Zur Theorie, dass die E-Mail von Schmitz ohne Kontext und selektiv, nicht in voller Länge, im Interview von Peter Röthlisberger mit Patrick Fischer vorgelesen wurde:
Das würde bedeuten, Fischer riskiere eine Verleumdungsklage, nur um es dem SRF-Mann heimzuzahlen, und spanne dafür den bekannten Journalisten von Somedia ein? Dann müsste man auch annehmen, ein Journalist hänge seine Karriere an den Nagel, um sich beim grössten Schweizer Medien-Skandal von 2026 für so etwas instrumentalisieren zu lassen. Das wäre beruflicher Selbstmord.
Selbst wenn die Off-the-record-Vereinbarung (OTR) erst nach dem Mittagessen entstanden ist, wurde zugesichert, sie einzuhalten.
Man kann nicht nachträglich behaupten, eine OTR-Vereinbarung gelte nur, wenn sie vor dem Gespräch abgemacht wurde – schon gar nicht nach einer Bestätigung.
Zudem zeigt sich erneut die unsaubere Trennung zwischen dem SRF als vertraglichem Promotionspartner des Eishockeyverbands und seiner Rolle als Investigativjournalist, die plötzlich vom selben Team ausgelebt werden sollte. Ich habe auf der Website von
@LibertusSociety einen Artikel dazu veröffentlicht.
Wer im Nachhinein so pingelig auf OTR pocht, sollte endlich Promotion und Journalismus sauber trennen. Das Prinzip der Gewaltentrennung gilt zwar für den Staat, doch die SRG als Verein mit behördlichem Auftrag täte gut daran, dieses Problem anzugehen.
Warum mit einem Vertragspartner weitermachen, der einen jederzeit ans Messer liefern kann, weil er auch journalistische Aufgaben erfüllt und OTR selektiv anwendet?