Warum ich Fußball mag ist, weil man in Vereinen seiner Werte und Überzeugungen wegen zusammensteht und in den seltensten Fällen Menschen wegen Erfolgs oder Misserfolg diese Entscheidungen treffen. Clubs wie die Bayern bewahren sehr konsequent Haltung gegenüber Homophobie und Antisemitismus und das als zweitgrößter Sportverein der Welt.
Und das ist auch in weiten Teilen oberklassiger deutscher Ligen und ihrer Vereine der Fall ist. Wobei ich schon gern wüsste, wie sich "toxische Club kultur" in den Augen derer die das so wahrnehmen im Detail darstellt. Ohne zu verallgemeinern, versteht sich.
60 Millionen Fußballbegeisterte Deutsche gibt es - man darf es nicht zulassen, radikalen Kräften den Fußball als Transportweg ihrer Menschenfeindlichkeit zu fungieren, da geht es doch nicht um den Fußball als Sport sondern als Gefäß.
Diese Menschen, auch stabile Ultras, sind zum größten Teil im Stadion und darüber hinaus das Bollwerk gegen feindlichen und menschenverachtenden Müll und haben es schon schwer genug, wenn Rechts versucht, diese riesige Plattform zu unterwandern.
"Die dahinter stehenden Organisationen" klingt auf eine Abart wie "die Antifa" - die FIFA und die missratenen Werte dieser mit bspw. dem SV Darmstadt in Verbindung zu setzen ist ja ein Bogen so weit, dass man ihn gar nicht spannen kann.
Der kapitalistische Ansatz ist wieder was anderes, über das es sich zu diskutieren lohnt - denn das ist ja die Grundlage dafür Moral, wenn überhaupt vorhanden, über Board zu werfen.
Warum ich Fußball nicht mag? Nicht nur wegen der Fans und der toxischen Clubkultur, sondern vor allem, weil die dahinterstehenden Organisationen maximal gewissensbefreit und profitgierig sind.