Sehr geehrter Herr Özdemir,
Ihre Idee einer „Bildungs-ID“ als Lösung für Schulversagen wirkt, wie viele Ihrer parteipolitischen Konzepte, technokratisch verbrämt, ideologisch aufgeladen und fern jeder bildungspolitischen Realität. Es ist ein weiteres Beispiel grüner Symbolpolitik ohne Substanz.
Dass immer mehr Jugendliche ohne Abschluss die Schule verlassen, liegt nicht an fehlenden Identifikationsnummern, sondern an einem fundamentalen Werte-, Leistungs- und Autoritätsverlust in unserem Bildungssystem. Hinzu tritt eine Migrationspolitik, die in weiten Teilen weder integrationsfähig noch integrationswillig Menschen in dieses Land spült und die religiöse Dogmen oft höher bewerten als gesellschaftliche Teilhabe oder Bildungspflicht.
Gute Bildungsergebnisse entstehen nicht durch digitale Erfassung und Datentracking, sondern durch:
- Leistungsbereitschaft statt Anspruchsmentalität,
- Verantwortung statt staatlicher Entlastungskultur,
- und Anstrengung statt Gleichmacherei auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner.
Was das Bildungssystem braucht, sind nicht mehr Verwaltungsinstrumente, sondern eine Rückbesinnung auf das, was Bildung erfolgreich macht, Verbindlichkeit, Disziplin, Respekt und ein klarer Werterahmen. Qualitäten, die in Ihrer politischen Denkschule offenbar aus dem Lehrplan gestrichen wurden.
Mit freundlichen Grüßen
aus der Lebenswirklichkeit derjenigen, die Leistung noch nicht für ein soziales Konstrukt halten.