Das, was man hier in der Kommentarsektion vorfindet, muss das Phänomen der Behindertenwerkstatt sein von der Lambda sprach.
Leute verteidigen wieder das dämliche ziellose Schulturnen gegen Krafttraining, in ironischer Verleugnung der Tatsache, dass gerade Turner (die den Sport tatsächlich wettkampforientiert betreiben) so ziemlich die muskelbepacktesten olympischen Sportler überhaupt sind.
All dem zu Grunde liegt hauptsächlich die längst veraltete Annahme, man würde durch das Praktizieren einer spezifischen Sportart alleine hinreichend gut in dieser Sportart werden. Realität ist, dass in praktisch allen Disziplinen in denen der eigentliche Sportakt keine enorme Ausdauer (Marathon, etc.) oder extreme technische Fertigkeit (Tischtennis, etc.) benötigt, die Sportler in den letzten 50 Jahren alle viel muskulöser geworden sind (Schwimmer, Radsprinter, Zehnkämpfer, etc.), weil sich das Training längst in disziplinspezifische und allgemeine körperliche Aspekte ausdifferenziert hat.
Der Schulsport ist diesen Wandel nie mitgegangen und misst generell gar keinen Fortschritt der Schüler, weder allgemein noch disziplinspezifisch und ich frage mich worin der Sinn liegen soll, diesen Zustand zu verteidigen.