokalpolitiker schmiert sich Hakenkreuze auf sein Auto, um einen rechten Anschlag zu fingieren. Heiko Maas setzt sich eine Kippa auf den Kopf und hält ein »Nie Wieder«-Schild hoch. CDU-Politiker wie Barbara Ermes putzen Stolpersteine, nachdem Muslime Juden in Amsterdam im Rahmen eines Fußballspiels gejagt haben. Man kann ewig so weitermachen, aber das ist doch alles nur noch Affentheater? Ich wiederhole, was ich bereits vor geraumer Zeit schrieb und was mir seinerzeit viel Kritik einbrachte: Der ritualisierte und bedeutungsschwangere Wettstreit, wer der beste Gedenkdeutsche ist, der hoffentlich sein Familienarchiv brav in der »SPIEGEL«-Datenbank rekonstruiert ist, um zu erfahren, wie viele Urgroßväter in welchen Nazi-Divisionen waren, hat längst etwas völlig krankhaftes und zivilreligiöses. Es ist ein Kult, der inzwischen darin mündet, dass es solche Grotesken wie KI-Buchenwald-Reden oder Hamas-Dreieck aus Social-Media-Maxxing-Kalkül geben kann. Und ich habe, wie man so schön sagt, kein »skin in the game«, aber als Hinterbliebener wäre es mir deutlich lieber, man würde meinen Vorfahren gar nicht gedenken, seinen Mund halten und ehrlich sein – anstatt meine Vorfahren als Verfügungsmasse für Social-Media-Larp, politische Karriere, ein KZ-Selfie und eine KI-Rede zu nutzen. Das hat wirklich niemand verdient.
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Ein Wort zu Höcke: Es ist schlicht falsch, dass der Westen sich "von der amerikanischen Kultur" hat usurpieren lassen. Völlig falsch. -- Schauen wir doch mal genau hin: Sind die Westdeutschen so religiös wie die Amerikaner? Nein. Sind sie so pragmatisch wie die Amerikaner? Nein. Sind sie Trump-Fans wie die Amerikaner? Auch nicht. Sind sie so Militär-affin und Waffen-begeistert wie die Amerikaner? Auch das nicht. Und "hard-working" wie die Amerikaner? Nein! Sehen sie gerne die Nationalflagge wie die Amerikaner? Ach, nein. -- Was sind die Westdeutschen denn dann, wenn nicht wie die Amerikaner? -- Ganz einfach: Sie haben sich von linken Ideologien einwickeln lassen. Die Westdeutschen sind nicht "amerikanisch", sondern linksideologisch. Multikulti ist ein linkes Projekt, kein amerikanisches Projekt. Der Klima-Hype ist ein linkes Projekt, kein amerikanisches Projekt. Die Nation überwinden ist ein linkes Projekt, kein amerikanisches Projekt. usw. usf. -- Allenfalls könnte man sagen, die Westdeutschen haben die Ideologien der amerikanischen Linken gläubig übernommen. Das wäre diskutierbar. Aber die amerikanische Linke ist nicht Amerika. -- Höcke verwechselt "amerikanisch" sein mit "links" sein. Er hat eine völlig falsche Analyse. Die einiges über die Ideologie des Herrn Höcke verrät.
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Jun 12
So vollzieht sich das stille Verschwinden des deutschen Mittelstands to.welt.de/xsGGNER
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Grüße von der Kapelle am Bahnhof. #Kölle
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