Wenn ich als Deutscher ohne Migrationshintergrund im Sommer an diesen Grillwiesen vorbeigehe, treffe ich Menschen, die mir Gastfreundschaft und Freundlichkeit entgegenbringen.
Menschen, die sich einen kleinen Raum in ihrem Alltag schaffen, um dort kurz mal zur Ruhe zu kommen. Diese Menschen sind nicht pauschal "kriminell" oder "bedrohlich".
Es sind Familien oder Gruppen von Freunden, die einen öffentlichen Platz genau so nutzen, wie er geschaffen wurde:
als Ort der Entspannung, Begegnung und Zusammenkunft.
Natürlich sind auch immer Arschlöcher dabei … aber so ist das nun mal, wenn Menschen zusammenkommen.
Die Mehrheit der Menschen, die ich dort sehe, ist jedoch friedlich und will einfach nur ein bisschen Erholung und Ruhe.
Diese Menschen "verändern" meine Heimat nicht – sie sind Teil davon.
Ob sie nun Kopftuch oder Lederhose tragen, geht mich einen Scheiß an, solange sie mich damit in Ruhe lassen.
Wenn ich einfach gestrickt wäre, würde ich jetzt sagen: "Aber wenn ich das im Iran machen würde, bla bla …" Doch dann meldet sich immer diese Stimme der Vernunft in meinem Kopf: "Du bist hier aber nicht im Iran … also worüber regst du dich auf? Niemand nimmt dir etwas weg."
Wer an dieser Stelle nun zu einem Monolog über die "kulturfremde Massenmigration" ansetzt und bekundet, sich "fremd" zu fühlen, hat sich vielleicht so weit vom menschlichen Miteinander entfernt, dass er darüber nachdenken sollte, ob die Gattung "Mensch" noch mit seiner Kultur zu vereinbaren ist.
Es gibt ein altes Deutsches Sprichwort, dass grundlegender Teil unserer Kultur ist
Es lautet:
"Halt doch einfach mal die Schnauze Junge!"... und wenn du etwas von unserer deutschen Kultur mitnehmen möchtest, dann sollte es das sein.