Als Frau vonderLeyen im Jahr 2020 eine EU-Initiative namens „Neues Europäisches Bauhaus“ ausrief, hatten wir sofort etwas dagegen. Reicht es denn nicht, dachten wir damals, dass diese spießige deutsche Rokoko-Nudel GANZ EUROPA mit ihrer sturmtruppaffinen Betonfrisur & dem darunter ansässigen Herrschaftsbrutalismus terrorisiert?
Muss sie nun auch eine der wenigen ästhetischen Errungenschaften der europäischen Moderne (begrifflich) kapern, um in einer als „(persönliches) Herzensprojekt“ vermarkteten PR-Hohlkammer die „Seele“ ihrer „Klimapolitik“ und das Geld viel feinsinnigerer EU-Bürger zu verbrennen?
Wäre sie nicht besser beraten, sich am (hässlichen) Washingtoner Watergate-Complex oder dem J. Edgar Hoover Building zu orientieren, dem (noch hässlicheren) Hauptsitz der Berufsschnüffler vom FBI?
Oder am unvollendeten Ryugyong-Hotel (Name uns bekannt, aber unaussprechlich) in Pjöngjang, Nordkorea, das man seiner bedrohlichen Silhouette wegen das „Hotel of Doom“ nennt, den Hauptsitz von Verhängnis, Untergang & übelstem Verderben? Oder wenigstens an der Protzen-Architektur der McMansions, jenen lächerlich überdimensionierten Pappmachéhütten für Dickies in den USA, die durch billige Imitate historischer Stilelemente (Säulen! Giebel!) Reichtum simulieren sollen?
Muss es denn unbedingt… das BAUHAUS sein? Und ist einer lebensfremden Null wie vonderLeyen denn wirklich zuzutrauen, dass sie den architektonischen Stil der klaren, schnörkellosen Form auch sauber von der gleichnamigen Baumarktkette unterscheiden kann?
Sechs Jahre, diverse Finanzierungsrunden, etliche (verachtenswerte) Anmaßungen & einen Youtube-Kanal später - 500 Abonnenten, lol! - liegt für das (damalige) Vorzeigeprojekt des von EU-getriebener (Auf-) Rüstungsverschmutzung zwischenzeitlich erstickten GREEN DEAL nun eine erste Bilanz vor: Das „Neue Europäische Bauhaus“ hat seit seiner Gründung ganze 1,4 Milliarden Euro verschlungen - und kann als Ergebnis - täterätääätätäää - ein ganzes halbfertiges Gebäude vorlegen. In Zahlen: 1.
Das will natürlich gefeiert sein (s. Video). Mit einem (CO2-neutralen?) Empfang, einer großen (kohlenstoffarmen?) Rede und einer (net zero?) Trophäe, von der Sie zum Glück noch gar nicht wissen, was sie Sie noch kosten wird. Klatschklatsch, nun mal ja nicht so bescheiden!, klatschklatschklatsch, große Leistung!!, klatschediklatschediklatsch.
Da überall, wo vonderLeyen draufsteht, natürlich ein bisschen Watergate drin ist - Ehrensache! - darf auch der spießig menschelnde Provinzfilz nicht fehlen, der für deutsche EU-ler so typisch (geworden) ist. Und deshalb tritt der EU-Abgeordnete Christian Ehler (CDU) mit ungustiös geschwellter Brust als gönnerhafter Mentor der Initiative auf (!) - er sei „zuversichtlich“, dass „das“ eine „positive Erzählung“ (??) für die „grüne Transformation“ (???) der EU sein werde -, während seine Ehefrau (????) Pernille Weiss-Ehler (Name echt) sich auf Seite der EU-Kommission, Abt. „Umwelt“, um dasselbe (?????) kümmert.
Da schließlich alles, was vonderLeyen auch nur berührt (geschweige denn „persönlich“ angestoßen) hat, ohne umständliche Umschweife dazu geeignet ist, jedes der bösen Vorurteile zu bestätigen, die Sie in Bezug auf die nutzlose EU, ihre abstoßende Arroganz, pompöse Ineffizienz und völlig unbefangene Verschwendungssucht je hatten, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, wohin die Gelder dieses „Neuen Europäischen Bauhauses“ - 1,4 Milliarden – denn so geflossen sind:
In einem Programm wurden 1,8 Mio. Euro für eine „KI-gestützte“ Website zur Veröffentlichung von NEB „Wissensbausteinen“ bereitgestellt, ein anderes zahlte 1 Mio. Euro für einen Kurs über Holz in Genua und ein Programm namens UTOPIZE gab ganze 4 Millionen Euro für das „Empowerment“ städtischer Bürger aus („urban citizen empowerment“). Und das Programm „Bauhaus Bites“ schließlich wird insgesamt 3 Millionen Euro gekostet haben - u.a. für „eine praktische Kochsitzung unter der Leitung von Küchenchef Antonio Campo und der Sozialunternehmerin Nicoletta Cosentino“ in Palermo, bei der den Teilnehmern Risotto mit Zitrone serviert wurde.
Ein kleiner Zirkel elitärer Bürokratie- und Ökohonks ohne jeden Sinn für das Gemeinwohl bereichert sich hier auf Kosten der Allgemeinheit - und das soll ein neues Bauhaus sein??? Hätten Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe oder Marcel Breuer in Europa heute etwas zu sagen, dann würden sie vonderLeyens geldverbrennenden (Bürokraten-)Kretins mit ihrem gedankenlosen Selbstbeweihräucherungsklimbim schleunigst den Übergang zu einer modernen, funktionalistischen Bauweise verordnen.
Und weilte der Schweizer Architekt Hannes Meyer noch unter uns, der unter dem Leitwort „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ den Fokus auf preiswerte Wohnungen für die Arbeiterklasse, mithin auf Modernisierung & Priorisierung des sozialen Wohnungsbaus legte, dann bekäme die mit der architektonisch anspruchslosen Betonfrisur, die zugleich auch die mit den (verprassten) Millionen für Zitronenrisotto und den Abermilliarden für Rüstung und Überrüstung ist, mit geometrischer Sorgfalt und nach den Regeln der Architekturkunst auf die Mütze.
Von der EU in ihrer Gesamtheit zu schweigen - denn erst, wenn sie in ihrer jetzigen Form verschwände, könnten wir tatsächlich Aussicht auf ein wahres Bauhaus haben. Mit „Licht, Luft und Sonne für alle“ (Martin Wagner).
In diesem Sinne: Urbi et OBI!