🛫 Pilot | 80 Länder besucht | 🏠 Vermieter 💸Investor| Die Welt von oben betrachtet | Finanzthemen für dich erklärt

Joined February 2025
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Ein Mann erbt das Haus seiner Schwester in Potsdam. Wert 1,1 Millionen Euro. Erbschaftsteuer: 270.000 Euro. Die hat er nicht auf dem Konto. Also muss er das Haus verkaufen um die Steuer bezahlen zu können. Beim Verkauf kassiert der Staat nochmal 71.500 Euro Grunderwerbsteuer. Über 340.000 Euro verdient der Staat daran dass die Schwester ihm ein Haus hinterlässt. Und das Haus bleibt nicht in der Familie.
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Haben uns am Wochenende mit Freunden getroffen. Sie haben in etwa zeitgleich mit uns 2020 eine Wohnung in Berlin gekauft. 350.000 €, voll finanziert zu 1% Zinsen. Monatsrate: 700 €. Jetzt kommt das 2. Kind. Die Wohnung ist zu klein und eine größere Wohnung kostet 550.000 €. Dazu 10% Kaufnebenkosten. Bei aktuell 4% Zinsen wäre die neue Rate: 2.150 € im Monat. Bedeutet 3 mal soviel für 1 Zimmer mehr. Die bleiben jetzt erstmal da wohnen. Millionen anderen Familien in Deutschland die 2020 oder 2021 zu Niedrigzinsen gekauft haben geht es genauso.
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Dieser sogenannte Lock-in-Effekt führt dazu, dass egal ob die Familie wächst, es nen besseres Job Angbeot woanders gibt oder die Nachbarschaft kippt, man dort wohnen bleibt. Der günstige Kredit ist gleichzeitig auch die Falle.
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FIRE und die Lüge von der finanziellen Freiheit: Meine Schwiegereltern haben ihr ganzes Leben lang gespart. Jeden Cent umgedreht, 1x im Jahr im Urlaub (mit dem Auto), immer das günstigste Auto gefahren. Damals gab es den Begriff FIRE noch nicht, aber die haben es gelebt bevor es cool war. Jetzt sind sie Mitte 70. Mein Schwiegervater hat Probleme mit der Hüfte und hat Demenz Erscheinungen. Meine Schwiegermutter schafft es keine langen Strecken mehr. Das Geld ist da. Die Gesundheit leider nicht mehr. Heute erzählt uns die Finfluencer Community (Altersdurchschnitt 30?), man soll mit Anfang 20 am besten nur noch Haferflocken essen bis man 50 ist, um dann “finanziell frei” zu sein. Richtig, Finanziell frei UND körperlich fertig! Wer 30 Jahre spart um dann zu leben hat die Reihenfolge falsch verstanden. Die viel sinnvollere Strategie ist doch, seine Energie/Fokus, darauf zu richten, die Einnahmen Seite zu verbessern. Side Hustle, Vermietung, zweites Standbein, nennt es wie ihr wollt! Wer seine Einnahmen erhöht, muss sich am Ende nicht zwischen leben und sparen entscheiden.
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Und wenn man dann „frei“ ist, wird ja groß mit der 4-Prozent-Regel in der FIRE-Community Werbung gemacht. Die kommt aus den USA und basiert auf amerikanischen Renditen. In Deutschland mit 26,4% Kapitalertragsteuer sieht das Ganze anders aus. Wer 1 Mio € im Depot hat und 4% entnimmt hat nach Steuern ca. 2.450 € im Monat. In ner Großstadt reicht das für Miete und Essen. Wer stattdessen zwei abbezahlte Wohnungen vermietet, hat 2.000 € Mieteinnahmen ohne sein Depot anzufassen.
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Woran erkennt man, ob es der Wirtschaft eines Landes schlecht geht? Richtig: wie oft sich der Bürger noch einen Restaurant Besuch leisten kann. Berlin 2026: ein Samstag Mittag, Rosenthaler Platz in Berlin. Schlange vor dem Fast-Food-Laden. Gefühlt 100 Leute warten auf nen halbes Hähnchen mit Pommes. In den USA gibts ja das saying: Wenn dein Restaurant freitags keine Wartezeit mehr hat läuft was schief. In Berlin stehen die Leute Samstag Mittag noch Schlange. Und wir reden hier von nem 14.90€ Hähnchen Menü. So schlecht kann es der deutschen Wirtschaft dann wohl doch nicht gehen. Oder?
