Italiens Marine will ihren Flugzeugträger „Cavour“ künftig mit Kampfdrohnen ausstatten – für 1,2 Milliarden Euro.
Geplant ist der Einsatz der türkischen Bayraktar TB3, die von dem Schiff starten und landen kann. Sie soll die bestehenden Systeme an Bord ergänzen, darunter F-35B-Kampfjets und Hubschrauber.
Wie das Fachmagazin „Naval News“ berichtet, bestätigte Vizeadmiral Enrico Berutti Bergotto das Vorhaben in einer Anhörung im Senat.
Die Drohnen könnten auf der „Cavour“ integriert werden und sowohl zur Aufklärung als auch für bewaffnete Missionen eingesetzt werden.
Die Beschaffung läuft über den italienischen Rüstungskonzern Leonardo.
Die TB3 ist für den maritimen Einsatz konzipiert. Sie verfügt über klappbare Flügel, ein verstärktes Fahrwerk und ist auf Starts und Landungen auf kurzen Decks ausgelegt.
Ihre Stärke liegt in langen Einsatzzeiten, der Überwachung von Seegebieten und der Fähigkeit, Ziele präzise anzugreifen.
Italien wäre laut „Naval News“ das erste europäische Land, das diese Variante nutzt.
Für die Marine bedeutet das einen deutlichen Ausbau unbemannter Fähigkeiten.
Bereits heute kommen Aufklärungsdrohnen wie ScanEagle zum Einsatz.
Zusätzlich nutzt die Flotte Systeme, die kleine Drohnen als sogenannte „loitering munitions“ starten, die Ziele eigenständig angreifen können.