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RT @Leseerlaubnis: Merz beginnt mit Rentenkürzungen. In dieser Runde sind zumeist Frauen von sinkenden Renten betroffen. Zur Erinnerung…
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RT @Leseerlaubnis: Wer diesen Sommer in Europa heiß findet (bspw. nächste Woche bei 35 °C) soll an zwei Dinge denken: 1. Aufgrund des El…
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RT @Leseerlaubnis: An alle, die sich freuen, weil nach den kühleren regnerischen Tagen nun die Hitze kommt: So sieht aktuell die Dürre in…
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#MECFS Ich habe grad was zu einer Studie bekommen, die einen eventuellen Zusammenhang zw ME und Hochsensibilität untersuchen will. Gibt es dazu Meinungen unter Betroffenen? Glaubt ihr, das könnte bei euch zutreffen? Interessant oder würdet ihr das eher als Psychologisierung sehen
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RT @Leseerlaubnis: In den kommenden 14 Tagen bekommt Deutschland die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren. Anstatt, wie in meiner K…
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Eben beim Mittagessen. Mein Vater: „Was habe ich gelesen? Die US-Wirtschaft boomt? Na, dann macht Trump ja doch alles richtig.“ Mein fast 90-jähriger Vater bastelt sich sein Weltbild gerne aus Schlagzeilen. Früher war er Stammleser des Blattes mit den vier großen Buchstaben. Es ist seine Leidenschaft, mich mit seinen Fundstücken zu reizen – nur damit ich mich an seinen Schlüssen abarbeite, statt bloß abzuwinken. Eigentlich hält er Trump für einen von Putin persönlich ausgebildeten Spion. Aber bei einer boomenden Wirtschaft? Da würde er ihn glatt wählen. Die Schlagzeile stand im Manager-Magazin: „US-Arbeitsmarkt schafft doppelt so viele Jobs wie erwartet. Trotz des Irankriegs wächst die amerikanische Wirtschaft.“ Das Tückische ist: Sie log nicht. 172.000 neue Stellen, doppelt so viele wie prognostiziert. Die Zahl stimmt. Sie erzählt nur nicht die ganze Geschichte. Die andere Hälfte stand im Kleingedruckten darüber: „Slow Hire, Slow Fire.“ Kaum einer stellt ein, kaum einer wirft raus. Das ist kein Boom. Das ist ein eingefrorener Arbeitsmarkt, auf den die Fußball-WM pünktlich zum Anpfiff noch ein paar Aushilfsjobs im Gastgewerbe draufgeschüttet hat. Der Rest, den die Großschrift verschweigt: Das Wachstum liegt bei mageren zwei Prozent – so langsam wie seit der Pandemie nicht. Die Börse erlebte ihren schwärzesten Tag seit Monaten. Und die Inflation, angeheizt durch den Krieg im Iran, nagt längst wieder an den Löhnen. Analysten sprechen bereits von einer milden Stagflation. Eine Schlagzeile ist ein Foto. Kein Film. Das ist kein Zufall, sondern Struktur. Die schlechte Nachricht ist fast immer ein Prozess: schleichende Inflation, erodierende Institutionen, wegbröckelndes Vertrauen, eine Armee, die sich langsam aufreibt. Die gute Nachricht ist ein Ereignis: ein Jobbericht, ein Quartalsgewinn, ein Gipfeltreffen, ein erobertes Dorf. Prozesse bekommen selten Schlagzeilen. Ereignisse immer. Das Mediensystem bevorzugt den Schnappschuss – und damit oft denjenigen, dem dieser Schnappschuss gerade nützt. Das ist keine Medienschelte. Das ist die Bauanleitung moderner Desinformation. Die plumpe Fälschung ist etwas für Anfänger. Sie stirbt meist am ersten Faktencheck. Die Profis – Moskau vorneweg – arbeiten längst anders. Sie liefern ausschließlich wahre Bausteine und überlassen das Bauen des falschen Hauses dem Publikum. Was man selbst gebaut hat, verteidigt man. Und dieses Haus übersteht jeden Faktencheck, weil kein einziger Stein gelogen war. Russland selbst ist dafür das perfekte Beispiel. Seit Jahren lesen wir Meldungen über eroberte Dörfer, neue Offensiven, Geländegewinne. Jede einzelne Meldung ist wahr. Aus tausend wahren Einzelmeldungen entsteht jedoch das Bild einer unaufhaltsamen Militärmacht. Was fehlt, ist der Rest der Geschichte: Hunderttausende Verluste für wenige Kilometer Boden. Eine überhitzte Kriegswirtschaft. Zweistellige Zinsen. Materialverschleiß. Rekrutierungsprobleme. Die totale Abhängigkeit von China und Nordkorea. Dasselbe Muster gilt für Trump. Arbeitsmarkt stabil? Wahr. Wirtschaft wächst? Wahr. Börsenkurse steigen? Wahr. Doch aus diesen isolierten Bausteinen entsteht die Erzählung vom wirtschaftlichen Genie im Weißen Haus. Die meisten Menschen scheitern nicht am Faktencheck. Sie scheitern an der Einordnung. Moderne Propaganda lügt immer seltener. Sie entscheidet nur, welchen Teil der Wahrheit sie zeigt. Wer am lautesten erklärt, er wolle sich „seine eigene Meinung bilden“, unterschätzen oft am stärksten, wie sehr jede Meinung von der Auswahl der Informationen abhängt. Niemand kann sich eine eigene Meinung zu Fakten bilden, die er nie gesehen hat. Der Denkfehler lautet: Wenn ich selbst denke, bin ich unabhängig. Nein. Du denkst immer selbst. Die entscheidende Frage ist, worüber du nachdenkst und was dir vorher präsentiert wurde. Ein Beispiel: Die Tagesschau berichtet über russische Kriegsverbrechen und Russlands wirtschaftliche Probleme. Ein Telegram-Kanal berichtet über Korruption in der Ukraine und deutsche Waffenlieferungen. Beide berichten wahre Dinge. Wer nur das eine sieht, kommt zu völlig anderen Schlüssen als der, der nur das andere sieht. Beide halten sich für unabhängige Selbstdenker. In Wirklichkeit wurden sie bereits durch die Auswahl der Informationen in entgegengesetzte Richtungen gelenkt. Das heißt nicht, dass beide Seiten gleich weit von der Wahrheit entfernt liegen – die Wahrheit wohnt nicht automatisch in der Mitte. Es heißt nur: Niemand steht außerhalb der Auswahl. Auch der nicht, der sich dafür hält. Mein Vater ist dabei noch der glückliche Fall. Er ließ sich überzeugen, als ich ihm die zweite Hälfte der Geschichte danebenlegte: das Slow Hire, die zwei Prozent, die Inflationszahlen. Er ist im Kopf beweglich und wissbegierig. Das Problem ist nicht mein Vater. Das Problem sind die Millionen Menschen, neben die sich niemand setzt, um die fehlenden Puzzleteile auf den Tisch zu legen. Die größte Gefahr im Informationskrieg ist nicht die Lüge. Gegen Lügen haben wir Abwehrkräfte. Die Gefahr ist die halbe Wahrheit. Man zeigt sie uns und lässt uns die falsche Schlussfolgerung selbst ziehen. Wir halten sie dann für unsere eigene Erkenntnis. Und nichts verteidigt ein Mensch erbitterter als einen Irrtum, den er für seinen eigenen Gedanken hält.
