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Die CDU gibt sich ernsthaft überrascht, dass ihre Umfragewerte inzwischen so tief liegen, dass man fast eine Grubenlampe und einen Kanarienvogel braucht, um sie zu finden. 20 bis 22 Prozent – je nach Institut.
Und dann steht man dort, schaut betreten auf die Zahlen und tut so, als hätte man gerade herausgefunden, dass Regen von oben kommt.
Ich dagegen wundere mich über absolut nichts.
Denn wenn man monatelang Politik macht gegen die Mehrheit der Bevölkerung, dann ist dieses Ergebnis nicht nur logisch, sondern fast schon eine Art politischer Naturkatastrophenschutz: Wer so regiert, braucht sich über sinkende Zustimmung wirklich nicht wundern – eher darüber, dass sie nicht noch schneller fällt.
Das Ganze wirkt wie ein politisches Experiment:
Was passiert, wenn wir konsequent ignorieren, was die Leute wollen?
Spoiler: Genau das, was jetzt passiert.
Man kann nicht Entscheidungen treffen, die klingen, als seien sie in einem luftleeren Raum entstanden, und dann überrascht sein, dass draußen niemand klatscht.
Das ist ungefähr so, als würde man das Lenkrad loslassen, die Augen schließen und sich dann empört fragen, warum das Auto im Straßengraben steht.
Und jetzt steht man da, kratzt sich am Kopf, starrt auf die Umfragen und fragt sich, wie das passieren konnte.
Vielleicht wäre ein Blick auf die Stimmung im Land hilfreicher gewesen als der Blick ins eigene Parteibüro.😌