Eine sehr starke Rede, die sich jeder einmal anhören und reflektieren sollte. Harald Martenstein spricht das an, was angesprochen werden MUSS und wird von den Links, bis Linksradikal zu verordnenden Anwesenden, dafür ausgepfiffen, dass er ihnen den Spiegel vor hält.
Am Ende der Rede von Kolumnist Harald Martenstein, die jeden, der seine Heimat liebt und schätzt – Linke wie Rechte –, berühren sollte, branden allen Ernstes Buhrufe auf. Undankbare Zuhörer: Sie haben die seltene Gelegenheit, live eine Komposition aus geistigem Platin und rhetorischem Gold zu erleben – und reagieren wie Menschen, denen es nie um Inhalte ging, sondern allein ums Parolibieten. Paroli – ganz gleich, wie unrealistisch es auch sein mag.
Aus schlichter Höflichkeit wäre Applaus die angemessene Reaktion gewesen auf eine Rede, die wirklich vieles umfasst. Stattdessen: Missfallensbekundungen. Und man möchte wetten, im Publikum sitzen Soziologen, Germanisten, Publizisten und Historiker – Bachelor und Master, hier und da sogar noch ein Magister.