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Heute habe ich mit meiner Schwester (Pflegegrad 4) über die geplante Pflegereform von Ministerin Warken gesprochen. Als ich ihr erklärt habe, was da auf uns zukommen könnte, brach bei ihr etwas. Am Ende fragte sie mit zitternder Stimme: „Aber du steckst mich jetzt nicht ins Heim, oder?“ Ich hatte Tränen in den Augen. Diesen Satz werde ich nie vergessen. 😔 4,9 Millionen Menschen werden in Deutschland zu Hause von Angehörigen gepflegt. Aus Liebe. Weil Pflegeheime voll sind und Pflegedienste fehlen. Wir waschen, füttern, trösten, sind 24/7 im Einsatz – 365 Tage im Jahr. Und was macht diese Regierung? Sie macht genau diesen letzten großen Baustein kaputt: Verhinderungspflege wird gestrichen (nur noch über Pflegedienst – auf dem Dorf ein Witz) Rentenbeiträge für pflegende Angehörige um 30 % gekürzt Weitere Leistungen werden zusammengestrichen Das ist kein Sparen mehr. Das ist Verrat an den Schwächsten und denen, die sie lieben. Meine Schwester hat Angst. Und ich auch. Weil ich nicht weiß, wie lange ich das noch schaffen kann – und was dann mit ihr passiert. @CDU @nina_warken Wie könnt ihr Menschen, die ihr Leben für ihre Familie geben, so im Stich lassen? Wer pflegt oder gepflegt wird – bitte teilt das. Das muss raus. ❤️‍🩹 #Pflegereform #PNOG #PflegeNotstand #AngehörigePflegen #Würde #CDU #Gesundheitsministerium
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Als ME/CFS Betroffener empfinde ich es in folgende Richtungen: 1. ME/CFS ist wahrscheinlich kein einzelnes Problem Nicht: nur Psyche, nur Virus, nur Darm, nur Trauma, nur Mitochondrien, nur Histamin. nur Antikörper Sondern eher: ein vernetzter Systemzustand. Mit Beteiligung von: Immunsystem, autonomem Nervensystem, Energieproduktion, Gefäßregulation, Darm/Mikrobiom, Neuroinflammation, Stressachsen, Mastzellen, Schlaf, Stoffwechsel, Genetik. 2. Belastungsintoleranz ernst nehmen Das wäre wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte. Viele Betroffene verschlechtern sich durch: permanentes Überpushen, „durchziehen“, aggressive Aktivierung, ständige Adrenalinnutzung. PEM (Post-Exertional Malaise) sollte ernst genommen werden. Das heißt: Pacing, Energiemanagement, Rhythmus, Schlafschutz sind keine „psychologischen Tricks“, sondern biologisch wichtig. 3. Das Nervensystem spielt trotzdem eine große Rolle Nicht im Sinn von: „eingebildet“. Sondern: das autonome Nervensystem kann chronisch im Alarmzustand bleiben. Dazu beitragen können: Infektionen, Trauma, Dauerstress, Entzündung, Schlafmangel, Darmprobleme, Histamin, Schmerzen. Deshalb können helfen: Sicherheit, Rhythmus, Wärme, soziale Regulation, langsame Reizreduktion, vagale Stabilisierung. 4. Mastzellen / Histamin mitdenken Das wird meiner Meinung nach oft unterschätzt. Viele Symptome überschneiden sich: Brain Fog, Kreislauf, Herzrasen, Hautreaktionen, Nahrungsmittelreaktionen, Schlafprobleme, Druckgefühl, Benommenheit. Daher könnte man prüfen: Histaminverträglichkeit, Mastzellaktivierung, DAO, Trigger durch Nahrung, Reaktionen auf: Quercetin, Luteolin, Vitamin C, Antihistaminika. 5. Darm und Mikrobiom ernst nehmen Denn: Dysbiose, SIBO, Fermentation, Endotoxine, Pilze, chronische Reizung können: Immunsystem, Histamin, Nervensystem, Energie, Stimmung massiv beeinflussen. Und: Reaktionen auf antimikrobielle Pflanzen oder Ernährung können Hinweise liefern. 6. Entgiftung / oxidativer Stress kann individuell relevant sein Hier kommen die genetischen Themen ins Spiel. Nicht im Sinn: „Gene bestimmen alles“. Aber: sie könnten beeinflussen, wie robust jemand auf: Infektionen, Umweltgifte, Entzündungen, Medikamente, oxidativen Stress reagiert. Welche genetischen Dinge ich interessant finden könnte Nicht als absolute Wahrheit aber als Puzzleteile. Besonders interessant: GSTM1 / GSTT1 → Glutathion-Konjugation SOD2 → mitochondriale antioxidative Kapazität MTHFR → Methylierung/Folatstoffwechsel MAO-A / COMT → Neurotransmitterabbau / Stressresilienz CBS → Schwefel-/Ammoniak-Thematik CYP-Enzyme → Medikamenten-/Toxinverarbeitung Wichtiger Punkt: Gene ≠ Schicksal Viele Online-Gruppen übertreiben genetische SNPs massiv. Aber: Sie können Hinweise geben, warum manche Menschen: empfindlicher, reizbarer, langsamer regenerierend, oder schlechter entgiftend reagieren. 