Noch einmal: Den Deutschen wurde im Rahmen der Re-education nach dem Zweiten Weltkrieg die Vorstellung eingehämmert, es gäbe kein deutsches Volk als Ethnie.
Dies sitzt sehr tief. Um die Thesen der Umerziehung zu „beweisen“, berief sich Hape Kerkeling 2024 bei Maischberger auf einen kommerziellen DNA-Herkunftstest, den er an sich hatte durchführen lassen. Er behauptete, die Deutschen würden aus allen Teilen der Welt stammen, nur eben nicht aus Deutschland. Deutschland wäre schon immer so etwas wie ein multikultureller Vielvölkerstaat gewesen. Wer anderes behauptet, wäre „Kloakenwasser“.
Kerkeling sitzt hierbei einer (gezielten) Fehlinterpretation der kommerziellen DNA-Herkunftstests auf. DNA-Herkunftstests basieren auf sogenannten Haplogruppen, bestimmten DNA-Abschnitten, die sich auf mindestens zehntausend Jahre alte Urvölker zurückführen lassen. Diese Haplogruppen sind die Vorfahren der heute existierenden Völker und Ethnien. Wichtig ist: Es gibt keine Haplogruppe, die ausschließlich einer einzigen europäischen Ethnie zugeordnet werden kann. Manche Haplogruppen sind in bestimmten Bevölkerungsgruppen lediglich häufiger vertreten, und aus diesen Verteilungsmustern wird in Herkunftstests eine ungefähre Abstammung abgeleitet.
Selbst wenn also moderne Ethnien in einem Prozess der Ethnogenese aus verschiedenen historischen Völkern hervorgegangen sind, bedeutet dies nicht, dass sie bunt zusammengewürfelt sind und keine gemeinsame Herkunft teilen. Die deutsche Ethnie hat ihre Wurzeln vor allem in germanischen Stämmen wie Franken, Baiern, Sachsen und Alemannen, die ursprünglich aus Skandinavien nach Süden wanderten. In nicht unerheblichem Umfang kamen auch slawische und keltische Einflüsse hinzu. Dies alles lässt sich durchgängig genetisch nachweisen. Die Ethnogenese der Deutschen ereignete sich vor etwa 1500 Jahren, und seitdem hat sich ein einheitliches deutsches Volk mit einer gemeinsamen Sprache geformt. Rein optisch kann entsprechend der „Blinde mit Krückstock“ einen Deutschen von einem Japaner oder einem Äthiopier unterscheiden. Natürlich gibt es auch innerhalb der Deutschen optisch Unterschiede, die auf die verschiedenen Abstammungslinien zurückzuführen sind.
Hinzu kommt selbstverständlich, dass die Deutschen aufgrund der geographischen Lage ihres Siedlungsgebietes, stärker als beispielsweise Japan, immer an den Grenzen offen waren und insofern ununterbrochen fremde Einflüsse aufnahmen. Auch in den 1950er Jahren, also vor den Migrationsschüben, lebten etwa 500.000 Ausländer, zumeist aus Europa, in Deutschland.
Deutschland war jedoch zu keinem Zeitpunkt ein multikultureller Schmelztiegel, sondern über 1500 Jahre hinweg ein relativ homogenes Siedlungs- und Staatsgebiet.
Zu einem Vielvölkerstaat wurde es erst planmäßig ab Ende des 20. Jahrhunderts gemacht, indem zielgerichtet und in verbrecherischer Weise Millionen Menschen von außerhalb Europas nach Deutschland verbracht wurden, was nunmehr dazu führt, dass die ethnischen Deutschen in etwa 10 Jahren in Westdeutschland eine Minderheit sein werden.
(Überarbeitete Fassung eines Posts aus dem Oktober 2025)