Gesellschaftsspiele | Art-Based Public Sociology | Krisen | Experimente | Erfahrungswelten | prefigurative politics | @anstiftung | assoziiert @SFB294

Joined November 2020
833 Photos and videos
All the world is a stage – und das Stück, das auf der Weltbühne aufgeführt wird, wird immer verrückter. Wie man damit produktiv umgehen kann und das Spiel verändert, neue Beziehungsweisen erprobt und am Habitus schraubt, damit beschäftigt sich performative Soziologie.
1
4
648
Frisches #soznbrot für das Urban-Gardening-Sommercamp im Leipziger Hildegarten an diesem Wochenende. Selber ernten, selber backen, selber machen! urbane-gaerten.de/urbane-gae…
2
3
397
Performative Soziologie retweeted
Jun 12
Alle paar Wochen muss ich mich ob des witzigen Zurufs von @PerformSoz bei unserem Gig in Hamburg beömmeln: „Dieser Song ist für flat-earthers around the globe.“ – „Geklaut!“
1
1
5
968
Der Höchstsatz Bafög lag damals (vor 15-20 J.) bei ca. 520€. Davon musste ich die Miete für ein WG-Zimmer zahlen, Internet, Nebenkosten, Telefon, Essen etc. Ich hab mich schon sehr privilegiert gefühlt, das alles irgendwie zu schaffen & dann mit einem Berg Schulden zu starten.
Ich komme aus einer ostdeutschen Arbeiterfamilie. Ohne Bafög hätte ich nie studieren können, bekam den Höchstsatz, wegen der familiären Einkommensverhältnisse. Ich wäre dieser Trostlosigkeit nicht entkommen, hätte auch einfach Nazi werden können. Sehr privilegiert. Danke, Doro!
10
3
82
10,477
Ich komme aus einer ostdeutschen Arbeiterfamilie. Ohne Bafög hätte ich nie studieren können, bekam den Höchstsatz, wegen der familiären Einkommensverhältnisse. Ich wäre dieser Trostlosigkeit nicht entkommen, hätte auch einfach Nazi werden können. Sehr privilegiert. Danke, Doro!
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär erteilt der Bafög-Reform eine Absage und nennt Studierende »privilegiert«. Damit verdreht die CSU-Politikerin die Realität. spiegel.de/start/bafoeg-doro…
13
12
229
16,354
"Die Wahrheit der Zukunft werde performt." Na sag ich doch, bereits vor dem KI-Hype, vor der Pandemie. Selbst die daraus gezogenen Konsequenzen werden weiter ignoriert. Paradigmenwechsel sind schmerzhaft. deutschlandfunkkultur.de/ki-…
1
2
179
Das alte Telefon sieht auf der Rückseite ziemlich schockiert aus. Das hat vermutlich einiges mitgehört.
99
Pfingstpicknick am Isarwahn mit #soznbrot. Es ging weg wie warme Semmeln.
2
133
Kennt jemand lustige Witze über Klassen? #ÜberKlassenLachen
Replying to @hanno_sauer
@hanno_sauer ist so ein Typ, der im Rettungsboot neben der untergehenden Titanic sitzt und lachend mit dem Finger auf die zeigt, die keine Plätze mehr bekommen haben. #ÜberKlassenLachen
1
1
193
Ich kann @hanno_sauer und Carsten #Linnemann weder optisch noch inhaltlich auseinanderhalten.
1
6
667
Die nächste Pandemie kann kommen.
Schaulustige klettern auf Timmy aka Hope und machen Selfies mit dem Kadaver für u.a. Social Media. Komplett lost, kein Gespür mehr, keine Grenzen, Wohlstandsverwahrlosung at its best.
135
Performative Soziologie retweeted
Der Vermieter #Jenawohnen stattet 2 komplette #Wohnblocks mit insgesamt 150 Wohnungen mit #Balkonkraftwerken aus. Ausgestattet werden die Wohnungen mit je 2 Solarmodulen und einem Wechselrichter mit 0,8 kW Leistung. Die Balkons der 2 Wohnblocks... 1/4 chip.de/news/haushalt-garten…
31
195
1,052
68,943
Timmy ist der neue Goethe: Alles ist Blatt wird zu alles ist Wal.