7. Mitochondrien unterstützen Das scheint bei vielen Betroffenen sinnvoll zu sein. Oft hilfreich: Magnesium, Ribose, Creatin, CoQ10, Carnitin, Alpha-Liponsäure, ausreichend Protein, Schlaf. Aber: individuell und vorsichtig testen. 8. Keine extremen Detox-Protokolle Viele sensible Menschen verschlechtern sich durch: aggressive Ausleitungen, zu viele Binder, harte Kräuter, Fasten, Überstimulation, „mehr ist besser“. Oft funktioniert: langsam > aggressiv. 9. Emotionale Biografie nicht ignorieren Nicht weil: „alles psychisch ist“. Sondern weil: frühe Unsicherheit, Dauerstress, Gewalt, Hypervigilanz das autonome Nervensystem langfristig prägen können. Das kann die biologische Belastbarkeit beeinflussen. 10. Ziel: Stabilität statt Perfektion Das wäre vielleicht die wichtigste Gesamterkenntnis. Nicht: perfekte Ernährung, perfekte Supplements, totale Kontrolle. Sondern: weniger Extreme, mehr Stabilität, bessere Resilienz, weniger Abstürze, langsam mehr Kapazität.
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🇭🇺 In Ungarn weht seit dem Regierungswechsel im Mai ein völlig neuer Wind. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar bricht radikal mit der alten Linie zu Ruzzland und positioniert das Land komplett neu. Man muss sich fragen, was eigentlich in den Köpfen all derer vorgeht, die sich als "Putin-Versteher" oder scheinheilige "Friedensverhandler" aufspielen. Die hatten so viel Hoffnung darauf gesetzt, dass Ungarn unter alter Führung weiterhin gegen Europa schießt, Sand im Getriebe der EU bleibt und die Ukraine im Stich lässt. Genau diese Rechnung ist krachend gescheitert. Es ist absolut still geworden um diese Leute, seit sich das Blatt in Budapest gewendet hat. Magyars emotionalen und direkten Worte aus Warschau, die zeigen, wie europäische Solidarität aussieht: "Wir müssen eines ganz klarstellen: Die Europäische Union besteht aus souveränen Staaten. Und wir müssen auch unmissverständlich sagen, wer in diesem Konflikt der Angreifer und wer das Opfer ist. Die Ukraine wurde angegriffen. Die Ukraine ist das Opfer. Und als souveräner Staat hat sie jedes Recht auf dieser Welt, ihre Heimat, ihre Freiheit und ihre Grenzen mit allen Mitteln zu verteidigen. Vergessen wir nicht das Budapester Memorandum von 1994. Damals wurden der Ukraine Sicherheitsgarantien gegeben – auch von Ruzzland –, weil das Land im Gegenzug auf seine Atomwaffen verzichtet hat. Bis 2014 wurde das auch respektiert. Aber heute kämpft die Ukraine eben nicht mehr nur für ihre eigene Freiheit, sondern am Ende für die Stabilität und Sicherheit von uns allen in Europa. Gleichzeitig sehen wir das unvorstellbare menschliche Leid. Auf der ruzzischen Seite haben Schätzungen zufolge vielleicht schon eine Million Menschen ihr Leben verloren oder wurden schwer verletzt. Auf ukrainischer Seite sind es Hunderttausende, darunter unzählige Frauen und unschuldige Kinder. Deshalb wollen wir alle so schnell wie möglich einen Waffenstillstand. Wir wollen Frieden. Aber dieser Frieden darf kein fauler Kompromiss sein – er muss von der internationalen Gemeinschaft echt, bombenfest und dauerhaft garantiert werden." Ein bemerkenswerter Auftritt. #Ungarn #PeterMagyar #Ukraine #Europa #Politik
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ME/CFS, is one condition I strongly encourage you to put on your radar: Myalgic Encephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS). ME/CFS is one of the most severe and neglected chronic diseases that is not rare. In its worst forms, patients are completely bedridden, unable to tolerate light, sound, or human interaction. Quality of life is among the lowest of any illness. Despite all this, research funding has historically been extremely low relative to disease burden, largely due to long-standing mischaracterization and bias, including the fact that many patients are women. ME/CFS sits at the intersection of immunology, neurology, and metabolism, involving complex multi-system dysfunction. This is exactly the kind of problem where AI can have an outsized impact by integrating complex data and uncovering hidden leads. Please take a closer look. Your involvement could make an extraordinary difference to many millions affected globally. Thank you 🙏
what problem do you most hope AI will solve in the future? maybe we can help!
