Häufig Heidegger und Nietzsche, manchmal noch Hegel, selten Schopenhauer – klassische deutsche Philosophen werden in der politischen Rechten nicht nur wieder vermehrt gelesen, sie werden insbesondere online vor allem als Symbolfiguren genutzt, um den eigenen weltanschaulichen Standpunkt auszudrücken. Bilder und Zitate von Nietzsche oder Heidegger fungieren unter rechten »Millennials« und besonders in der politischen »Generation Z« als »Bekenntnis«, so wie eine unmissverständliche Frisur oder Bekleidungswahl in Schule und Universität.
Während Nietzsche durch Medienschaffende wie den
@lichtstifter besonders den jüngeren Zeitgenossen nahegebracht wurde, haben die Schriften Heideggers nicht zuletzt durch
@MartinSellner_ und
@ChristianIllner unter lesenden Rechten wieder stark an Popularität gewonnen. 50 Jahre nach Heideggers Tod – und in Erwartung des 100-jährigen Jubiläums von »Sein und Zeit« 2027 – veröffentlichen wir Ende Juni ein außergewöhnliches Buch: »Fast kein Nazi? Heidegger, Løgstrup und die Ethik«.