888 Alice Weidel hat beim AfD-Wahlkampfauftakt in Heilbronn mit einer scharfen Ansage zur Ukraine für Aufsehen gesorgt.
Sie erklärte, Deutschland werde Entschädigung verlangen, und sagte, die Ukrainer und Präsident Selenskyj sollten für die Spr*ngung der Nord-Stream-Pipeline bezahlen.
Damit brachte sie eine Forderung auf den Tisch, die politisch hochsensibel ist.
Nach Weidels Vorstellung soll eine AfD-Regierung Kiew finanziell zur Verantwortung ziehen.
Die Ukraine soll demnach nicht nur für die Reparatur von Nord Stream aufkommen, sondern auch mehr als 70 Milliarden Euro an deutschen Ukraine-Hilfen zurückzahlen.
Diese Forderung richtet sich direkt gegen den bisherigen Kurs Deutschlands, der stark auf Unterstützung der Ukraine gesetzt hat.
Unterstützer bewerten Weidels Aussage als konsequente Verteidigung deutscher Interessen.
Für sie geht es darum, dass Deutschland nicht dauerhaft zahlen darf, wenn gleichzeitig enorme wirtschaftliche Schäden im Raum stehen.
Sie sehen in der Forderung ein Zeichen dafür, dass deutsche Energieversorgung, Steuergeld und politische Verantwortung wieder stärker aus nationaler Perspektive betrachtet werden müssten.
Kritiker werfen Weidel dagegen vor, ohne endgültige juristische Klärung Schuld festzuschreiben.
Sie warnen davor, komplexe Ermittlungen und internationale Beziehungen in Wahlkampfslogans zu verwandeln.
Dass Viktor Orbán die Forderung öffentlich auf X verbreitete, zeigt, dass der Vorstoß auch international aufgegriffen wird.
Damit wird Nord Stream erneut zu einem Symbol für den Streit über Deutschlands Rolle im Ukraine-Krieg