Für Lukaschenko ist die Ukraine offensichtlich gefährlicher als Putin.
Deutlichere Anzeichen, dass Putin den Krieg verliert, kann man wohl nicht bekommen.
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Lukaschenko entschuldigt sich öffentlich bei Selenskyj.
Ein Diktator, der Putin bei der Invasion half — und jetzt um Entschuldigung bittet. Das ist beispiellos.
In einem gestern ausgestrahlten Interview mit Al Arabiya erklärte Lukaschenko, eine Beteiligung Weißrusslands am Krieg sei "absolut inakzeptabel" — und entschuldigte sich bei Selenskyj.
Der Hintergrund: Ende Mai hatte der ukrainische Drohnenkommandeur Robert Brovdi Minsk gewarnt, dass bereits 500 Ziele auf weißrussischem Gebiet identifiziert seien (Vietnam) — und die Ukraine nicht zögern würde zu schlagen.
Lukaschenko räumte ein, er sei "vielleicht zu weit gegangen" in seiner Kritik an Selenskyj — betonte aber, es sei eine Reaktion auf die ukrainischen Drohungen gewesen.
Zugleich gab er öffentlich zu: "Weißrussland ist militärisch sehr verwundbar."
Ein seltenes Eingeständnis von einem Autokraten, der nie Schwäche zeigt.
Was wirklich dahintersteckt: Lukaschenko will nicht — politisch und auch nicht buchstäblich — in einem Krieg sterben, der nicht seiner ist.
Er sieht, wie sich die Fronten verschieben.
Und er repositioniert sich.
Das ist keine Versöhnung. Das ist Überlebenspragmatismus. Aber für Europa zählt jeder Riss im russisch-weißrussischen Block. 🇧🇾🇺🇦🇪🇺