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Friedrich Merz attestiert „beachtlichen Teilen der Gesellschaft“ ein „Erkenntnisproblem“. Übersetzt heißt das: Der Bürger ist zu dumm, die Lage zu kapieren. Unsere Empörung ist verständlich, aber lenkt ab. Denn der eigentliche Offenbarungseid folgt erst im nächsten Satz. Da redet Merz vom „Aufbruch“. Man müsse die Menschen davon überzeugen, dass „jetzt ein Aufbruch nötig ist und nicht ein Verharren“. ❗Aufbruch❗ Was für ein Hohn. Es klingt nach Morgenröte und Mut. In Wahrheit ist es die verbale Nebelkerze für einen historischen Absturz. Schauen wir uns diesen „Aufbruch“ in Zahlen an: Allein im ersten Quartal 2026 sind 486.000 Erwerbstätige weniger registriert als im Vorquartal. Das Statistische Bundesamt meldet das dritte Schrumpf-Quartal in Folge. Die Jobs krepieren dort, wo die reale Wertschöpfung stattfindet - in der Industrie. Und die künstliche Intelligenz hat noch gar nicht richtig angefangen, die Büros leerzufegen. Das ist der Merz'sche Aufbruch: Länger schuften für weniger Kaufkraft. Kürzungen bei der Rente. Kahlschlag im Gesundheitssystem. Und Reallöhne, die seit Jahren von der Inflation gefressen werden. Das ist kein Aufbruch. Das ist die Verwaltung des Mangels, garniert mit billigen Schlagworten aus dem Motivationsseminar für Anfänger. Schlimmer noch: Die politische Elite verlangt von uns Elan, während sie eine Zukunftsindustrie nach der anderen mutwillig an die Wand gefahren hat. Fünf Schlüsselindustrien, fünfmal das exakt gleiche Totalversagen: Solarindustrie: Hier erfunden, subventioniert, kollabiert. Heute fertigt China. Windkraft: Die Rotorblattfertigung ist praktisch komplett abgewandert. Kein einziger Hersteller baut hier noch ein komplettes Windrad. Die nächste totale Abhängigkeit vom Ausland. Wärmepumpen: Seit den Siebzigern waren wir Pioniere. Die Industrie investierte sieben Milliarden Euro. Dann zertrümmerte die Politik den Markt mit der „Heizhammer“-Kampagne. Das Ergebnis: Absatz 2024 um die Hälfte eingebrochen. Viessmann flüchtete unter das Dach eines US-Konzerns. Solarindustrie, die Zweite. Automobilbau: Unsere Kernindustrie pennt. In China hat fast jeder zweite Neuwagen einen Stecker. Unter den zehn meistverkauften E-Autos der Welt ist kein einziges deutsches Modell mehr. Und was ist die Vision von Friedrich Merz? Ein Bettelbrief nach Brüssel, um den Verbrenner zu retten. Er klammert sich an die Technologie von gestern, während der Markt von morgen ohne uns aufgeteilt wird. Das ist kein Schutz der Arbeitsplätze - das ist unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge. Wer die Transformation verschleppt, statt sie anzuführen, lässt die Zulieferer sterben. 59 Insolvenzen allein im Jahr 2025. Bosch streicht bis zu 25.000 Stellen. Das ist kein konservativer Erhalt, das ist ein Begräbnis auf Raten. Die Technik war da. Das Ingenieurswissen war da. Was fehlte, war der politische Arsch in der Hose, den Wandel zu organisieren. Wie sähe ein echter Aufbruch aus? Aufbruch heißt klotzen, nicht sparen: Milliardeninvestitionen in Netze, Speicher, Schiene und Brücken. Genau wie es die USA mit dem Infrastructure Investment and Jobs Act vorgemacht haben. Straßen sanieren, Brücken reparieren - das schafft Arbeit, statt sie zu vernichten. Aufbruch heißt Marktlogik: Sauberen Strom so billig machen, dass sich die Wärmepumpe von selbst rechnet, statt ihn künstlich teurer zu halten als fossiles Gas. Und dafür endlich Trassen und Speicher bauen, anstatt Autokraten das Geld für ihre Fossilen in den Rachen zu pumpen. Aufbruch heißt soziale Symmetrie: Wenn Konzerne mit KI, die wir mit unseren Steuern subventioniert haben, Tausende Stellen wegrationalisieren, um Rekorddividenden einzustreichen, gehört dieser Profit brutal besteuert - für die Umschulung derer, die auf der Straße landen. Aufbruch heißt Verantwortung der Starken: In den Jahren des Wirtschaftswunders lag der Spitzensteuersatz bei über 50 Prozent. Damals wurde dieses Land aufgebaut. Heute liegt er bei 42 Prozent, der Sozialstaat wird abgewickelt, und der Pfleger soll bis 70 schuften. Was Merz uns als „Aufbruch“ verkaufen will, ist das Gegenteil: das krampfhafte Festhalten an einer sterbenden Welt, das Weiterreichen der Schmerzen nach unten und die Arroganz, den Bürgern dafür auch noch Dummheit zu unterstellen. Das eigentliche Erkenntnisproblem, Herr Merz, sitzt nicht an den Werkbänken dieses Landes. Es sitzt in Ihrer Partei.
