Gut! Aber ein noch ein besserer Vorschlag: Die Lohntransparenz-Richtlinie komplett zurücknehmen.
Schweden setzt sich dafür bereits ein, Österreich sollte nachziehen. Denn der schöne Name des Gesetzes darf nicht darüber hinwegtäuschen, was wirklich dahinter steckt: Lohnbildung nach sozialistischem Vorbild.
Unternehmen sollen verpflichtet werden, die Gehälter der Beschäftigten offenzulegen. Mit einer Reihe an Eingriffen in die Vertragsfreiheit soll der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen auf maximal fünf Prozent limitert werden: Arbeitgeber dürfen Bewerber nicht mehr nach dem bisherigen Verdienst fragen, müssen aber offenlegen, was künftige Kollegen verdienen und jede Gehaltsdifferenz bei umgekehrter Beweislast dokumentieren und rechtfertigen.
Wer mit einem Konkurrenzangebot in der Tasche mehr Gehalt herausverhandelt, macht seinen Arbeitgeber nach der neuen Logik der Diskriminierung verdächtig.
Und das in einem Land, in dem bereits 98 Prozent der Beschäftigten kollektivvertraglich abgesichert sind, in dem der Gender Pay Gap circa sechs Prozent beträgt, in dem die Unternehmen schon unter Berichtspflichten erdrückt werden. Die Lohntransparenz-Richtlinie ist ein Bürokratiemonster ohne sinnvollen Nutzen. Sie sollte nicht umgesetzt werden.