𝐃𝐢𝐞 𝐠𝐫𝐨ß𝐞 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐢𝐧𝐤𝐞𝐧 𝐢𝐧𝐬 𝐄𝐜𝐡𝐨𝐤𝐚𝐦𝐦𝐞𝐫-𝐏𝐚𝐫𝐚𝐝𝐢𝐞𝐬: 𝐒𝐏𝐃, 𝐆𝐫ü𝐧𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐃𝐢𝐞 𝐋𝐢𝐧𝐤𝐞 𝐯𝐞𝐫𝐚𝐛𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐯𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐞𝐚𝐥𝐢𝐭ä𝐭 - 𝐮𝐧𝐝 𝐧𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐞𝐬 „𝐖𝐢𝐝𝐞𝐫𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝“
Ach, wie erfrischend. Montagmorgen, und schon wieder gibt es den kollektiven Abgang der üblichen Verdächtigen. SPD, Grüne und Die Linke haben mit nahezu gleicher Wortwahl, gleichem Timing und gleichem Hashtag
#WirVerlassenX verkündet, dass sie ihre offiziellen Partei- und Fraktionsaccounts auf X stilllegen. Begründung? „Chaos“, „Desinformation“, „aggressive Debattenkultur“. Die Plattform sei ein „Einfallstor“ für alles Böse geworden, seit dieser böse Elon Musk sie gekauft hat.
Klar. Früher, unter den alten Twitter-Herrschern, war alles wunderbar zensiert. Die richtigen Meinungen wurden geboostet, die falschen gesperrt - und das nannte man dann „Demokratie schützen“. Jetzt, wo Leute plötzlich ungestraft sagen dürfen, dass die Energiepolitik ein Desaster ist, dass offene Grenzen nicht nur Sonnenschein bringen oder dass man mit „Diversität“ allein keine funktionierende Gesellschaft baut, wird es den Herrschaften zu bunt.
Dann lieber ab in die kuschelige Blase von Bluesky oder Instagram, wo die Algorithmen schön links kuratieren und niemand mit unangenehmen Fakten stört. Man muss sich ja schließlich vor der Wirklichkeit schützen. Die ist bekanntlich rechtsextrem, sobald sie nicht ins Parteiprogramm passt.
𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐏𝐃: 𝐌𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐬 𝐑ü𝐜𝐤𝐳𝐮𝐠𝐬 𝐯𝐨𝐦 𝐑ü𝐜𝐤𝐳𝐮𝐠
Die SPD kennt das ja schon. Vor ein paar Jahren hat sie schon einmal „Konsequenzen“ gezogen und ist gegangen - nur um vor der Wahl wiederzukommen, weil Reichweite dann plötzlich doch ganz praktisch ist. Jetzt also der nächste Abgang.
Ironie des Schicksals: Ausgerechnet die Partei, die einst „No GroKo“ twitterte und dann jahrelang mitregierte, flüchtet nun vor „Desinformation“. Dabei hat sie selbst jahrelang mit fragwürdigen Erzählungen gearbeitet - von der „guten Energie“ der Windräder über „Fachkräftemangel durch Migration“ bis hin zu „die Ampel war ein Erfolg“.
Wenn die eigene Politik bei Wahlen gnadenlos abgestraft wird, dann liegt es natürlich nicht an den Inhalten. Sondern an der Plattform. Klassiker.
𝐃𝐢𝐞 𝐆𝐫ü𝐧𝐞𝐧: 𝐌𝐨𝐫𝐚𝐥𝐩𝐫𝐞𝐝𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐥𝐮𝐜𝐡𝐭
Die Grünen, die Partei der „offenen Gesellschaft“ und des „Diskurses“, verlassen den Ort, an dem tatsächlich diskutiert wird. Pegah Edalatian, ihre Geschäftsführerin, hat das Ganze mitverkündet. Weil X angeblich „aggressive Debattenkultur“ fördert.