Es ist wieder an der Zeit für aufbauende Worte des Kanzlers, also: Wir haben nicht nur ein Umsetzungsproblem, sondern auch ein Erkenntnisproblem, dass wir endlich mehr erwirtschaften müssen. Alles klar? Schönen, motivierten Tag euch allen! Ironie off. (AfD hat keine Lösungen)
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Hat Merz recht? Oder hat Merkel recht? Gestern, Berlin, zwei Sätze, die nicht zueinander passen. Merz, vor dem bulgarischen Präsidenten Radew: Erst müssen die Kämpfe enden, dann wird geredet. Russland habe auf jedes Angebot mit mehr Bomben geantwortet. Punkt. Merkel, ein paar Kilometer weiter auf der re:publica: Sie hätte 2014 niemanden gefragt, ob er für sie nach Minsk fährt. Sie sei selbst hingefahren. Europa nutze sein diplomatisches Potenzial nicht. Es reiche nicht, wenn nur Trump mit Putin spreche. „Wir sind ja auch wer.“ Klingt erstmal, als hätte Merkel recht. Wer reden kann, soll reden. Wer Macht hat, soll sie nutzen. Europa soll sich nicht von einem amerikanischen Immobilienhändler vertreten lassen. Nur: Merkel hat geredet. Sie hat 2014 in Minsk mit demselben Mann über dasselbe Thema verhandelt. Heraus kam ein Abkommen, das Russland gebrochen hat. Und gebrochen. Und gebrochen. Bis 2022 die Panzer rollten. Reden hat damals nichts gebracht. Es hat Putin Zeit verschafft, weil Putin Putin ist. Klingt also, als hätte Merz recht. Wer mit einem Verbrecher redet, der mordet, legitimiert ihn. Wer Vorbedingungen stellt, schützt die eigene Würde, was der Ukraine herzlich wenig nützt. Denn: Was tut Merz stattdessen? Er stellt Vorbedingung. Russland erfüllt sie nicht. Und dann? Dann passiert nichts. Putin schießt weiter. Die Ukrainer sterben weiter. Trump redet als einziger. Das ist das Dilemma, in dem wir stehen, und es hat keine schöne Auflösung. Mit Putin zu reden heißt: ihn als ebenbürtigen Partner zu adeln, der gerade Städte in Schutt legt. Nicht mit ihm zu reden heißt: das Spielfeld Trump zu überlassen, der schon längst mit ihm redet, ohne uns, über uns, gegen uns. Wer hat also recht? Beide. Und beides reicht nicht. Merkels Diplomatie hat in der Vergangenheit nichts gerettet. Merz‘ Härte rettet in der Gegenwart nichts. Was fehlt, ist das Dritte: eine Macht im Rücken, die das Reden wieder gefährlich macht für den, mit dem geredet wird. Wir brauchen dafür echte Truppen, Waffen, Geld und Entschlossenheit. Etwas, das Putin so fürchtet, dass er die Bombardements einstellt, weil weiteres Schießen ihn teurer kommt als Verhandeln. Das hatten wir bisher nicht. Das haben wir auch morgen nicht, weil wir uns nicht trauen und es am Ende doch nicht so wichtig für uns ist. Und solange wir das nicht haben, ist die Frage Merkel oder Merz die falsche Frage. Es ist die Frage, mit der wir uns ablenken, weil die richtige Frage zu unbequem ist: Sind wir bereit, das zu werden, was wir vorgeben zu sein? Unser deutsches „Reden oder Schweigen“ ist lediglich eine kollektive psychologische Ersatzhandlung. ie erlaubt es uns, uns wahlweise als moralisch überlegen wie Merz oder als klug und friedliebend wie Merkel zu inszenieren. Beide Rollen verlangen aber kein echtes Opfer von uns. Die Wahrheit ist: Wir drücken uns vor der Realität. Wir haben Angst davor, eine abschreckungsfähige Militärmacht zu werden, weil das unser Selbstbild der letzten 30 Jahre zertrümmern würde. Wir sind ja auch wer, sagte Merkel dann auch noch. Schöner Satz. Beweisen müssten ihn andere. Fragt sich: Wer ist dieses „Wir“? Bisher ist Europa ein wirtschaftlicher Riese, aber ein militärischer Zwerg und ein geopolitischer Zuschauer. Wenn Europa nicht bereit ist, die Kosten für die eigene Sicherheit, in der die Ukraine ein unverhandelbarer Teil ist, zu tragen und Putin ernsthaft die Stirn zu bieten, dann sind wir eben niemand. Dann entscheidet Trump über unseren Kontinent.
MERZ: First, fighting must cease and Russia must be ready to enter negotiations. So far, Russia has responded to every offer of negotiations with even more intensive shelling of Ukraine. This has to stop, and that’s a prerequisite for any kind of discussions to even take place.
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RT @Leseerlaubnis: Merz hat gesagt, dass er die Menschen für seine Vorhaben erreichen will. Mein Vorschlag wäre, den Plan einmal offen au…
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Mai 2023. 403 Drohnen in einem Monat. Damals dachten wir, das kann ja gar nicht schlimmer werden. Lasst uns alles tun, dass das aufhört. Drei Jahre später: Diese Woche im Mai 2026. In nur 24 Stunden regnet es 1.500 Drohnen auf die Ukraine plus Marschflugkörper. Ein einziger Tag übertrifft heute die Gewalt eines ganzen Monats von damals. Das ist der Faktor vier. Pro 24 Stunden. Beschleunigung statt Stillstand. Eskalation statt Eindämmung. Wenn wir auf die drei verstrichenen Jahre zurückblicken, wird eines klar: Wir haben uns dermaßen eins in die eigene Tasche gelogen. Wir haben 20 Sanktionspakete geschnürt, wir haben Milliardenkredite bewilligt, wir haben Tränen vor der UN-Vollversammlung vergossen und Karlspreise verliehen. Wir haben uns in Berlin, Brüssel und Washington gegenseitig für unsere moralische Standhaftigkeit auf die Schultern geklopft. Und während wir klopften, liefen in Russland die Fließbänder warm. Mit unserem Geld, das wir Putin auf Umwegen immer noch in den Hals stopften. Und vor allem: Mit unserer Technik. Die Toten im zusammengestürzten Wohnhaus in Kyjiw – das ging nur mit Chips aus München. Das ist die Wahrheit. Mindestens 21 Menschen sterben unter den Trümmern des Wohnhauses. Drei davon sind Kinder, die niemals erfahren