Was wäre, wenn der mutmaßliche Terroranschlag in Berlin nicht von links, sondern von rechts käme?
Was wäre, wenn ein Berliner AfD-Bürgermeister nach einem Anschlag auf die kritische Infrastruktur erst einmal Tennis spielen ginge – während das Land im Chaos versinkt? Und er in öffentlichen Aussagen auch noch frech lügen würde?
Was wäre, wenn ein AfD-Funktionär bei Lanz säße und offen forderte, kritische Medien zu zensieren oder gleich ganz zu verbieten?
Dann gäbe es kein Zögern, kein Relativieren, kein „Man muss auch die Hintergründe sehen“.
Die Medien würden im Daueralarm senden, die Bundesregierung Sondersitzungen abhalten, NGOs mobilisieren, und Hunderttausende stünden noch am selben Abend auf den Straßen – empört, laut, kompromisslos.
Der Aufschrei wäre ohrenbetäubend.
Ermittlungsbehörden würden mit maximaler Härte vorgehen, rund um die Uhr, mit Hausdurchsuchungen, Kontensperren und lückenloser Überwachung. Jeder, der jemals auch nur entfernt Sympathie gezeigt hätte, stünde unter Generalverdacht.
Doch weil es nicht von rechts kommt, gilt plötzlich Zurückhaltung als Tugend, Schweigen als Besonnenheit und Wegsehen als Vernunft.