Philips-Skandal: Beatmungsgeräte im Zusammenhang mit Krebs – Schweigen in Griechenland
Wir sind das einzige Land in der EU ohne jegliche Informationen! - Die Untätigkeit von Gesundheitsminister Adonis Georgiades (wie auch seiner Vorgänger) ist gefährlich
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Ein internationaler Gesundheitsskandal ist ausgebrochen, der die Atemgeräte von Philips betrifft, die beschuldigt werden, Krebs und andere schwere Erkrankungen zu verursachen.
Weltweit wurden mehr als 15 Millionen CPAP-, BiPAP- und mechanische Beatmungsgeräte des Unternehmens zurückgerufen, nachdem bekannt wurde, dass der in ihnen verwendete Schaumstoff giftige Substanzen freisetzt, die mit Krebs, Atemproblemen und Organschäden in Verbindung stehen.
In Griechenland hat die Regierung Mitsotakis jedoch keine Rückrufe durchgeführt, was heftige Reaktionen und große Besorgnis unter den Patienten ausgelöst hat.
Philips Respironics gab das Problem erstmals im Juni 2021 bekannt, als das Unternehmen einen freiwilligen Rückruf seiner Geräte aufgrund des Risikos durch den zur Geräuschreduzierung verwendeten Polyurethanschaum aussprach. Wie sich herausstellte, zersetzt sich dieser Schaumstoff im Laufe der Zeit und setzt Chemikalien frei, die von den Benutzern eingeatmet werden.
Laut Drugwatch umfassen die Folgen verschiedene Krebsarten, wie Lungen- und Leberkrebs, sowie schwere Atemprobleme. Das Unternehmen schloss im April 2024 in den Vereinigten Staaten einen Vergleich über 1,1 Milliarden Dollar, während bis Mai 2025 noch 828 Fälle in Sammelklagen für Entschädigungen anhängig waren.
Weltweit hat Philips 99 % der als gefährlich eingestuften Geräte zurückgerufen, wie auf der offiziellen Website angegeben, und in den USA hat das Unternehmen nach Verhandlungen mit der FDA zugestimmt, den Verkauf solcher Geräte einzustellen. In Griechenland bleibt die Situation jedoch unverändert.
Trotz internationaler Warnungen und massiver Rückrufe hat die Nationale Arzneimittelbehörde (EOF) und das Gesundheitsministerium keine Maßnahmen ergriffen, um die Geräte aus Krankenhäusern, Kliniken oder von privaten Nutzern zurückzuziehen, wodurch Tausende von Patienten schwerwiegenden Risiken ausgesetzt sind.
Die Untätigkeit des Gesundheitsministers Adonis Georgiadis (sowie seiner Vorgänger) in einer Angelegenheit, die eine Welle von Reaktionen von Patienten und medizinischen Verbänden ausgelöst hat, ist gefährlich.
„Es ist inakzeptabel, untätig zu bleiben, wenn die ganze Welt die Gefahr anerkannt hat“, erklärte ein Vertreter des Panhellenischen Ärzteverbandes und forderte den sofortigen Rückruf und Austausch der Geräte.
Viele Patienten, die die Geräte zur Behandlung von Schlafapnoe oder anderen Atemproblemen verwenden, leben nun in der Angst, dass sich ihre Gesundheit täglich verschlechtert.
Auch die Opposition hat die Regierung scharf kritisiert und ihr Gleichgültigkeit und mangelnde Sensibilität gegenüber den Bürgern vorgeworfen. „Sie stellt die Interessen von Unternehmen über die Gesundheit der Griechen“, erklärte ein Abgeordneter von SYRIZA und forderte eine Untersuchung, ob es Druck von Philips gab, um einen Rückruf in Griechenland zu vermeiden.
Der Philips-Fall ist ein weiteres Beispiel für Missmanagement im griechischen öffentlichen Gesundheitssektor. Während der Rest der Welt Maßnahmen ergreift, um seine Bürger zu schützen, bleibt Griechenland untätig und überlässt die Patienten der Unsicherheit.
Die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen ist dringend, da jeder vergehende Tag die Gesundheit von Tausenden von Menschen gefährdet.
Europäische Sammelklage für Philips-Ventilatoren (Juli 2024):
Das Global Justice Network (GJN), eine internationale Koalition von Anwälten, die weltweit Opfer und Verbraucher verteidigen, und ADUSBEF, ein führender italienischer Verbraucherverband, haben im Sommer 2024 eine Sammelklage (ein vom Gericht in Mailand verschobener Fall) gegen Philips im Namen aller europäischen Nutzer eingereicht, die von Mängeln an CPAP- und mechanischen Ventilatoren betroffen sind.
Über eine Million Menschen nutzten laut internen Dokumenten von Philips diese Geräte in Europa, um Schlafstörungen und Atemprobleme zu behandeln.
Dokumente, die im Rahmen der Sammelklage in den USA beschafft wurden, zeigten, dass Philips seit 2008 von dem Problem wusste und 2016 intern über die Zersetzung des Schaumstoffisolationsmaterials diskutierte.
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