durften, was ein Leben im Frieden bedeutet. Der Marschflugkörper, der ihr Leben zerfetzte, war kein verrostetes Relikt aus Sowjetzeiten. Er war fabrikneu. Baujahr: zweites Quartal 2026. Die bittere Wahrheit: Dieser Marschflugkörper ist ein europäisches Exportprodukt mit russischem Anstrich. In den Trümmern von Kyjiw und Charkiw findet die ukrainische Aufklärung nicht nur russischen Stahl. Sie findet Infineon-Chips aus München. Sie findet Hochleistungskomponenten von Analog Devices, Transistoren von STMicroelectronics und Treibstoffpumpen von Bosch. In einer Shahed-Drohne über Sumy denkt heute ein digitaler Jäger – ein KI-Computer von Nvidia. Er kostet 249 Dollar. Er braucht keine Zielkoordinaten mehr; er schaut durch seine Wärmebildkamera und entscheidet selbst, wo er tötet. Er trägt das Siegel „Made in USA“, geliefert über Briefkastenfirmen in Istanbul oder Dubai. Wenn wir Bosch oder Infineon fragen, hören wir das Echo der Verantwortungslosigkeit: „Was sollen wir machen? Wir haben ja keine direkten Geschäftsbeziehungen mit Russland“, heißt es da. „Für uns ist der Verkauf schwierig zu kontrollieren.“ Wir haben ein System geschaffen, in dem eine Bank jeden Cent eines Kleinsparers prüfen muss, aber ein Chiphersteller seine tödliche Fracht einfach an den erstbesten Zwischenhändler in Kasachstan abgeben darf, ohne Fragen zu stellen. Die Verantwortung endet an der Grenze der Bequemlichkeit. Wie irrsinnig kann man sein. Der Westen: Hold my beer. Aus dem einen Portemonnaie zahlen wir Milliarden für die Ukraine-Unterstützung. Aus dem anderen Portemonnaie liefern wir die Bauteile, damit Russlands Todesschwadronen überhaupt fliegen können. Wir finanzieren den Schild und schärfen gleichzeitig das Schwert, mit dem er durchbohrt wird. Das eine Ministerium in Berlin bewilligt die Hilfe, das andere Ministerium schaut beim Export weg. Beide sitzen in derselben Stadt. Beide wissen, was passiert. Und während wir es immer noch nicht schaffen, in unseren Fabriken schnell und ausreichend Material herzustellen, schafft es das wirtschaftlich in die Knie gezwungene Russland, seine Produktion zu vervierfachen. Die Fabrikhallen in Tatarstan spucken dank westlicher Halbleiter im Akkord mörderische Präzision aus. Und wir halten die einzige Waffe zurück, die diesen Kreislauf am Ursprung unterbrechen könnte, um die Produktion zu stoppen. Denn der Taurus verstaubt weiter im deutschen Keller. 480 Kilo Sprengstoff, der den Beton der Todesfabriken in Staub verwandeln könnte. Eine Waffe, die keine Häuser in Moskau treffen würde, sondern gezielt dort, wo unser eigener Untergang munter weiter montiert wird. Unsere Politiker schweigen dazu inzwischen vollständig. Es gibt ja den Flamingo. Ja, gut. Aber der ist weder so präzise, noch hat er die gleiche Sprengkraft. Wir lavieren lieber weiter. Wir fürchten die Eskalation, während wir sie jede Nacht durch unsere Lieferketten selbst befeuern. Wäre die Ukraine nicht so erfinderisch, sie wäre ohnehin längst von Russland zermalmt worden. So bastelt sie weiter an ihrer weltweit führenden Drohnentechnologie. Ein Land im Krieg. Ein Land unter Beschuss. Doch das wirklich große Besteck, das vieles verbessern könnte, wird verwehrt. Aus Angst. Wie lange wollen wir dieses Doppelspiel noch spielen? Vorne die Solidaritätsrede, hinten die Halbleiter-Lieferung. Vorne der Karlspreis, hinten die Bosch-Pumpe mit Herkunfts-Nummer, eingebaut in eine Drohne, die gerade jetzt über der Ukraine kreist. Es ist nicht so, dass wir nichts tun. Wir tun zwei Dinge gleichzeitig, die sich gegenseitig aufheben. Wir löschen das Feuer mit der einen Hand und gießen mit der anderen Benzin hinein. Putin baut die Waffen. Wir liefern die Teile dafür und heulen Krokodilstränen über die Toten. Das ist nicht russischer Wahnsinn. Das ist unserer.
Escalation has been managed so well that yesterday alone, russia launched nearly 4x more drones at Ukraine than during the entire month of May 2023: 1,567 vs 403. Think about where this trajectory leads.
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Manchmal wünsche ich mir einfach, ich dürfte in Ruhe krank sein. Das wir in Ruhe krank sein dürfen, bis uns jemand eine Lösung liefert. Nicht kämpfen müssen. Nicht erklären müssen. Nicht ständig versuchen müssen, sichtbar zu machen, was man von außen nicht sieht. Und trotzdem sitze ich hier - zwei Tage nach der #LiegendDemo - in einem etwas desolaten Zustand und denke schon wieder darüber nach, wie wir die Menschen erreichen können, die bis heute noch nie von ME/CFS gehört haben. Wie laut muss man werden, wenn man eigentlich kaum Kraft zum Sprechen hat? Chronische Krankheiten sind scheiße. Unsichtbare chronische Krankheiten sind keinen Deut besser — auch wenn viele glauben, dass „nicht sichtbar“ irgendwie leichter bedeutet. ME/CFS verschwindet nicht, nur weil man es nicht sieht. Und wir verschwinden auch nicht. Heute ist #MECFSAwarenessDay Der 12. Mai wurde nicht zufällig gewählt: Es ist der Geburtstag von Florence Nightingale, die nach einer Infektion selbst jahrzehntelang schwer krank und ans Bett gebunden war. Viele sehen in ihrer Geschichte Parallelen zu dem, was Menschen mit ME/CFS bis heute erleben. Wahrscheinlich hatte die ME/CFS - warum wissen wir bis heute eigentlich überhaupt nichts darüber? Der eigentliche Punkt ist… Wir wollen nicht bewundert werden, weil wir trotz Krankheit kämpfen. Wir wollen, dass endlich verstanden wird, warum wir überhaupt kämpfen müssen. Wir wollen, dass die Ignoranz ein Ende hat und nicht noch mehr junge Menschen den Freitod wählen müssen, weil #MECFS noch weitere Jahre ignoriert wird.