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Wenn ich in der Welt umherfliege bin ich immer gerne in den örtlichen Cafés und schau mir das Treiben an. Was ich mich jedoch öfters frage: Wie können diese ganzen Cafés überhaupt überleben? Hab heute mal nen neues Café bei mir ausprobiert: wirklich guter Kaffee, nettes Ambiente. Cappuccino 2,50 €, also Italien Niveau. Neben dran sind dann gleich 5 weitere Cafés inklusive Starbucks. Was kostet es, so ein Café zu betreiben? • Miete 60qm in Kreuzberg: ca. 3.000 € • Personal (2 Teilzeitkräfte): ca. 4.500 € • Strom, Wasser, Nebenkosten: ca. 700 € • Versicherung, Steuerberater, Sonstiges: ca. 700 € • Wareneinkauf: ca. 500 € Macht ca. 9.400 € Fixkosten im Monat. Wenn man ne Marge von ca. 3 € pro Cappuccino ansetzt, muss der Laden jeden Tag über 120 Cappuccinos verkaufen nur um auf /- 0 zu kommen. Und das jeden Tag! Wer 2,50 € verlangt braucht ca 180 Stück am Tag.
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Starbucks hat das früh verstanden und einfach keine Steckdosen mehr eingebaut. Kleine Cafés haben diesen Hebel nicht, da sie hoffen, dass diese Leute irgendwie doch noch was kaufen oder weitere Kundschaft anziehen.
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Weiteres Problem: Die ganzen Nomads, die solche Cafés als Coworking Spaces missbrauchen! Egal ob Bangkok, Lissabon oder Berlin – überall das gleiche Bild. Erst Latte bestellen, dann Laptop auf, Kopfhörer rein und den Tisch 3 Stunden blockieren. Wo bekommt man sonst für 3€ Strom, WLAN, Klimaanlage und nen Sitzplatz?
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Was viele unterschätzen und einen wirklich verblüfft: Die Miete ist nicht gar nicht mal das Hauptproblem. Es ist das Personal, was hier fast die Hälfte der Fixkosten ausmacht. 2 Teilzeitkräfte auf Mindestlohn mit Sozialabgaben kosten den Inhaber 4.500 € im Monat. Und mir kann keiner erzählen, dass die Inhaber selbst die ganze Zeit im Laden stehen.
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Mal angenommen, ihr seid Vermieter und habt eine Wohnung in einer guten Lage in ner deutschen Großstadt. Würdet ihr eure Wohnung panisch verkaufen nur weil die Immobilienpreise mal 1-2 Jahre fallen? Oder ihr habt nen Handwerksbetrieb. Würdet ihr da auf die Idee kommen, den Betrieb dicht zu machen, weil mal ein Quartal schlecht lief? Man sieht dieses Verhalten oft hier auf X oder Reddit. Leute posten, wie sie ihre Anteile an soliden Unternehmen wie Microsoft oder Alphabet verkauft haben, weil der Kurs mal nen paar Wochen runter gegangen ist. Am Geschäftsmodell hat sich in der Zeit nichts geändert!
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Ein Bekannter von mir hat einen Malerbetrieb hier in Berlin mit rund 20 Mitarbeitern. Der Laden läuft super, können sich vor Aufträgen kaum retten. Letztens haben wir uns über das Thema Steuern unterhalten und was er so abdrücken muss. Auf jeden Euro Gewinn gehen ca. 30 Cent an den Staat. Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Soli. Da ist keinerlei Gestaltungsspielraum sprich: kein Steuerbüro in Irland, keine Briefkastenfirma in Luxemburg. Jetzt schaut man sich mal einen der DAX-Konzerne wie BASF an: die kommen mit internationaler Struktur auf eine effektive Steuerlast von <6%! Da werden dann mal die Gewinne zu den zig Tochtergesellschaften verschoben, Lizenzgebühren gebucht, Verluste verrechnet. Alles legal! Mein Bekannter schafft Arbeitsplätze in seiner Stadt, bildet Lehrlinge aus und zahlt 30%. Der Konzern mit 20.000 Mitarbeitern zahlt viel weniger. Die DIHK fordert seit Jahren eine Senkung auf 25%. Passiert ist bisher nichts, wird es auch nicht!
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Meine Frau und ich haben ihre Oma jahrelang im Pflegeheim besucht. Sie war dement. Was dort auf den Tellern lag, sah aus wie Kantinen-Reste die nochmal aufgewärmt wurden. Eigenanteil: 3.245 € im Monat. Bundesdurchschnitt im ersten Jahr! Wer es besser haben will, zahlt zwischen 4.000 und 6.000 € im Monat. Das sind bis zu 72.000 € im Jahr. Die durchschnittliche Rente liegt bei 1.400 € netto. Rund ein Drittel aller Pflegeheim-Bewohner in Deutschland ist mittlerweile auf Sozialhilfe angewiesen. Nach jedem Besuch im Heim war mir klar, warum man fürs Alter vorsorgen muss.
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Wer am Ende dann beim Sozialamt landet, bekommt 152 € Taschengeld im Monat. Für alles Persönliche. Friseur, Zeitschriften etc. Dafür hat man dann 40 Jahre gearbeitet…
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Ich liebe ja diese Gartenzaun-Gespräche mit Nachbarn. Waren letztens bei meinen Schwiegereltern zum Grillen eingeladen. Die haben ein Ferienhaus in Brandenburg. Kurz mit dem Nachbarn (71) über die junge Generation von heute gequatscht: „Die Jungen arbeiten nicht mehr so viel und hart wie wir früher“, sagt er. Der gleiche Typ: - Hat sein Haus Anfang der 90er für ein paar tausend DM gekauft - Konnte mit einem(!) Gehalt Frau und Kinder ernähren - Hat noch nie Windeln gewechselt, gekocht, geputzt oder gewaschen - war ja Frauensache. Hab dazu mal lieber nichts gesagt und mir meinen Teil gedacht.
