Was für eine haarsträubend hohle Phrase.
Selbstverständlich ist das nicht die richtige Antwort, Einstein.
Die richtige Antwort wäre Rechtsstaatlichkeit gewesen. Und zwar davor. Weil es nicht um diesen einen Fall geht, sondern um die hunderten und tausenden davor. Dieser Fall brachte nur ein bereits brodelndes Fass zum Überlaufen.
Und genau darum sind hieran nicht nur die ohne Frage zu verurteilenden Brandstifter schuld oder nur die wilde Bestie, die mit ihrem Enthauptungsversuch jene grenzenlose Wut entfesselte.
Eine geisteskranke Justiz, die sich Lichtjahre von dem entfernt hat, was normale Leute als Gerechtigkeit empfinden, Richter, die mit Kuschel-Urteilen und Willkür das Vertrauen in den Rechtsstaat aushölten und Politiker, die gegen den Willen des Volkes regierten, haben ganz genauso mitgebrandschatzt wie jener schäumende Mob.
Wer dafür sorgt, dass Recht nichts mehr mit Gerechtigkeit zu tun hat, bekommt irgendwann Selbstjustiz.
Wer konsequent gegen die eigenen Bürger regiert, bekommt irgendwann Gewalt.
Das ist dann halt hässlich. Und es ist auch nicht zu entschuldigen. Aber es ist die logische, unausweichliche Konsequenz. Immer.
Es ist eine Katastrophe mit Ansage.
Und sie wird sich wiederholen, bis Politiker sich dem Willen des Volkes beugen und Richter das Recht nicht mehr gegen die Gerechtigkeit ausspielen.
Selbstjustiz und gewalttätige Mobs werden sich wiederholen.
Nicht, weil Belfast so gewaltbereit wäre.
Sondern, weil Belfast eben kein Einzelfall ist.
Weil es symptomatisch ist.
Weil es auch überall sonst in der westlichen Hälfte Europas hätte sein können.
Und deshalb kann es sich dort auch überall wiederholen. In Belfast oder eben woanders.
Denn Belfast ist überall.