Was nach „Remigration“ kommt, fragt sich offenbar nicht jeder.
Bei der AfD jedenfalls kommt dann nicht Ruhe.
Es kommt die nächste Verdachtszone.
Denn dieses Versprechen lebt davon, dass immer noch jemand übrig bleibt, der angeblich nicht richtig dazugehört. Erst klingt es nach Rechtsstaat. Dann nach Kultur. Dann nach Herkunft. Dann nach der Frage, wer überhaupt noch als „deutsch genug“ gilt.
Da wird aus Migrationspolitik ein Sortierprinzip.
Die
#AfD verkauft „Remigration“ als Lösung für konkrete Probleme. Aber sie löst damit keine überfüllte Schule, keine kaputte Verwaltung, keine Wohnungsnot und keinen Pflegenotstand.
Sie verschiebt nur den Blick.
Weg von Politik, die etwas bauen, finanzieren und organisieren müsste. Hin zu Menschen, die man markieren kann.
Und genau deshalb bleibt diese Idee so bequem: Wenn danach immer noch nichts besser wird, lag es nie an der eigenen Politik. Dann waren nur wieder die Falschen noch da.
Es ist die Ausrede, mit der man immer weiter nach unten tritt.