Manche verkaufen Islamismus als Widerstand gegen Rassismus und Nationalismus.
Komisch nur: Über arabische Überlegenheitsfantasien, Sklaverei in der muslimischen Welt und religiöse Herablassung gegenüber „Ungläubigen“ sprechen sie dann plötzlich nicht mehr.
Noch unbequemer:
Ausgerechnet der Westen, den sie moralisch verachten, musste in vielen muslimischen Gesellschaften massiven Druck ausüben, damit Sklaverei überhaupt abgeschafft wurde.
Sie bekämpfen keinen Identitätsstolz. Sie tauschen ihn nur aus. Aus Nationalstolz wird religiöser Stolz.
Sich über den eigenen Glauben zu freuen, ist das eine.
Sich moralisch, spirituell und politisch über andere zu stellen, ist etwas anderes.
Das ist kein Antirassismus und auch nicht etwas gänzlich anderes als Nationalismus.
Das ist dieselbe Arroganz mit anderem Heiligenschein.