Fußball als Erziehungsfernsehen: Wenn die „Systempresse“ Kompetenz durch Quoten ersetzt
Es ist schon fast komisch, wie vorhersehbar das Spiel läuft. Kaum kickt die Nationalmannschaft oder ein Verein in der Bundesliga, schon schieben die öffentlich-rechtlichen Sender und ihre grün-linken Verbündeten wieder Frauen ins Rampenlicht der Moderation und Expertenrunden – nicht weil sie besonders fußballverrückt oder analytisch stark wären, sondern weil es ins Narrativ passt.
„Vielfalt“, „Sichtbarkeit“, „neue Perspektiven“. Klingt edel. Ist aber oft nur teures Erziehungsfernsehen. Man sieht es an den Gesichtern und hört es an den Fragen.
Da sitzen Damen, die offenbar noch nie eine echte Taktiktafel studiert haben, die sich bei Abseits-Entscheidungen verhaspeln oder die großen Spiele auf das übliche „Emotionen und Teamgeist“-Geschwafel reduzieren. Sportinteresse? Oft nur aufgesetzt.
Kompetenz? Sekundär. Hauptsache, die Besetzung sieht „modern“ aus und passt zum Weltbild der Redaktion.
Der Fußball selbst – dieses rohe, leidenschaftliche, oft brutale Spiel – wird zur Bühne für gesellschaftspolitische Erziehung.
Die „Systempresse“ (ARD, ZDF und ihre Satelliten) betreibt das mit einer Vehemenz, die schon peinlich wirkt. Es geht nicht um den besten Journalisten oder die beste Analystin für den Job.
Es geht um Quote, um Signalwirkung, um die Demonstration: „Seht her, wir sind auf der richtigen Seite der Geschichte.“
Dass dabei echte Fußballkenner – männlich oder weiblich – auf der Bank sitzen, weil sie nicht ins Schema passen, stört niemanden in den Chefetagen.
Hauptsache, man kann sich hinterher selbst auf die Schulter klopfen für die „Fortschrittlichkeit“. Fußball ist kein Seminar für Gender-Studies. Er ist ein Sport, bei dem es um Tore, Taktik, Laufwege, Zweikämpfe und manchmal auch um pure Härte geht.
Wer das nicht mit Leidenschaft und Sachverstand vermitteln kann, hat dort nichts zu suchen – egal welches Geschlecht. Die Zuschauer merken das übrigens sehr genau. Die Quoten sinken nicht nur wegen der Leistung der Mannschaft, sondern auch, weil das Drumherum immer öfter wie belehrende Sonntagsschule wirkt statt wie leidenschaftliche Sportberichterstattung.
Es ist lustig und gleichzeitig traurig, wie sehr sich die Medien in diese Rolle verrennen. Statt den Sport einfach den Sport machen zu lassen und die besten Leute vor die Kamera zu holen, wird wieder einmal Ideologie über Kompetenz gestellt. Das Ergebnis: Moderatorinnen und Expertinnen, die mehr wie verlängerte Arme der Redaktionskonferenz wirken als wie echte Fußballverrückte. Erziehungsfernsehen at its best – nur dass die Zuschauer dafür mit ihrem Rundfunkbeitrag bezahlen.
Wer echten Fußball sehen will, ohne pädagogischen Beigeschmack, der schaltet besser auf andere Kanäle um oder wartet auf die Zeiten, in denen Sport wieder Sport sein darf und nicht zur politischen Bühne degradiert wird.
Bis dahin bleibt es bei diesem müden Spiel: Die grün-linke Medienmaschinerie versucht weiter, den Fußball umzuerziehen. Der Ball rollt trotzdem – nur die Kommentare werden immer vorhersehbarer und immer weniger interessant.