Der Wal ist wohl tot - es lebe der Wal! Diese Geschichte ist das perfekte Symbol für den Zustand dieses Landes: Deutschlands aussichtsloser Kampf gegen die Realität. Es hatte etwas Tiefenpsychologisches: Ein gestrandeter Wal. Könnte es eine bessere symbolische Manifestation für Deutschland geben? Das einstige "Powerhouse" Europas, stagnierend auf einer Sandbank aufgelaufen. Der Wal als Ausdruck des kollektiven Unterbewusstseins dieses Landes. Die wochenlangen Emotionen, das aufgeregte Stimmenmeer: Man kann doch das Tier nicht einfach sterben lassen! Es leidet, das sieht man doch! Die Zweifler: Kam der Wal möglicherweise einfach zum Sterben ans Ufer? Wollte er nicht mehr leben? War hier die Weisheit der Natur am Werk? Der Lauf der Dinge, dem man sich in Demut fügen sollte? Oder ein herzzerreißendes, völlig unnötiges Schicksal einer Tierseele, die nun ganz allein in Deutschlands Hand liegt? Haben wir die moralische Pflicht, zu handeln? Können wir den Wal retten? Wütende Vorwürfe, der Wal sei bereits zu Forschungszwecken an das Meeresmuseum "verscherbelt" worden, er werde unmoralischen Nutzenkalkülen unterworfen. Vereinzelte Rufe von gottlosen Ketzern nach "Räucherwal". Andere vereinzelte Rufer, man sollte endlich "eine Bombe auf das arme Tier werfen", um es von seinem unsäglichen Leid zu erlösen. Die Tierfreunde jedoch gaben nicht auf: Es musste doch irgendeine Lösung geben! Es kann nicht sein, es darf nicht sein, dass ein Wal auf einer deutschen Sandbank einfach so elendig verreckt! Zwar sterben wir alle, so auch Wale - aber wenn, dann doch bitte nicht so! Wenn, dann „human" (oder walisch?), bei seinen Artgenossen im offenen Meer. Dann die millionenschwere Rettungsaktion: Deutschlands große Heldenreise. Wir stehen zusammen, wir schaffen das - diesmal wirklich. Das große Aufatmen: Es ist vollbracht! Der ekstatische Freudentaumel, die Jubelschreie der Helfer, als das Tier ganz von alleine in die Barge schwimmt. Seht ihr, Timmy will leben! Alle Zweifler hatten unrecht. Nun wird er zu einer Buckelwal-Familie gebracht, alles wird gut. Es lohnt sich also immer, zu kämpfen! Bis zum letzten Wal! Endlich einmal gute Nachrichten in einer nicht enden wollenden Kakophonie aus wirtschaftlichem Niedergang, blamablem Politpersonal und Trübsal. Wir können doch noch was, und wir haben es der ganzen Welt gezeigt! Dann die ernüchternde Nachricht: Der Wal ist „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ tot. Nach der kollektiven Ekstase, den Freudentränen, dem "Bacon of Hope", wie Annalena sagen würde: Der harte Aufschlag in der Realität. Diese Aktion hätte nie stattfinden dürfen, sagen nun die Experten. Deutschlands Heldenreise wurde wieder auf ihren Anfang zurückgeworfen: War der Wal tatsächlich nur zum Sterben ans Ufer gekommen? War alles umsonst? Oder war es trotzdem richtig, um "ein Zeichen zu setzen"? Ein letzter Akt der Fürsorge für ein sterbendes Tier? Macht es uns nicht erst zu Menschen, wenn uns sogar ein sterbendes Tier nicht egal ist? Weil es einfach richtig ist, das Richtige zu tun? Und der Welt zu zeigen, dass in Deutschland sogar ein gestrandeter Wal nicht alleine zurückgelassen wird? Weil es um höhere Ziele geht, die richtige moralische Haltung? Oder war es Deutschlands aussichtsloser Kampf gegen die Realität, gegen den Lauf der Dinge, der uns schon so oft zum Gespött der Welt gemacht hat? Ich habe kein lyrisches Talent und keine Zeit, aber irgendjemand sollte unbedingt ein Theaterstück aus dieser Geschichte machen. Sie ist absolut großartig. Der Wal ist tot - es lebe der Wal!
289
Erst Timmy, jetzt Drohnenjagd in der Straße von Hormus - Deutschland erlebt seinen Frühling. Wir sind wieder wer. #hope
142
Performative Soziologie retweeted
Apr 27
Mein Chef Tilman Reitz ist mal wieder superbased gegen den Exzellenzblödsinn an Unis unterwegs: „Es wird Geld in den Ring geworfen und dann denken sich die Leute Forschungsthemen aus, das bringt nicht unbedingt originelle oder solide Forschungsvorhaben hervor.“
3
2
34
3,301
Boah ist das eine Tristesse! Man geht durch diese Tür und ist in der absoluten Dystopie. Totengräberstimmung. #Post #dhl
2
4
233
Performative Soziologie retweeted
Weil die einen kriegssüchtig sind, sollen die anderen kriegstüchtig werden. Aus der Apokalypseblindheit (Günther Anders) ist Apokalypsegeilheit geworden.
1
4
262
Was wäre so schlimm daran, wenn alle einer vernünftigen Beschäftigung nachgingen? Und wenn wir uns um unsere Mitwelt sorgen würden, anstatt sie zu zerstören?
1
2
134