Ich bin nicht tief in der Normungsarbeit drin, aber ich sehe hier eine grundsätzliche gesellschaftliche Frage:
Bei Software fordert die
#FSFE mit „Public Money? Public Code!“, dass öffentlich finanzierte Software als Freie Software verfügbar sein sollte.
Müsste diese Logik nicht auch für Normen, Standards und öffentliche Infrastruktur gelten?
Wenn Normen durch Gesetze, TÜV, Ausschreibungen, Förderbedingungen oder öffentliche Bauprojekte faktisch relevant werden, sind sie nicht mehr nur private Fachtexte. Dann betreffen sie Rechtssicherheit, Planung, Barrierefreiheit, Sicherheit und Teilhabe.
Gerade bei öffentlicher Infrastruktur und Inklusion sollte das künftig gesellschaftliche Pflicht sein: Öffentlich relevante Regeln müssen öffentlich nachvollziehbar sein.
Wenn bekannte Anforderungen ignoriert werden, darf das nicht auf Betroffene, Auftraggeber oder öffentliche Gelder abgewälzt werden. Verantwortliche Planer und Stellen müssen spürbar Verantwortung tragen.
Gibt es dafür bei Normen schon eine klare Bewegung?
Public Money, Public Infra, Public Standards.