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Produktivität am Standort Deutschland: Wenn man sich die letzten Jahre so anschaut, sieht man, dass die Arbeitsproduktivität pro Kopf seit fast 6 Jahren schrumpft! 2023 ging die Produktivität pro Arbeitsstunde um 0,8% zurück. Gleichzeitig steigen die Sozialabgaben, die Energiekosten, die Bürokratie und die Krankentage. Wir produzieren pro Arbeitsstunde weniger als vor sechs Jahren und zahlen mehr Abgaben als je zuvor! China und Indien sind zusammen für 50% des weltweiten Produktivitätswachstums verantwortlich. Westeuropa für 7%. Das ZEW nennt 3 Gründe: zunehmende Bürokratie, marode Infrastruktur und verschlafene Digitalisierung. Alles bekannt. Passiert ist nichts.
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Bis 2030 gehen die Babyboomer in Rente. Weniger Arbeitskräfte, gleiche oder steigende Sozialausgaben. Jede Steigerung der Produktivität würde diesen Verlust abfedern. Stattdessen sinkt sie. Der Anteil der über 60-Jährigen in Deutschland steigt bis 2050 um ca. 27%. Daran lässt sich nichts mehr ändern, denn diese Leute sind schon geboren.
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Die Realität deutscher Industriestädte 2026: Hab mich gestern mit nem Freund zum lunch getroffen. Er arbeitet bei Porsche und was er mir von der Stimmung dort erzählt, ist symptomatisch für den gesamten Automobilsektor: 3.900 Stellen werden abgebaut, ein zweites Sparprogramm wird gerade verhandelt. Und jetzt denkt mal einen Schritt weiter: Was passiert, wenn eine Stadt komplett von einem Konzern abhängig ist und dieser dann schwächelt? 3 aktuelle Beispiele aus Deutschland: 🇩🇪 Wolfsburg (VW): Gewerbesteuer 2024 um 40% eingebrochen. Rücklagen aufgebraucht, bis 2029 Kreditbedarf von 455 Mio €. War bis 2014 schuldenfrei. 🇩🇪 Ingolstadt (Audi): Gewerbesteuer von 191 Mio € (2023) auf unter 70 Mio € geschätzt. Sparhaushalt seit 2025. 🇩🇪 Stuttgart (Daimler/Porsche): Von 1,6 Mrd € Gewerbesteuer (2023) auf 850 Mio € (2025). Im Doppelhaushalt 2026/27 fehlen 800 Mio €. Der krasseste Fall: Weissach, Sitz des Porsche-Entwicklungszentrums. Gewerbesteuer-Prognose von 65 Mio € auf 3 Mio € zusammengestrichen. Vor Jahren hätten die Leute einen da ausgelacht, wenn du sowas prognostiziert hättest. Gleichzeitig steigen in diesen Städten die Sozialausgaben. Weniger Einnahmen, mehr Ausgaben. Die Verwahrlosung ist vorprogrammiert!
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Jahrzehntelang haben diese Städte von einem einzigen Konzern gelebt. Schwimmbäder, Schulen, Straßen, fast alles aus der Gewerbesteuer finanziert. Jetzt bricht die weg und die Städte stehen vor der Frage was sie noch finanzieren können. Wolfsburg zb: war schuldenfrei und braucht jetzt fast eine halbe Milliarde Kredit. So sieht Klumpenrisiko auf Stadtebene aus.
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Jedes Jahr wandern rund 270.000 Deutsche aus. Die meisten zwischen 20 und 40 Jahre alt. Gut ausgebildet. Also genau die Leute, die den Laden hier am Laufen halten. Beliebteste Ziele: Schweiz, Österreich, Spanien.Warum? Garantiert nicht, weil sie ein Abenteuer suchen. Der Grund ist einfach: Dort verdient man netto mehr, zahlt weniger Abgaben und kann trotzdem gut leben. Deutschland verliert pro Jahr eine Großstadt voller Fachkräfte. Gleichzeitig steigt die Zahl der Bürgergeld-Empfänger auf 5,4 Millionen. Leute, aufwachen! Wer mit unter 35 hier einen guten Job hat und remote arbeiten, sollte sich überlegen, ob es das noch wert ist, hier zu bleiben.
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2025 ist die Bevölkerung in Deutschland zum ersten Mal seit Jahren geschrumpft. Nicht weil weniger Leute einwandern, sondern weil mehr gehen als kommen. Der Wanderungsüberschuss im Januar 2026 lag bei nur noch 9.000 Personen. Im Januar 2025 waren es noch 32.000. Der Trend ist eindeutig.
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