Wisst ihr, was wirklich aggressiv ist? Leute, die jahrelang jeden Kritiker als „Rechten“, „Klimaleugner“ oder „Demokratiefeind“ diffamieren und dann jammern, wenn irgendwann Gegenwehr kommt.
Grüne Politik in Reinform: Erst die Realität leugnen - Heizungsgesetz, Verbrenner-Verbot, LNG-Import statt Atomkraft - und dann die Schuld bei Musk suchen. Und während Ricarda Lang und andere weiter fleißig posten, weil persönliche Reichweite ja offenbar etwas völlig anderes ist, empfiehlt man dem Fußvolk den Ausstieg.
Typisch. Die Elite bleibt, die Basis soll in den sicheren Raum. Da kann man dann wieder ungestört nicken, klatschen und sich gegenseitig versichern, dass man auf der richtigen Seite der Geschichte steht. Also da, wo die Heizkosten warm und die Argumente dünn sind.
𝐃𝐢𝐞 𝐋𝐢𝐧𝐤𝐞: 𝐈𝐦𝐦𝐞𝐫 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐮𝐜𝐡𝐞 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐫 𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐑𝐞𝐚𝐥𝐢𝐭ä𝐭
Die Linke war auf X sowieso nie besonders stark unterwegs, außer wenn es um Israel-Bashing oder Kapitalismus-Kritik ging. Jetzt macht sie also mit. Weil: Desinformation.
Dabei ist ihre Kernkompetenz seit Jahrzehnten das Umdeuten von Fakten: Kapitalismus ist schuld an allem, der Westen ist immer böse, und im Nahostkonflikt ist natürlich Israel der Hauptschuldige - trotz Hamas, Hisbollah und iranischem Terror. Wer da Fakten postet, stört halt den Betriebsablauf.
Der gemeinsame Abgang zeigt vor allem eines: Diese drei Parteien haben ein massives Problem mit freier Meinungsäußerung, sobald sie nicht mehr die Deutungshoheit haben. Früher haben sie die Plattform geliebt, solange sie die Regeln diktieren konnten. Jetzt, wo Musk Zensur zurückgefahren hat und auch unangenehme Wahrheiten zu Themen wie Masseneinwanderung, Energiekrise und Wirtschaftsabschwung mehr Reichweite bekommen, ist plötzlich alles „toxisch“.
𝐃𝐢𝐞 𝐛𝐢𝐭𝐭𝐞𝐫𝐞 𝐖𝐚𝐡𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐡𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐦 𝐓𝐡𝐞𝐚𝐭𝐞𝐫
X ist nicht „im Chaos versunken“. X ist vielfältiger geworden. Studien und Auswertungen zeigen, dass rechte und konservative Inhalte dort mehr Reichweite bekommen als früher - auch deshalb, weil sie bei vielen Menschen inzwischen stärker ankommen, während linke Erzählungen immer öfter an der Lebensrealität der Leute scheitern.
Statt die eigene Botschaft zu verbessern, verlässt man das Spielfeld. Typische Verlierermentalität: Wenn die Debatte nicht mehr kontrollierbar ist, erklärt man die Debatte einfach für unzumutbar.
Während AfD und Teile der CDU bleiben und Reichweite generieren, ziehen sich SPD, Grüne und Die Linke in ihre Echokammern zurück. Dort können sie sich gegenseitig bestätigen, wie böse Musk, X und natürlich „die Rechten“ sind. Die Wähler draußen merken das. Und sie merken auch, wer sich der Debatte stellt - und wer kneift.
Am Ende ist das Ganze kein Zeichen von Stärke. Sondern von Schwäche. Von Leuten, die mit offener Diskussion nicht klarkommen, weil ihre Ideen der Realität nicht standhalten.
Sie verlassen nicht X - Sie verlassen die Wirklichkeit... 🥳
Quelle:
spiegel.de/politik/deutschla…
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