📌 Filmempfehlung: „Chronisch krank – Chronisch ignoriert“
đź—“ Ab 24.02.2025 | 5.00 Uhr in der
@ARTEde-Mediathek, am 25.02.2025 um 22:35 Uhr auf ARTE
Diese eindrucksvolle Dokumentation von Sibylle Dahrendorf und Daniela Schmidt-Langels gibt Betroffenen mit ME/CFS sowie häufig begleitenden Erkrankungen wie dem Posturalen Tachykardiesyndrom (PoTS), der Small-Fiber-Neuropathie (SFN), der Kranio-zervikalen-Instabilität (CCI) und die oft ĂĽbersehene Fluorchinolon-Toxizität eine Stimme.Â
In bewegenden Interviews berichten Betroffene und ihre Familien von einem Alltag, der von unvorstellbarem Leiden, Isolation und den tiefgreifenden Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen gezeichnet ist. Forschende erklären, dass die Umbenennung von Myalgischer Enzephalomyelitis (ME) in Chronisches Fatigue Syndrom (CFS) die Krankheit verharmloste und ihre Erforschung jahrzehntelang ausbremste. Dies erschwert die Entwicklung wirksamer Behandlungen bis heute.
Trotz fehlender finanzieller Unterstützung und massiver Hürden im Gesundheitssystem setzen ÄrztInnen und Forschende ihre verzweifelten Bemühungen fort, Lösungen zu finden. Viel zu viele bleiben ohne Hilfe und werden durch falsche Behandlungen zusätzlich und im schlimmsten Fall dauerhaft geschädigt.
Die Dokumentation führt durch Deutschland, Österreich, Großbritannien und die USA und zeigt eindringlich: Erkrankte und ihr Umfeld werden weiterhin sowohl von der Gesellschaft als auch vom System ignoriert und allein gelassen. Das Schweigen muss jetzt gebrochen werden – es kostet Leben!
Wir danken Daniela Schmidt-Langels (Buch und Regie), den Betroffenen, Angehörigen, ÄrztInnen und Forschenden, die ihre Geschichten erzählt und ihre Erfahrungen geteilt haben und damit den Mut aufbrachten, anderen eine Stimme zu geben.
Ein ganz besonderer Dank gilt
@sibylle_berlin (Buch und Regie), die trotz der Schwere ihrer Erkrankungen mit unerschütterlichem Willen und innerer Stärke diesen Film realisiert hat – ein tief berührendes Zeugnis ihrer Enttäuschung und Verzweiflung, aber auch ihrer Hoffnung auf Aufklärung und Veränderung.
»Mit Ende des Films hört die Tragödie leider nicht auf. Das Einzige, was ich mir sehnlichst wĂĽnsche, dass Erkrankten, gleichgĂĽltig welcher Auslöser und/oder Kombinationen davon, ENDLICH geholfen wird.«Â
Sibylle Dahrendorf, Januar 2025
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Im liebevollen Gedenken an Judith Schoßböck, deren Lachen und Engagement unvergessen bleiben.
millionsmissing.de
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