Die Senkung der Luftverkehrsteuer im Juli 2026 ist ein „Placebo“. Sie wirkt in der aktuellen Situation wie der Versuch, einen Waldbrand mit einer Wasserpistole zu löschen.
Die anstehende Steuersenkung zum 1. Juli bringt für Passagiere, beispielsweise auf der Route Hamburg-Mallorca, eine Entlastung von exakt 2,50 €.
Verglichen mit den kriegsbedingten Treibstoff-Mehrkosten von rund 20 € auf dieser Strecke ist die Senkung auch auf der Kurzstrecke zu gering, um die Ticketpreise stabil zu halten oder das Fliegen für den Passagier billiger zu machen.
Die Airlines werden die 2,50 € einbehalten müssen, um das Kerosinloch in ihren Bilanzen zumindest minimal zu stopfen.
Um Fliegen 2026 wirklich attraktiv zu halten, müssten die Airlines eher auf staatliche Liquiditätshilfen oder einen „Kerosinpreis-Deckel“ hoffen – Maßnahmen, die jedoch politisch und wettbewerbsrechtlich kaum durchsetzbar sind.