[Nachgefragt]
Heute haben wir
@Zentoris_R4G von
@regnum4games gefragt, was sich im DACHCS Bereich verändern muss.
Zitat Zentoris:
"Zu Beginn möchte ich hier lobende Worte verlieren. Die DACH CS Masters haben nach dem Wegfall der ESLM ein schwieriges Feld vorgefunden und daraus mehr als das Beste gemacht. Der Input durch
#GemeinsamfürDACH sowie die Arbeit von
@JFCbam ,
@The_Hotz ,
@ChristianLenz ,
@Siintyx und allen anderen an der
@dachcs beteiligten Personen haben zu einem sehr guten Start und einer erfolgreichen ersten Saison geführt. Natürlich gab es hier während der Saison auch Störgeräusche, die aber von Seiten der Liga gut moderiert wurden. Das Offlinefinale in Köln am letzten Wochenende als Abschluss der Spielklasse 1 war dann aber natürlich noch einmal was ganz Besonderes. Auch hier hat die Qualität an jeder Ecke gestimmt. Mit dieser Liga sehe ich DACH CS auf einem guten Weg und in fähigen Händen!
Für die Zukunft sehe ich
@BIGCLANgg und
@ATNattax persönlich ein wenig in der Pflicht diese neue nationale Liga dauerhaft und ernsthaft zu unterstützen, sei es durch eigene Teilnahme oder anderweitige Förderungsmöglichkeiten, wobei die eigene Teilnahme natürlich am wichtigsten wäre. Ansonsten begrüße ich das neue
@BIG_SELECTA Programm sehr, auch wenn ich hoffe das dies nicht irgendwann das Ende für BIG ACADEMY bedeutet, beides wären Projekte, die sich gut flankieren könnten. Trotzdem würde ich Initiativen wie BIG SELECTA auch gerne von ALTERNATE aTTaX sehen – Konkurrenz um junge DACH-Talente würde der Szene sehr guttun. Gemeinsam mit der
@EsportsPlayerF1 und
@XPERION_NXT hätte man dann wieder drei große Talentschmieden, was ein bisschen an die Zeit mit
@sproutGG erinnert.
Wir als Szene müssen es schaffen, dass die Liga für die großen DACH-Organisationen wie BIG und aTTaX wieder spannend wird und gleichzeitig dafür sorgen, dass Organisationen wie
@ARROWdotGG, die
@SissiStatePunks oder
@TOGfoxes mit dem Ökosystem weiterwachsen können und zumindest national wirklich starke Konkurrenz für die Global Player der Szene werden können.
Dafür müssen aus meiner Sicht aber auch die Spieler erst einmal ihre Erwartungshaltung an die Szene der Realität anpassen. Momentan darf es nicht der treibende Faktor sein, mit seiner Tätigkeit als Spieler, Coach oder ähnlichem, wirklich Geld verdienen zu wollen. Die Szene ist finanziell angeschlagen und jetzt müssen Leidenschaft für den E-Sport und die Emotionen, die damit einhergehen genug Ansporn sein etwas zu erreichen und so die Szene wieder voranzubringen. Wenn wir jetzt zurückstecken und die Ressourcen von den Organisationen im DACH-Raum klug einsetzen, kann irgendwann auch wieder (gute) Bezahlung zur Realität gehören, ohne einen strukturellen Schaden in der Szene anzurichten.
Um dieses Ziel zu erreichen, wünsche ich mir persönlich auch einen stärkeren
@ESBD_Verband der proaktiv auf die Amateurorganisationen zugeht, egal ob Verein oder nicht. Den Dialog zwischen diesem und dem ESBD sehe ich als sehr wichtig an, gerade weil viele Organisationen den Wert des ESBDs gar nicht richtig einschätzen können, da dieser für viele eher unbekannt ist. Schafft der ESBD diese zu erreichen und dauerhaft damit mehr Anreize für eine Mitgliedschaft zu schaffen, machen wir uns auch immer sichtbarer für die Politik. Das geht aber nur gemeinsam. Deswegen hoffe ich, dass sich mehr Personen mit dem ESBD beschäftigen werden und dort ihren Teil leisten möchten.
Aber neben diesen strukturellen Dingen müssen wir als Szene uns auch stärker von extremistischen, exkludierenden, frauen- und fremdenfeindlichen Aussagen und Personen abgrenzen. Wir müssen verstehen, dass dieses Verhalten der Szene nachhaltig schadet, denn kein Sponsor der Welt, welcher noch nicht im E-Sport aktiv ist, will mit solchen Themen in Verbindung gebracht werden. Hier brauchen wir aus meiner Sicht bessere Backgroundchecks seitens der Organisationen und generell in der Szene eine 0- Toleranzpolitik gegenüber solchem Verhalten. Personen, die dann dennoch öffentlich solche Positionen beziehen, müssen dann eben mit Gegenwind rechnen.
Generell sollten Spieler, Coaches und alle in der Szene aktiven Personen zwei bis dreimal überlegen, ob der Content, den sie produzieren oder der Post, den sie gerade verfassen, der Szene einen Mehrwert bietet oder zumindest keinen Schaden anrichtet. Ab einem gewissen Punkt ist man nun einmal eine „Persönlichkeit des öffentlichen Lebens“ innerhalb unserer Szene und dieser Verantwortung sollte man sich bewusst sein.
Am Ende ist es nämlich an uns, jeder Person in der Szene, auch derer die gerade diesen Beitrag lesen und eventuell zustimmend nicken, entrüstet mit dem Kopf schütteln oder sich darüber aufregen, die Szene mitzugestalten. Dafür braucht es sachlichen Dialog, Kritik wo Kritik angebracht ist und eine klare Abgrenzung von Hass, Entmenschlichung und Hetze. Nur gemeinsam können wir die Szene zum Besseren verändern – und ich denke das ist am Ende unser aller Ziel."