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Why is your solution reactive, having to develop monoclonals and vaccines for every virus that could ever potentially exist, instead of proactive, implementing clean air standards that halt airborne spread and normalizing masking, which you yourself refuse to do
13/n: For instance with this ANDIV hantavirus outbreak, we should have had a therapeutic monoclonal antibody already in hand, and vaccine contracts already in place. Instead we are fighting this outbreak the same way we did one hundred years ago.
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🚨First Doctor who isn’t underreacting‼️ You are the first health professional that seems to be discussing this in realistic terms. They are downplaying this‼️
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Als ich heute Morgen die Spiegel-Schlagzeile sah, dachte ich zuerst: gähn. „Russland bildet Hacker aus.“ Wer hätte das gedacht. Der Spiegel hat hier eine Hausaufgabe fürs Fleißkärtchen gemacht, alles aufgeschrieben, was wir sowieso schon wissen, ab in den Druck. Falsch gedacht. Was Spiegel, Le Monde, Guardian, The Insider, Delfi, VSquare und Frontstory da in den letzten Monaten in einem Konsortium ausgewertet haben, sind 2.000 interne Dokumente aus der Moskauer Bauman-Universität. Lehrpläne mit Stundenangaben. Verträge zwischen Dozenten und GRU-Einheiten. Klausuraufgaben („Hacke einen Testserver“). Pflichtseminare („Erstelle ein Social-Video, um ein heißes Thema mit Manipulation und versteckter Propaganda zu promoten oder zu entkräften“). Namenslisten. Notenübersichten. Zuteilung von Praktikumsplätzen. Der Unterschied zu allem, was wir bisher wussten, rangiert in einer ganz neuen Kategorie: Ja, wir wussten, dass Russland einen Cyberkrieg führt. Wir wussten aber nicht, dass es dafür einen sechsjährigen Diplomstudiengang gibt. Mit Abschlusszeugnis. Mit Pflicht-Trainingscamp inklusive Bartrasur und Alkoholverbot. Mit benannten Dozenten, die nebenbei aktive Geheimdienstoffiziere sind. Mit einem geheimen „Lehrstuhl 4“, der in keinem offiziellen Organigramm der Universität auftaucht. Das ist kein „Russland hat Hacker“. Das ist „Russland hat ein Westpoint für hybride Kriegsführung“, mitten in Moskau, vier Kilometer vom Roten Platz entfernt. Was lernen die jungen Leute dort konkret? Der Pflichtkurs „Abwehr technischer Aufklärung“ umfasst 144 Stunden über zwei Semester. Inhalt: Passwortattacken, Ausnutzung bekannter IT-Schwachstellen, Trojaner, praktische Hackingübungen, mit denen die Studierenden in Testsysteme einbrechen müssen, DDoS-Angriffe (das sind die Attacken, mit denen kürzlich die Deutsche-Bahn-App lahmgelegt wurde). Modul 6: „Computerviren und Würmer“. Klausuraufgabe: Hacke einen Testserver. Bestehst du nicht, wirst du kein Diplom-Saboteur. Daneben steht klassische Spionagetechnik: Telefone anzapfen, Richtmikrofone, Wanzendetektion, Überwachung mit hochwertigen Beobachtungsfernrohren von Nikon (eine echte Empfehlung aus den geleakten Folien). Drohnenkunde mit 54 Slides, darunter die „Vector“-Drohne der bayerischen Firma Quantum Systems aus dem Landkreis Starnberg. Also genau das Gerät, das die Ukraine in Massen einsetzt, um russische Stellungen aufzuspüren. Im März 2026 hat der Generalbundesanwalt zwei mutmaßliche russische Agenten festgenommen, die Quantum Systems ausgespäht hatten. Im Auftrag Moskaus, mit Filmaufnahmen vom Arbeitsplatz einer Zielperson. Wer im Bauman-Lehrplan steht, steht auch auf Russlands Liste. Und dann das Pflichtseminar, das einem den Kaffee kalt werden lässt: „Entwickeln einer Propagandakampagne“. Praxisaufgabe wörtlich: „Erstelle ein Social-Video für ein beliebiges Thema, indem du Manipulation, Druck und versteckte Propaganda verwendest, um ein ‚heißes‘ Thema zu promoten oder zu entkräften.“ Eine andere Vorlesung heißt schlicht „Propaganda, Agitation, Manipulation und Überzeugung“. Wer wissen will, wie das Gelernte in der Praxis aussieht, schaut zurück auf den Wahlkampf der letzten Bundestagswahl: Friedrich Merz wurden im Netz psychische Probleme angedichtet, Robert Habeck eine 100-Millionen-Euro-Korruptionsaffäre. Beides war frei erfunden. Beides war keine Improvisation übermütiger Trolle. Es war Lehrstoff. Ausgeführt von Absolventen der Uni für den kleinen James-Bond von Putins Gnaden. Auffällig: Welche fremden Armeen die Studierenden der Bauman-Universität besonders intensiv studieren müssen. Drei. Die russische, die amerikanische – und die deutsche. Bewaffnung der Bundeswehr-Kampfeinheiten. Eigenes Seminar: „Schutz der Informationssicherheit in Deutschland“. Wer geglaubt hat, wir wären zu klein, zu unwichtig, zu unfähig für besondere Aufmerksamkeit, hat sich geirrt. Deutschland ist Hauptfach. Und einer der besten Deutschland-„Experten“ kommt jetzt zu uns. Dank der Rechercher wissen wir, dass er existiert. Wir wissen, dass er in der Spionage-Fakultät ausgebildet wurde. Wir wissen sogar seinen echten Namen. Wir wissen nur nicht, wie er sich in Deutschland präsentieren wird, wann und wo er genau auftauchen wird. Als Phantom kann ihn niemand stoppen: Der junge Mann heißt Iwan Makarow. Er wurde in Moskau geboren, sein Vater wohnt unter derselben Postadresse wie GRU-Einheit 26165 (die