Das was gestern Abend passiert ist, ist in Wirklichkeit besorgniserregend:
@CDU-Quellen unterstellen gemeinsam mit
@focusonline öffentlich der
@spdde Absender einer "Frauen gegen
@_FriedrichMerz"-Kampagne zu sein und verbreiten diese, ohne Rücksprache, Hinzunahme einer zweiten Quelle oder Beweisen. Erregte Mandatsträger und Multiplikatoren teilen den Artikel und seine Behauptungen. Das Problem: Keiner in der SPD kennt diese Kampagne, schon gar keiner auf Bundesebene. Auch wir als Agentur nicht.
Auf die Idee, dass es Frauen eigenständig machen könnten, weil sie vielleicht Sorge vor einem Kanzler Merz und den Konsequenzen bei Abtreibungsrechten und anderen Themen haben, kommt kaum jemand. Auf die Idee, dass es jemand anderes war, kommt kaum jemand. Heute löschen alle ihre gestrigen Tweets, während der Focus den Artikel offline stellt.
Wir tun alle gut daran, dass wir in diesen Zeiten nachfragen, Rücksprache halten und bei allen Berichten schauen, welche Quellen zitiert werden. Das ist, im Zeitalter von Fake News und Desinformation, nicht nur die Sorgfaltspflicht des Journalismus, sondern auch von jedem Einzelnen von uns.
Und ja, der Wahlkampf wird hart, aber von demokratischen Parteien und ihren (x-)Protagonisten erwarte ich, dass dieser mit Transparenz und offenem Visier geführt wird, mit klarer Absenderschaft, gerne mit Klartext oder vergleichend, mit Humor oder Augenzwinkernd. Denn genau die unterschiedlichen Positionen sind es, warum unser Land keine Einheitspartei hat. Zum Glück nicht mehr.