Autoimmunität ist eines der größten Probleme bei Long-Covid (LC) & Post-Vac (PV). Das Spike besitzt eine hohe Ähnlichkeit mit zahlreichen körpereigenen Strukturen --> Molekulare Mimikry (
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3358…), es kommt bei der Reaktion des Immunsystems quasi zur Verwechslung mit gesunden Strukturen.
Zahlreiche Studien konnten inzwischen zeigen, dass Spike-induzierte Antikörper hochgradig autoreaktiv sind. Injiziert man IgG-Antikörper von LC-Patienten in Mäuse, entwickeln diese ME/CFS-assoziierte Symptome (
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/4188…).
Die autoreaktiven Antikörper greifen dabei insbesondere auch kritische Strukturen im Nervensystem an, u.a. Nozizeptoren, Hippocampus, Hypothalamus und Cortex (
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3894…).
Studien haben insgesamt über 130 (!) unterschiedliche Autoantikörper bei LC/PV festgestellt. Besonders tückisch sind hier die GPCR-Autoantikörper (
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3388…), da sie einerseits massiv in die grundlegende Regulation des Körpers eingreifen (Sympathikus und Parasympathikus, RAAS-System)- und auf sie andererseits in der Leitlinienmedizin nicht geprüft wird, hier gelten sie als zu exotisch. Der Nachweis ist bei mehreren Speziallaboren möglich, u.a. Celltrend, ERDE, IMD Berlin und Biovis.
Soweit die ungünstige Ausgangslage. Diese wird nun durch den Umstand verschärft, dass die bislang identifizierten effektivsten Gegenmaßnahmen von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden. Das liegt u.a. an der völligen Unkenntnis der Leitlinienmedizin was die Pathophysiologie von LC/PV angeht. >95% der Mediziner besitzen hier leider keinerlei Qualifikation. Zudem wirken klassische Immunsuppressiva nicht nur oder sehr begrenzt bei LC/PV, weswegen der Gedanke an immunologische Interventionen häufig wieder verworfen wird. Was sind nun diese effektiven Gegenmaßnahmen?
1) In aller Munde: Plasmapherese. Hier bieten sich insbesondere Doppelfiltrationsplasmapherese und Inuspherese an. Sie erzielt bei autoimmunem Schwerpunkt (und das ist nur EINE Spielart von LC/PV - das sollte man vorher identifizieren!) Verbesserung bei 74% der Patienten nach 2-3 Sitzungen. Kostenpunkt je nach Einrichtung um die 10.000€.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/3713…
2) Erste Off-Label Variante: Infusionen mit Rituximab. Eigentlich ein Wirkstoff aus der Onkologie zur Behandlung von Lymphomen und Leukämien - eliminiert die AK-produzierenden B-Lymphozyten. Verbesserung bei 67% der Patienten nach 2 Anwendungen. Kostenpunkt bei mindestens 2.000€.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2203…
3) Zweite Off-Label-Variante: Injektionen von Daratunamab. Ebenfalls ein primär onkologischer Wirkstoff (Myelome), der AK-produzierende Plasmazellen eliminiert. Erzielt Verbesserungen bei 60% der Patienten nach 4 Sitzungen. Kostenpunkt > 10.000€.
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/4070…
4) IVIG (Intravenöse IgG-Gabe) - eine Therapie, die bis zu einem gewissen Grad zur Immunmodulation und bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (leider eben nicht bei LC/PV) in der Schulmedizin etabliert ist. Erzielt erhebliche Verbesserungen bei >90% nach >6 Anwendungen und besitzt weniger Nebenwirkungen als Rituximab oder Daratunamab. Kosten allerdings ca. 30.000€.
frontiersin.org/journals/imm…
Betroffene stehen daher vor mehrfachen Hürden:
1) Die Autoimmunität wird nicht oder unzureichend diagnostiziert
2) Selbst bei Identifikation laufen Leitlinienmaßnahmen i.d.R. ins Leere
3) Effektive Therapien sind den meisten Medizinern nicht geläufig und fallen durchweg unter die Kategorien Off-Label oder exotisch
4) Selbst wenn man auf suffiziente Abklärung pocht, das Problem identifiziert und einen Mediziner findet der bereit ist Off-Label zu arbeiten steht man vor enormen Kosten.
Alle 4 Verfahren besitzen zudem eine entscheidene Schwachstelle: Sie reduzieren "nur" die Autoantikörper, stellen aber nicht nachhaltig ihre Produktion ab. Man muss die Therapien daher in nicht wenigen Fällen wiederholen. Um in dieser Richtung Fortschritte zu machen ist es zwingend notwendig, das triggernde Antigen aus dem Körper zu eliminieren - namentlich das Spike-Protein. Etablierte Protokolle wie Nattokinase Bromelain Curcumin NAC bauen es zwar ab, verhindern aber nicht seine Nachproduktion aus infizierten/transfizierten Zellen. Einen Ausweg bietet hier die Senolyse - diese eliminiert Spike-produzierende Zellen. Ich schule dieses Konzept in meinen Kursen (Betroffene:
transition-tribe.onepage.me/…; Therapeuten:
transition-tribe.onepage.me/…) und halte es momentan für das Beste Vorgehen bei LC/PV.
Ob im Körper Spike zirkuliert, lässt sich mittlerweile durch einen Schnelltest nachweisen (
spike-test.com/), das MMD-Labor bietet darüber hinaus eine exakte Quantifizierung an (
mmd-labor.de/de/home/). Erfahrungsgemäß testen >90% der LC/PV-Betroffenen positiv auf Spike.
Betroffene sollten IMHO so vorgehen:
1) Testung auf die einschlägigen Autoantikörper, insbesondere auch die GPCR-AK
2) Testung auf Spike
3) Spike-Clearance via Senolyse
4) Soweit dann noch erforderlich oder bei schwerer Klinik parallel eines der genannten Verfahren (Plasmapherese, Rituximab, Daratunamab, IVIG)