888 Gift unter die Würste – Berns heimtückischer Deal mit dem PFAS-Fleisch
Der St. Galler Skandal, den niemand wirklich stoppen wollte
Im Sommer 2024 flog der Skandal auf:
Im Nordosten von St. Gallen hatten Dutzende Kühe so viel PFAS aufgenommen – jene berüchtigten «Ewigkeitschemikalien» –, dass ihr Fleisch die gesetzlichen Grenzwerte teilweise dramatisch überschritt.
PFAS reichern sich im Körper an, bauen sich praktisch nicht ab und stehen im dringenden Verdacht, Krebs zu fördern, die Fruchtbarkeit zu mindern, das Immunsystem zu schwächen und eine ganze Palette chronischer Leiden zu begünstigen.
Für die betroffenen Landwirte eine existenzielle Katastrophe.
Für den Rest der Schweiz eine stille Warnung:
Das Gift ist längst überall.
Statt konsequent zu handeln – Verkaufsstopp, Entschädigung, Sanierung der Böden –, suchte man nach einem Ausweg. Und fand ihn.
Die perfide «Lösung» aus Bern: Verdünnen statt verbieten
Ständerat Benedikt Würth (Mitte/SG) reichte eine Motion ein:
Belastetes Fleisch einfach mit sauberem mischen – in Hackfleisch, Würsten, Fertigprodukten –, bis die Grenzwerte wieder eingehalten sind.
Der Bundesrat unterstützt diese Stossrichtung ausdrücklich.
Das Parlament wird in der laufenden Session wohl endgültig Ja sagen.
Die Umsetzung soll über eine unscheinbare Verordnungsänderung laufen – ohne Referendum, ohne grosses Aufsehen, ohne dass die Konsumentinnen und Konsumenten je erfahren, was sie da eigentlich essen.
Genau das ist das Hinterhältige daran.
Der Bund tut so, als ginge es ihm um die «Existenzsicherung» der Bauern.
In Wahrheit nimmt er bewusst in Kauf, dass sich die PFAS-Belastung auf mehr Teller verteilt.
Statt das Problem an der Wurzel zu packen – die Freisetzung dieser Stoffe endlich drastisch zu reduzieren –, verdünnt er das Gift und hofft, dass niemand merkt, wie sehr er die Gesundheit des Volkes mit Füssen tritt.
Von Transparenz keine Spur:
Weder Detailhändler noch das BLV wollen sich derzeit festlegen, ob und wie das Mischfleisch deklariert werden muss.
Ein Sonderweg ohne Vorbild in Europa.
Weil kein anderes Land so dreist ist.
Die scharfen Stimmen, die der Bund nicht hören will
Die Kritik kommt nicht nur von üblichen Verdächtigen.
Die Stiftung für Konsumentenschutz spricht Klartext:
«Damit nimmt man eine Gesundheitsgefährdung der Konsumentinnen und Konsumenten bewusst in Kauf.»
Josianne Walpen, Leiterin Ernährung bei der SKS, warnt zudem vor dem organisatorischen Wahnsinn und dem Imageschaden für die gesamte Branche.
Noch deutlicher wird Umweltchemiker Martin Scheringer von der ETH Zürich, einer der renommiertesten Experten weltweit:
«Fleisch zu vermischen, ist keine Lösung.
Damit setzt man noch viel mehr Menschen einer langfristigen Exposition aus.»
Auch tiefe Konzentrationen seien problematisch, weil PFAS jahrelang im Körper blieben und Krebs auslösen könnten.
«Das Wichtigste ist, jegliche weitere Freisetzung von PFAS in die Umwelt zu vermeiden.»
Die Branchenorganisation Proviande sieht «erhebliche offene Fragen» und fürchtet einen Imageschaden für Schweizer Fleisch – verständlich, wenn die Olma-Bratwurst plötzlich zum Giftverdünner wird.
Und in der WOZ titelte man ungeschminkt: «Augen zu – und her mit der Wurst.»
Dort heisst es, das Parlament stelle «wirtschaftliche Interessen über den Gesundheitsschutz» und unterstütze die «Passivität des Bundesrats».
Selbst Grüne Nationalrätinnen wie Manuela Weichelt und Marionna Schlatter werfen dem Bund vor, seine Sorgfaltspflicht gegenüber der Bevölkerung sträflich zu vernachlässigen – besonders nachdem er kürzlich eine grosse PFAS-Belastungsstudie aus Spargründen gekippt hat.
Ein Lehrstück in zynischer Politik
Der Bundesrat hat mitnichten die Gesundheit des Volkes im Sinn.
Er schützt zuerst die Wirtschaft, dann die Landwirtschaftslobby – und die Bürgerinnen und Bürger dürfen die chemische Suppe auslöffeln.
Hinterfotzig ist das Wort dafür kaum stark genug:
Man versteckt das Gift in der Wurst, ändert still eine Verordnung und hofft, dass die Sache unter dem Radar bleibt.
Wer Schweizer Fleisch künftig isst, sollte wissen:
Es könnte verdünntes Gift enthalten.
Nicht, weil es unvermeidbar wäre.
Sondern, weil Bern es so entschieden hat. Das sind doch die gleiche Politiker, die mit den Corona Massnahmen und Gentheraphien Tausende Menschen im Land umbrachten und Impfschäden ohne Ende immer noch ablügen. Wie lange wird so ein Pack in Bern noch toleriert ? Das sind Massenmörder, auf allen Ebenen. Das erste was man tun sollte, ist Windräder verbieten.
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