Diese Woche haben zwei Kollegen auf Arbeit versucht mit mir über ihren Frust mit der Politik zu reden. Aber mittlerweile tue ich zunächst desinteressiert und bei noch fremderen Menschen gänzlich.
Das hat drei Gründe:
1. Ich bin mit meinen eigenen Betrachtungen schon so weit voraus, dass mir deren Denken fast schon schmerzvoll banal und ungeeignet für jede Art echter Lösungsfindung vorkommt. Es sind zwar keine Linken, aber das Niveau ist ungefähr Lanz und Maischberger.
2. Weiß ich, dass wenn ich loslege, der Gegenüber meist aussteigt und nichts mehr zu sagen weiß, denn ich gehe immer radikal heran. Als Libertärer ist das eigene Gehirn schon derart rational verschaltet, dass man Themen auf einer Grundsätzlichkeit betrachtet, welche die Menschen schlichtweg nicht aufbringen.
Wie will man jemanden sagen, der sich über wirtschaftlichen Abschwung, Sozialstaat und Migration aufregt, dass man Anarchist ist und am Wochenende philosophische Debatten mit der KI über die Realisierung von Privatrechtsordnungen hält?
3. Bin ich es leid immer und immer wieder die selben Themen zu diskutieren, ohne, dass es ein anderes Resultat hat, außer, dass danach der Nächste mit dem selben Denken kommt.