Truppe, die 2015 den Bundestag gehackt und Merkels Postfach kopiert hat). Nicht ungewöhnlich, denn Spionage ist bei Russen ein Familiengeschäft – die Nachkommen treten gern in die Fußstapfen der Väter, so werden Loyalitätsfragen geregelt. Im März 2024 hat der russische Staat dem jungen Makarow einen neuen Pass ausgestellt und ihm eine neue Sozialversicherungsnummer gegeben. Sein neuer Name: Mark Fisher. Diese Praxis kennt der Westen seit Sergey Cherkasov, der als „Victor Muller Ferreira“ jahrelang als Brasilianer durch Europa lief, bis er 2022 in den Niederlanden aufflog, als er sich ausgerechnet in Den Haag dort einschleusen wollte, wo russische Verbrechen gegen die Menschlichkeit untersucht werden. Mark Fisher hat seinen Bauman-Abschluss für Hacker mit falscher Identität gerade gemacht. Er ist nicht mehr in Moskau. Er ist irgendwo. Vielleicht in Berlin, vielleicht in München, vielleicht in Frankfurt. Vielleicht ist er der nette Typ, der heute Morgen bei Starbucks neben dir gestanden hat und mit ganz leichtem, charmantem Akzent „a flat white please“ bestellt hat. Vielleicht ist er dein neuer Kollege im IT-Team. Vielleicht hat er dich auf LinkedIn angeschrieben, weil ihn dein Profil so interessiert. Bleibt eine Frage: Glauben die Macher hinter all dem eigentlich selbst an ihre Sache? Eher nicht. Der Mann, der den Lehrstuhl 4 als stellvertretender Leiter prägt, heißt Kirill Stupakow. Er ist Oberstleutnant, Jahrgang 1982. Er hält die Vorlesung über Spionagetechnik und verfügt über einen mustergültigen militärischen Lebenslauf. Denkste! Dem Spiegel ist es gelungen, ihm Telegram-Chats zuzuordnen: Dort nennt Stupakow seinen Präsidenten einen „Opa“. Den ehemaligen Präsidenten Medwedjew einen Alkoholiker. Den russischen Generalstabschef Gerassimow eine „dumme Fotze“. Über den Krieg, in den er seine Studenten Sommer für Sommer verabschiedet, schreibt er: „Wird schlecht für uns enden.“ Und am Montag steht er wieder vor der Klasse und drillt den jungen Männern ein, dass die Ukraine von „Nationalisten und Neonazis“ beherrscht werde, dass die „Spezialoperation unausweichlich“ gewesen sei, dass sie ihre Feinde schlagen sollen wie Väter, Großväter und Urgroßväter. Im täglichen Newsletter, der an der Uni zirkuliert, steht das so. Auf Russisch. Schwarz auf weiß. Das ist die wahre Lehre der Bauman-Files: Autoritäre Apparate funktionieren nicht, weil ihre Funktionäre an die Sache glauben. Sie funktionieren, weil ihre Funktionäre auch dann weitermachen, wenn sie nicht mehr an die Sache glauben. Stupakow hält Putin für einen Greis, Gerassimow für einen Vollidioten und den Krieg für verloren – und schickt trotzdem fünfzehn neue Cyberkrieger pro Jahrgang nach Anapa, Sewastopol, Kursk, irgendwann womöglich auch nach Berlin. Wer geglaubt hat, dieses System bricht zusammen, wenn die Eliten innerlich kündigen, hat den Charakter dieses Systems nicht verstanden. Sie haben längst gekündigt. Sie machen trotzdem weiter. Genau deshalb müssen wir es ernst nehmen.
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Herr Rubio, die Frage nach der „Nützlichkeit der UN” sollten Sie sich zuerst selbst stellen. Sie haben die Straße von Hormus selbst zum Kriegsschauplatz gemacht – ohne UN-Mandat. Und nun fragen Sie die UN, wozu sie da sei? Gestern, im fünften Kriegsjahr Russlands gegen die Ukraine, töteten russische Angriffe erneut mehr als 20 Menschen: darunter zwölf Zivilisten in Saporischschja durch einen Luftangriff auf eine Autowerkstatt, fünf weitere im Zentrum von Kramatorsk, dazu vier Mitarbeiter des Energiekonzerns Naftogaz und Rettungskräfte in der Region Poltawa, gezielt getroffen während des Einsatzes. Vor wenigen Wochen, am vierten Jahrestag der russischen Invasion, versuchten die USA in der UN gemeinsam mit Russland, Belarus und Ungarn, die Bekräftigung der ukrainischen territorialen Integrität aus der Friedensresolution streichen zu lassen. So sieht Ihre Vorstellung von der „Nützlichkeit der UN” in der Praxis also aus? Und telefonieren gestern zu allem Überfluss auch noch „konstruktiv” mit Lawrow, was der Kreml anschließend als eine „Bestandsaufnahme der internationalen Beziehungen” zusammenfasst? Drei Stunden, nachdem mindestens 20 Ukrainer von russischen Bomben getötet wurden? Die Vereinten Nationen sind nicht das Problem, Herr Rubio. Sie sind es.
SECRETARY RUBIO: We’re asking the UN to call on Iran to stop blowing up ships, remove the mines, and allow humanitarian relief. If the international community can’t rally behind this and solve something so straightforward, then I don’t know what the utility of the UN system is.
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Morgen beginnt die internationale ME/CFS-Konferenz in Berlin mit vielen wichtigen neuen Erkenntnissen, u. a. zur Rolle des Immunsystems, sowie neuen Ergebnissen aus Therapiestudien. Die Anmeldung zum kostenlosen Livestream ist noch möglich. Hier auch ein Rückblick auf 2025.
Ein Blick zurück auf Mai 2025 🤍 Was passiert, wenn Forschende und Betroffene zusammenkommen um neue Forschung zu diskutieren. Dieses Jahr geht es weiter! Die International ME/CFS Conference 2026 am 7. & 8. Mai in Berlin. Jetzt registrieren ➡️ t.ly/DZJTV
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