Stuttgarter Zeitung, 15.2.2026
“Seit 2016 leitet Hope das Zürcher Kammerorchester, das er in dieser Zeit zu einem der besten Ensembles seiner Art geformt hat. Ähnlich wie die Festival Strings Lucerne, die erst vor kurzem in der Reihe Faszination Klassik gastierten, bestechen auch die Zürcher durch ihre Homogenität und technische Brillanz.
Die ermöglicht extreme Wirkungen: Furios, wie in der „Air de Furies“ aus Christoph Willibald Glucks Oper „Orphée et Eurydice“ die motivischen Blitze in perfektem Unisono herunterfahren und einen veritablen Orkan auslösen.
Doch das Orchester kann auch anders: im ersten Werk des Abends, Mozarts Sinfonie D-Dur KV 196, einem verblüffend genialen Werk des 18-Jährigen, zeigten die Zürcher ein dynamisches Spektrum, das vor allem auf einer ausgefeilten Kultur der leisen Töne beruht: ein derart ausbalanciertes Pianissimo ohne tonale Brüche ist auch von Toporchestern selten zu hören.
Mit Mozarts erstem Violinkonzert B-Dur KV 207 ging es nach der Pause weiter im gut besetzten Beethovensaal. Auch hier bewies Hope seine geigerischen Qualitäten eindrucksvoll: sein schlanker, fein gewirkter Ton, seine bewusst als Ausdrucksmittel eingesetzten Vibrati – eine Qualität, die auch das Orchester auszeichnet – und sein immer frei wirkendes, von Fantasie und Spontaneität getragenes Spiel.”